Transfer-Schock: Muss Eintracht Frankfurt womöglich einen Stammspieler ziehen lassen?
Frankfurt am Main – Kurz vor dem Auftakt der neuen Bundesliga-Saison am kommenden Samstag (15.30 Uhr) bei Union Berlin sucht Eintracht Frankfurt weiterhin nach Verstärkungen für diverse Mannschaftsbereiche. Doch nun droht sogar der Verlust eines etablierten Stammspielers.
Der saudische Sportbericht "Al Riyadiah" berichtet, dass der Spitzenklub Al-Ittihad großes Interesse daran habe, Ritsu Doan (28) in die Saudi Pro League zu holen.
Dies sei jedoch von einer anderen Personalentscheidung abhängig. Bayer 04 Leverkusen arbeitet derzeit intensiv an der Rückkehr des französischen Nationalspielers Moussa Diaby (27), wie unter anderem der Transfer-Experte Fabrizio Romano informiert.
Diaby spielte bereits vier Jahre für die Rheinländer, bevor er 2023 für eine Ablösesumme von 55 Millionen Euro zur Premier-League-Mannschaft Aston Villa wechselte.
Nur ein Jahr später wechselte der offensive Allrounder für 60 Millionen Euro zu Al-Ittihad. Dort überzeugte er ebenfalls, doch nun deutet vieles auf eine Rückkehr nach Europa hin, wobei Bayer 04 als Favorit gilt.
Fände ein Wechsel von Diaby statt, würde sich bei Al-Ittihad eine Lücke im rechten offensiven Mittelfeld ergeben, die es zu füllen gilt – und Ritsu Doan gilt als möglicher Nachfolger. Allerdings soll Al-Ittihad laut "Al Riyadiah" auch noch weitere Spieler im Visier haben.
Ob die SGE den Japaner ohne Weiteres abgeben wird, bleibt unklar. Trainer Adi Hütter (56) plant jedenfalls fest mit dem 28-Jährigen, auch wenn Doan unter dem Österreicher etwas zentraler eingesetzt wird und aktuell mit muskulären Beschwerden zu kämpfen hat.
Doan ist vertraglich bis 2030 gebunden, sein derzeitiger Marktwert wird auf "Transfermarkt.de" mit 17 Millionen Euro angegeben. Es ist jedoch denkbar, dass die in der Regel finanziell sehr gut ausgestatteten Saudis bereit sind, für den Japaner eine so hohe Ablösesumme zu zahlen, dass die finanziell auf Transfers angewiesenen Hessen nicht ablehnen können.
Der 1,72 Meter große Linksfuß war erst im vergangenen Sommer für 21 Millionen Euro vom SC Freiburg verpflichtet worden. Beim Breisgau-Klub hatte sich der 69-fache japanische Nationalspieler zu einem wichtigen Leistungsträger entwickelt, erzielte in 123 Pflichtspielen 26 Tore und bereitete 23 weitere Treffer vor.
Auch bei den Frankfurtern startete er vielversprechend, kämpfte jedoch später – wie fast das gesamte Team – mit Leistungsschwankungen und den Auswirkungen des Trainers Albert Riera (44). Insgesamt gelangen ihm in 40 Einsätzen sieben Tore und sechs Vorlagen.