Nach Tränen-Schock bei der EM: So schlimm hat es Deutschlands Pechvogel getroffen
Birmingham (England) – Mit klaren Medaillenhoffnungen war die deutsche Frauen-Staffel über 4x100 Meter zur Leichtathletik-EM angetreten. Doch nach der Verletzung von Sophia Junk (27) war das Rennen bereits im Vorlauf beendet. Nun berichtet die DLV-Athletin, wie gravierend ihre Verletzung tatsächlich ist.
„Unglücklicherweise habe ich mir beim letzten Staffelwechsel eine größere Sehnenverletzung am linken Hamstring [hinterer Oberschenkelmuskel, Anmerkung der Redaktion] zugezogen“, schrieb die 27-Jährige auf Instagram.
Glücklicherweise ist kein operativer Eingriff nötig, da die Verletzung konservativ behandelt werden kann, erklärte Junk. Allerdings wird die Heilung einige Zeit in Anspruch nehmen: Für die Olympia-Dritte mit der Staffel 2024 bedeutet die Verletzung das vorzeitige Saison-Aus!
„Ich bin überzeugt, dass ich zurückkommen werde – zwar nicht mehr in diesem Jahr, aber im nächsten“, versicherte die Sprinterin.
Im Vorlauf hatte sich die deutsche Staffel am vergangenen Wochenende eigentlich sicher für das Finale qualifiziert, doch beim Wechsel von Junk auf Schlussläuferin Gina Lückenkemper (29) kam es plötzlich zum Unglück. Die Übergabe des Staffelstabs misslang, sodass das Team ausschied.
Tränen flossen unmittelbar danach. Junk schilderte später, dass sie im Moment der Übergabe plötzlich einen stechenden Schmerz hinten links im Oberschenkel verspürte: „Ich machte automatisch einen kleinen Satz nach rechts, wodurch die Übergabe nicht mehr kraftvoll möglich war – und dann war es zu spät.“
Für die Rheinland-Pfälzerin endet damit ein ohnehin schon herausforderndes Jahr vorzeitig.
„Manchmal bleibt harte Arbeit leider unbelohnt“, schrieb Junk enttäuscht und fügte hinzu: „Dieses Jahr war geprägt von Selbstzweifeln, dem Kampf zurückzukommen und vielen Tränen.“ Es habe sie sehr stolz gemacht, nach ihrer Verletzung im Mai bei der EM an der Startlinie zu stehen, doch dann folgte erneut ein Rückschlag.
Trotzdem zeigte sich die WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2025 dankbar für die großartige Unterstützung ihres Teams, insbesondere ihrer Staffelkolleginnen: „Das ist für mich nicht selbstverständlich.“
Jetzt steht die Reha im Fokus, in der sich Junk sowohl körperlich als auch mental erholen will. Im kommenden Jahr möchte sie wieder angreifen, doch ihr oberstes Ziel lautet: „Gesund sein und bleiben – darauf kommt es jetzt an.“