Aue im freien Fall – doch Trainer Shubi sieht „ein sehr gelungenes Spiel“
Aue – Mit der dritten Niederlage in Folge und dem Ausfall ihres besten Torschützen Tim Maciejewski, der im kommenden Spiel gegen den FSV Zwickau gesperrt fehlen wird, erlebte der FC Erzgebirge Aue einen enttäuschenden Nachmittag beim 0:1 (0:0) gegen den Halleschen FC.
„Kopf hoch und viel Erfolg für die kommenden Aufgaben“, tröstete HFC-Trainer Robert Schröder nach dem Spiel seinen Gegenüber Khvicha Shubitidze (52).
Offensiv zeigte Aue eine schwache Leistung, doch ein Unentschieden wäre durchaus möglich gewesen. Fabrice Hartmann (90.+1) sorgte kurz vor Schluss für die Entscheidung, nachdem die Auer Abwehr am langen Pfosten erneut nicht aufmerksam war.
„Ehrlich gesagt habe ich von beiden Teams ein sehr gutes Spiel gesehen. Das Niveau war ausgeglichen, weshalb sich beide Mannschaften einen Punkt verdient hätten“, zog Shubitidze im Interview nach dem Spiel Bilanz.
Im Mittelfeld neutralisierten sich die Mannschaften überwiegend, da die Zuspiele in die gefährliche Zone oft nicht ankamen.
Obwohl der Gegner nicht so tief stand wie beispielsweise Chemie Leipzig, fand Aue kaum Mittel, um Chancen zu kreieren. Die Flanken in der ersten Halbzeit waren schwach. Ein Sinnbild dafür war Christoph Pauling, der nach einer missglückten Hereingabe demonstrativ auf den Rasen trat – als wolle er seinen Fehler verdeutlichen.
Den Unparteiischen machte Shubitidze nicht verantwortlich für die Niederlage, auch wenn sein Team einige „sehr unglückliche Entscheidungen“ bemängelte. Er fügte an:
„Es wurden viele Gelbe Karten verteilt, bei denen ich nicht nachvollziehen kann, warum.“ Besonders entscheidend war die Aktion von Tim Maciejewski (61.), der spät gegen Max Kulke eingriff und diesen foulte. Schiedsrichter Henry Müller ließ zunächst den Vorteil laufen, sprach dann aber die Gelb-Rote Karte aus.
„Trotz allem bin ich stolz auf meine Mannschaft, die bis zur letzten Minute alles gegeben hat. Halle geht als glücklicher Sieger vom Platz“, resümierte Shubitidze.
Beim FCE läuft derzeit vieles schief – und nun geht es zum FSV Zwickau ganz ohne Maciejewski.
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