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Maciejewski trifft doppelt gegen seinen ehemaligen Verein: Aue bleibt RWE und CFC auf den Fersen

Erzgebirge Aue konnte am Samstagnachmittag nach den Siegen der Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt und Chemnitzer FC am Freitagabend ebenfalls nachlegen und gewann sein Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde mit 2:1 (1:1). Den Sieg verdankt man vor allem Tim Maciejewski, der doppelt traf, sowie dem Jubiläumsspieler Martin Männel.

Die Veilchen hatten sich eine effektive Taktik zurechtgelegt und setzten Luckenwalde bereits beim Spielaufbau unter Druck. Dadurch fanden die Brandenburger kaum Luft zum Atmen und wurden in die Defensive gedrängt.

Jede Entlastung wurde umgehend von Aue abgefangen, die das Spiel klar dominierten und früh durch Tim Maciejewski (6.) in Führung gingen. Wenig später hätte Stylianos Kokovas (9.) per Kopf nach einer Ecke von Nils Lihsek das 2:0 erzielen können, doch Luckenwalde klärte auf der Linie.

Wäre Aue bei den Angriffen im Strafraum entschlossener gewesen, hätte es nach etwa 15 Minuten bereits 3:0 stehen können, so einseitig verlief die Begegnung.

Trainer Khvicha Shubitidze wird seinen Spielern diese Nachlässigkeit im Anschluss sicherlich vorhalten, denn nicht jeder Gegner erlaubt derart viele Chancen, wie es die Luckenwalder taten.

Durch das Nachlassen halfen sie dem gefährdeten Tabellenzweiten zudem zurück ins Spiel, anstatt ihn frühzeitig zu bezwingen. So kam es, dass Männel zwar den ersten Schuss von Felix Pilger parieren konnte, beim Nachschuss von Julian Mätzke (28.) jedoch machtlos war.

Dieser unerwartete Treffer wirkte sich wie Gift auf das Spiel von Aue aus. Die Gäste verteidigten nun deutlich besser und ließen kaum Räume zu. Allerdings agierte Aue zunehmend unkonzentriert, sodass die Halbzeitpause genau zum richtigen Zeitpunkt kam.

Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich die Mannschaft von Shubitidze wieder entschlossener und ging durch Maciejewski (48.) früh erneut in Führung.

Der erhoffte Befreiungsschlag blieb dennoch aus, obwohl das Spielgeschehen an die Anfangsphase erinnerte. Chancen von Linus Queißer (50.) und Marcel Bär (53./56.) hätten unbedingt genutzt werden müssen, um das Torverhältnis zu verbessern und die Nerven zu beruhigen. Der Sieg war jedoch in jedem Fall verdient.

Am Ende hätten alle überrascht geschaut, wenn Martin Männel in der Nachspielzeit nicht mit einer starken Parade den Sieg gesichert hätte und damit Kopf und Kragen riskierte.

Ein Doppelpack von Maciejewski gegen seinen Ex-Klub und ein herausragender Männel, der in seinem 600. Pflichtspiel für die Veilchen erneut seine Klasse zeigte – solche Geschichten schreibt nur der Fußball.