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Leistner zu seinem Abschied bei Hertha: „Es traf mich wie ein Schlag mit der Keule“

Berlin – Während Toni Leistner (36) seine aktive Karriere beendet hat, hängt er die Fußballschuhe noch nicht an den Nagel. Der ehemalige Hertha-Profi setzt seine Laufbahn beim Brandenburger Sechstligisten Viktoria Potsdam fort – gemeinsam mit Diego Demme (34).

Sein Start hätte kaum besser verlaufen können: Der robuste Verteidiger erzielte gleich beim Debüt ein Tor. Parallel dazu nutzt Leistner das „Player’s Pathway Programm“ von DFB und DFL, um sich auf den Übergang ins Leben nach dem Profifußball vorzubereiten.

Ursprünglich war die Planung jedoch eine andere: Der Abwehrspieler wollte eigentlich noch eine weitere Saison für Hertha BSC spielen. Anfangs sah es so aus, als würde er in der Hauptstadt bleiben, doch im Mai folgte dann die überraschende Trennung.

„Im Februar und März schien die Vertragsverlängerung so gut wie sicher. Wir warteten nur noch auf die offizielle Lizenz“, erzählt Leistner im Interview mit der „Bild“.

Als Hertha am Saisonende jedoch ihre letzten Aufstiegsträume begrub, wurde er ins Büro gerufen. „Dort wurde mir mitgeteilt, dass mein Vertrag doch nicht verlängert wird. Das hat mich wie ein Schlag mit der Keule getroffen. Ich bin sofort aus dem Raum gegangen.“

Eine harte Entscheidung, zumal Leistner Vize-Kapitän und eine Führungspersönlichkeit war, doch die Alte Dame entschied sich für einen anderen Weg.

Die teuren Stars sind nicht mehr dabei. Stattdessen setzt der Hauptstadtclub mit einem schlankeren Kader und vielen jungen Talenten aus Berlin auf einen Neuanfang – mit Erfolg: Mit sechs Siegen in Folge stehen sie derzeit an der Tabellenspitze.

„Rückblickend muss man sagen, dass Hertha mit dem gelungenen Start wohl alles richtig gemacht hat“, meint Leistner.

Er ist überzeugt, dass die Berliner ihre Erfolgsserie bis zum Saisonende fortsetzen werden. Sein Tipp lautet: „Ich sehe Hertha gleichauf mit Nürnberg. Beide Teams haben eine gute Spielphilosophie und steigen direkt auf. Wolfsburg wird in die Relegation müssen.“