Tour de France: Fünf Etappensiege und fünfter Gesamtsieg für Pogacar
Von Stefan Tabeling und Felix Schröder
Paris – Radstar Tadej Pogacar (27) triumphiert zum fünften Mal bei der Tour de France.
Zunächst zog der Slowene Arm in Arm mit seinen Teamkollegen bei seiner Ehrenrunde durch die Straßen und grüßte stolz die Fans, bevor er erneut in den Angriffsmodus wechselte.
Den prestigeträchtigen Sieg auf den Champs-Élysées in Paris sicherte sich jedoch nicht er, sondern sein Konkurrent im Klassiker Mathieu van der Poel, der in einem spektakulären Kletterduell in Montmartre jubeln konnte.
Für Pogacar stellt dies lediglich einen kleinen Schönheitsfehler vor seiner großen Krönung im Schatten des Arc de Triomphe dar.
Mit seinem fünften Gesamtsieg bei der Frankreich-Rundfahrt schrieb Pogacar Radsportgeschichte.
Er reiht sich damit in den erlesenen Kreis der Fahrer mit fünf Tour-Triumphen ein, zu dem neben ihm die belgische Legende Eddy Merckx, die Franzosen Jacques Anquetil und Bernard Hinault sowie der Spanier Miguel Indurain gehören.
Alle sieben Siege des Amerikaners Lance Armstrong wurden nachträglich wegen Dopings gestrichen.
Das angesehene Tour-Magazin „L'Équipe“ nannte Pogacar bewundernd den „Menschenfresser“, der die Tour über die 3245 Kilometer von Barcelona nach Paris erneut dominierte.
Mit fünf Etappensiegen, einem Gesamtvorsprung von mehr als sechs Minuten auf den zweitplatzierten Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel sowie beeindruckenden Kletterleistungen in den Alpen und Pyrenäen zeigte Pogacar erneut seine Überlegenheit.
Evenepoel gestand ein, dass es nahezu unmöglich gewesen sei, mit Pogacar mitzuhalten – eine „Mission impossible“.