Dresdens Trainer prägte die DFB-Talente: So stark ist Dynamo im Klopp-Kader vertreten
Dresden – Mika Baur (22) als Nationalspieler? Genau, das ist tatsächlich so. Unglaublich! Der ehemalige Dynamo-Spieler wurde von Jürgen Klopp (59) ins neue DFB-Aufgebot berufen. Seine Entwicklung erfolgte in Dresden und beim SC Freiburg an der Seite von SGD-Coach Thomas Stamm (43). Doch er ist nicht der Einzige: Insgesamt sieben Profis haben unter ihm trainiert!
Neben Baur zählen dazu Nico Schlotterbeck (26), Noah Atubolu (24), Kevin Schade (24), Yannick Engelhardt (25), Philipp Treu (25) und Max Rosenfelder (23).
Ist Stamm stolz auf diese Bilanz? Sieht er darin eine Anerkennung seiner Arbeit? "Das müssen wohl eher die Spieler beurteilen, ob ich ein Teil ihrer Entwicklung war", antwortet er schmunzelnd. Doch man erkennt ihm deutlich an, wie sehr ihn diese Tatsache freut.
"Ich habe alle genau betrachtet und bin der Meinung, dass der größte Einfluss auf so eine Berufung oder Entwicklung immer vom Spieler selbst ausgeht", erklärt der Dynamo-Trainer.
Außerdem ergänzt er: "Sehr ehrgeizig, immer fleißig, der Erste im Fitnessraum und der Letzte, der den Platz verlässt. Hungrig, jede Trainingseinheit voll auszunutzen, ohne Ausreden zu suchen. Den Verdienst haben ganz klar die Spieler", möchte Stamm die Lorbeeren nicht für sich beanspruchen, obwohl gerade bei Baur, Treu und Schade seine Förderrolle hervorgehoben wird.
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"Ich würde nicht sagen, dass ich deswegen stolz bin, auch wenn ich weiß, dass ich ein Stück weit begleiten durfte. Vielleicht habe ich sogar mehr von ihnen profitiert – durch ihre Persönlichkeit und Einstellung", betont Stamm.
Der Schweizer zeigt sich nicht überrascht von keinem der sieben Talente: "Alle haben sich dank ihres vorbildlichen Charakters großartig entwickelt. Sie verfügen über die richtige Mentalität. Ich hoffe, sie nutzen ihre Chance und freue mich sehr für jeden einzelnen."
Die größte Überraschung stellt wohl Baur dar. In seinem halben Jahr bei Dynamo schaffte er den Aufstieg, reifte weiter, war jedoch nicht unumstritten in der Stammelf.
Er hat enorme Fortschritte gemacht – erst bei Paderborn, jetzt bei Celtic Glasgow – obwohl er selbst kaum damit gerechnet hatte.
Zu seiner Nominierung sagte Klopp: "Er hat mir gesteckt, dass er bei der U21 noch nicht mal Stammspieler war. Daraufhin meinte ich, er habe Glück, denn ich bin kein Verbandstrainer. Und ich glaube nicht, dass man zwangsläufig jede Auswahlstufe durchlaufen muss."
Klopp fügt hinzu: "Ich mag den Spieler sehr, er ist kreativ, hat exzellente Passfähigkeiten und eine herausragende Einstellung. Er ist einen mutigen Schritt in eine anspruchsvolle Liga gegangen – allein wegen des Wetters. Solche Entscheidungen schätze ich sehr."