zurück

Wohin steuert Dynamo? Thomas Stamm erläutert seine Zielsetzung für die Saison

Dresden – „Es freut mich zu sehen, wie Thomas Stamm mit Dresden seinen Weg gefunden hat. Die Mannschaft wirkt eingespielt und zeigt Stabilität“, lobte Union-Trainer Mauro Lustrinelli (50) seinen schweizerischen Kollegen (43) nach dem Testspiel im Rudolf-Harbig-Stadion. Doch welche Erwartungen hat Stamm selbst für diese Spielzeit mit Dynamo?

„Die Transfers waren erstklassig, das hat man in beiden Partien deutlich erkannt – die Qualität ist vorhanden. Zudem bringen sie gute körperliche Voraussetzungen mit. Am besten wäre es, wenn alle ostdeutschen Teams in der 2. Liga bleiben könnten. Und ich hätte auch nichts dagegen, wenn einige von ihnen den Sprung eine Liga höher schaffen. Meiner Meinung nach besitzt Dresden das Potenzial, den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen“, ergänzte Cottbus-Coach Claus-Dieter Wollitz (61) und ging damit noch einen Schritt weiter.

Dies ist Dynamos zweite Spielzeit in Folge in der 2. Bundesliga und insgesamt die 13. Wird die Herausforderung nun größer?

„Es gibt Beispiele in beide Richtungen. Die zweite Saison von Elversberg in der 2. Liga zum Beispiel – einfach mal auf dem Handy nachschauen“, antwortete Stamm bei „Schwarz Gelb – Der Dynamo-Podcast“, bevor er von lautstarkem Applaus unterbrochen wurde.

Im zweiten Jahr schaffte SVE sogar den Einzug in die Aufstiegs-Relegation. Dennoch nahm Dynamos Trainer den Wind aus den Segeln: „Sie sind nicht aufgestiegen. Das ist eben auch die zweite Saison nach dem Aufstieg – es kann in beide Richtungen gehen. Ich halte es für falsch, sich zu sehr damit zu beschäftigen. Das bringt weder mich noch die Mannschaft weiter. Alles ist möglich.“

Die SGD muss sich jedenfalls nicht verstecken – und das kann sie auch nicht. Schließlich hat ein großer Teil der Mannschaft eine herausragende Rückrunde absolviert.

„Unsere Aufgabe als Trainerteam und Mannschaftsrat ist es, Stabilität und Intensität sicherzustellen. Ein oder zwei zusätzliche Siege können einen enormen Unterschied machen. Das sollte jedem bewusst sein. Deshalb halte ich es für äußerst wichtig, den Fokus auf den Einfluss zu legen, den ich auf den kommenden Tag habe. Am Ende zählt nur das, was morgen passiert“, erklärte der Schweizer.

Und was ist sein persönliches Ziel? Stamm betont: „Grundsätzlich möchte ich besser sein als in der letzten Saison. Das wird kein Teamziel sein, das die Mannschaft definiert – das übernehmen andere. Dennoch muss man ehrgeizig bleiben. Je schneller wir die 42 Punkte erreichen, desto besser.“