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Neuzugang Mathisen freut sich auf sein Debüt am Millerntor: Seine einzige Begegnung mit St. Pauli bisher war „eigenartig“

Flachau (Österreich) – Obwohl Marcus Mathisen (30) in der laufenden Zweitliga-Saison für Wehen Wiesbaden aktiv war, hat der Däne bislang noch nie am Millerntor gespielt. In einem Interview nach dem Training am Dienstag verriet der Verteidiger, warum seine bisher einzige Begegnung mit dem Kiezklub für ihn „eigenartig“ verlief und worauf er sich in der neuen Saison am meisten freut.

Ausgerechnet das Auswärtsspiel seines ehemaligen Klubs am Millerntor am 17. Dezember 2023 (1:1) musste Mathisen wegen einer Wadenverletzung verpassen.

Somit traf er bisher lediglich einmal auf seinen neuen Verein – und diese Partie ist ihm nicht unbedingt positiv in Erinnerung geblieben, wie er offen zugab.

Es handelte sich um das letzte Spiel der Saison 2023/2024: Während St. Pauli bereits als Aufsteiger feststand, kämpfte Wehen Wiesbaden noch um den Klassenerhalt in Liga zwei.

Am Ende unterlag Wiesbaden mit 1:2, was für St. Pauli den Gewinn der Meisterschaft bedeutete und für den Dänen sowie seine Hessen den Relegationsplatz besiegelte.

„Das war schon etwas komisch“, gestand Mathisen. „Wir mussten anschließend noch etwa zehn bis fünfzehn Minuten darauf warten, wie das Spiel von Hansa Rostock ausgeht. Währenddessen feierten St.-Pauli-Fans auf unserem Spielfeld – das war für mich ein seltsames Gefühl.“

Obwohl Rostock gegen Paderborn mit 1:2 verlor und Wehen Wiesbaden dadurch zunächst auf Rang 16 blieb, gab es für den Abwehrspieler in dieser Saison kaum Grund zum Jubeln. Nach den Relegationsspielen gegen Jahn Regensburg (1:2 und 2:2) verabschiedete sich Wiesbaden aus der 2. Liga.

Umso größer ist nun die Vorfreude von Mathisen auf sein erstes Heimspiel am Millerntor. Von der besonderen Atmosphäre am Stadion hat er bereits viel gehört.

„Als ich nach Deutschland kam, haben viele gesagt: Das Millerntor ist etwas ganz Besonderes. Darauf freue ich mich sehr!“

Auch in Flachau zeigt sich der 30-Jährige durchweg gut gelaunt und offen. Selbst in der Medienrunde scherzte er mit seinem Teamkollegen Lars Ritzka (28), der ihn mit lustigen Grimassen zum Lachen bringen wollte.

„Es fiel mir sehr leicht, hier Fuß zu fassen. Es macht wirklich Spaß. Die Jungs sind klasse“, schwärmte er vom Team.

Den besten Kontakt hat er bisher zu Martijn Kaars, den er noch aus gemeinsamen Tagen beim 1. FC Magdeburg kennt.

Übrigens bemerkte der Abwehrspieler augenzwinkernd eines der ersten Dinge in seiner neuen Heimat: „Hamburg ist größer als Magdeburg“, lachte er. Das habe – ähnlich wie bei Neuzugang Branimir Hrgota – die Wohnungssuche etwas erschwert. Am besten gefallen ihm bislang die Stadtteile Winterhude und die Hafencity.

Allerdings hatte er bisher noch wenig Zeit, die Stadt zu erkunden. Das dürfte sich aber ändern, sobald er mit seiner Frau und seinem Sohn richtig in der Hansestadt angekommen ist.