Knobloch, Eislöwen-Rückkehrer, mit besonderer Motivation in seiner "zweiten Heimat"
Dresden – Bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad kamen die Eislöwen in der Joynext Arena, die Sportdirektor Jens Baxmann (41) als „größte Klimaanlage der Stadt“ beschreibt, ordentlich ins Schwitzen. Seit Montag bereitet sich das Team auf die DEL2-Saison vor – mit einigen neuen Spielern, aber auch bekannten Gesichtern im Kader.
Ein Spieler, der in gewisser Weise beiden Gruppen zuzuordnen ist, ist Rückkehrer Tom Knobloch (27). Nach zwei Jahren in der Lausitz schnürt er nun wieder die Schlittschuhe für Dresden und möchte für die Eislöwen Tore erzielen.
Seit etwa einem Monat lebt der 27-Jährige mit seiner Familie wieder in seiner „zweiten Heimat“ Dresden, wie er die Stadt selbst nennt. Doch nicht nur in der Stadt fühlt er sich wohl: „Meine Frau bestand darauf, in unsere alte Wohnung zurückzukehren. Und genau diese haben wir auch bekommen.“ Somit stimmt das Umfeld für ein gelungenes Comeback des Stürmers bereits.
Auch sportlich will der Linksschütze voll überzeugen. „Der Konkurrenzkampf ist groß, aber genau das braucht es. Man muss sich dieser Herausforderung stellen, jeden Tag etwas mehr leisten, auch an den kleinen Details arbeiten und zehn Prozent mehr geben als die anderen“, nimmt sich Knobloch fest vor.
Woher seine zusätzliche Motivation kommt, hat er ebenfalls erklärt: „Mein Spielerberater hat gesagt: Seitdem du Vater bist, hast du dich verbessert. Man hat die neue Energie gespürt, irgendetwas ist anders. Wenn das auch hier in Dresden so funktioniert, wäre das großartig.“
Seit der Geburt seines Sohnes im vergangenen September hat sich seine Leistungskurve stetig nach oben entwickelt. Die 23 Scorerpunkte der letzten Saison waren für den gebürtigen Hennigsdorfer zuvor unerreicht.
Alles deutet also darauf hin, dass seine zweite Zeit in Dresden erfolgreich wird.
Am Mittwoch war der Kader von Trainer Bohuslav Subr (46) allerdings noch nicht vollständig: Der frisch gebackene Vater Adam Helewka (31) erhielt ein paar zusätzliche Urlaubstage, und Drew LeBlanc (37) kam erst am Donnerstag in der sächsischen Landeshauptstadt an, nachdem sein Flug annulliert wurde.