zurück

Torwart-Kandidat steht vor Wechsel zu anderem Verein – Braucht Hertha überhaupt einen neuen Schlussmann?

Berlin – Eine überzeugende Vorstellung lieferte Hertha BSC zum Saisonstart ab. Mit einem 1:0-Erfolg beim VfL Bochum sicherten sich die Berliner einen gelungenen Auftakt. Neben dem Torschützen Sebastian Grönning (29) und Soufian Gouram (20) gehörte auch Torwart Marius Gersbeck (31) zu den entscheidenden Spielern.

Bevor Stefan Leitl ihn offiziell zur Nummer eins ernannte, zeigte der langjährige Vertreter von Tjark Ernst (23) bereits Leistungen auf dem Niveau eines Stammtorwarts.

Er bewahrte stets Ruhe, war zur Stelle, wenn es nötig war, und fing zahlreiche Flanken ab. Besonders in der zweiten Halbzeit kämpfte sich Hertha in jeden Zweikampf, wobei Gersbeck einen großen Anteil daran hatte, dass am Ende die Null stand.

Bereits beim anspruchsvollen Duell gegen Köln beeindruckte der 31-Jährige – ebenso wie sein Ersatzmann Tim Goller (21). Dennoch ist Hertha nach dem Abschied von Ernst auf der Suche nach einem neuen Torhüter.

Nach der starken Vorstellung stellt sich jedoch die Frage, ob die Berliner ihren neuen Stammtorwart nicht vielleicht bereits in den eigenen Reihen gefunden haben. Der zuletzt im Gespräch befindliche Nikolas Polster (24) vom Wolfsberger AC wird es jedenfalls nicht sein.

Nach Informationen von Sky steht der 24-Jährige kurz vor einem Wechsel in die Niederlande zum NEC Nijmegen. Damit erleidet Hertha einen weiteren Rückschlag bei der Torwart-Suche. Auch Wunschspieler Florian Kastenmeier (29) zieht es ins Ausland.

Die höchste Priorität scheint die Torhüterposition jedoch nicht zu besitzen: „Die Profile sind klar umrissen, wir haben vor allem auf den Außenverteidiger-Positionen Bedarf“, erklärte Stefan Leitl (48). „Im Angriff benötigen wir noch einen Spieler, der mehr Druck erzeugt.“ Diese beiden Positionen haben für den Trainer momentan Vorrang.

Für das Tor ist Hertha derzeit – zumindest ohne Neuzugang – offenbar gut gerüstet.