Liebscher-Lucz stellt sich der Herausforderung: Kanu-Olympiasieger startet beim Dresden-Marathon
Dresden – Am Sonntag um 10:30 Uhr fällt auf der Ostra-Allee erneut der Startschuss für den Dresden-Marathon. Rund 15.000 Läufer werden erwartet. Bei der 26. Ausgabe möchte ein Olympiasieger andere motivieren – so wie einst 2012 ein herausragender Sportler aus Dresden ihn selbst inspiriert hat.
Vor 14 Jahren sicherte sich das Ruder-Talent Tim Grohmann (37) in London mit dem Doppelvierer die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Wenige Wochen später stellte er sich der Herausforderung des Dresdner Marathons über 42,195 Kilometer. Nach 3:58:42 Stunden erreichte er erschöpft das Ziel. „Das war für mich damals ein großer Ansporn“, erzählt Tom Liebscher-Lucz (33) heute. „Ich wollte das auch immer einmal ausprobieren – und jetzt ist es soweit. Vielleicht kann ich diesmal jemanden anders begeistern.“
In der Zwischenzeit paddelte der Dresdner mit dem Kanu-Vierer dreimal hintereinander zu Olympiagold. Vor wenigen Wochen krönte sich der 33-Jährige erneut zum Weltmeister. Für diesen Erfolg sind vor allem Kraft in Oberkörper und Beinen sowie viel Muskelmasse erforderlich. Mit etwa 96 Kilogramm bringt Liebscher-Lucz ein ordentliches Gewicht auf die Waage. „Mit den passenden Schuhen klappt das“, ist er überzeugt.
„Beim Dresden-Marathon habe ich bereits einen Halbmarathon absolviert.“ Eine Runde ist dem Kanu-Profi also vertraut. Doch das restliche Stück reizt ihn besonders: „Mein Ziel ist es, die Strecke in etwa 3:45 Stunden zu bewältigen“, so Liebscher-Lucz.
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„Für jede Minute, die ich schneller oder langsamer als vier Stunden laufe, spende ich zehn Euro.“
An der Spitze des etwa 3.000 Läufer starken Marathonfeldes sind andere Favoriten am Start. Manager Alexander Hempel setzt auf einen alten Bekannten: Dickson Kurui (36) gewann 2017 den Dresden-Marathon in 2:25:14 Stunden. Im Folgejahr belegte der Kenianer mit 2:16:54 den zweiten Platz.
In diesem Jahr absolvierte er den Skopje-Marathon in 2:23:01. Sein Landsmann Patrick Ereng (39) war noch schneller unterwegs – 2:20:09. Den Streckenrekord von 2:10:00 aus dem Jahr 2019, aufgestellt von Ezekiel Koech, werden beide vermutlich nicht erreichen.