„Deutliche Widersprüche“: Pokalgegner von Lok Leipzig nach Derby mit Vorwürfen wegen Rassismus konfrontiert
Leipzig – Leider sind rassistische Beleidigungen im Fußball nach wie vor ein trauriges Thema. Jetzt wurde ein weiterer mutmaßlicher Vorfall in Leipzig bekannt.
Dem Bericht zufolge soll ein Akteur des SV Liebertwolkwitz im Auftaktspiel der Saison am 14. August gegen den SV Lipsia Eutritzsch einen Gegenspieler rassistisch beleidigt haben. Der betroffene Sportler hat die Vorwürfe von Anfang an „entschieden zurückgewiesen“.
Der SV Liebertwolkwitz brachte die Anschuldigungen selbst an die Öffentlichkeit – und zwar nachdem das Verfahren beim Sächsischen Fußballverband (SFV) mit einem Freispruch abgeschlossen wurde.
Im Laufe des Verfahrens seien zudem „erhebliche Unstimmigkeiten in den Aussagen der beteiligten Spieler und Zeugen“ zum Vorschein gekommen, so der Siebtligist, der auch den Ausgang des Spiels als möglichen Auslöser der Vorwürfe vermutet.
Liebertwolkwitz hatte die Partie mit 2:1 durch Tore von Clemens Bräuer und Benjamin Bernstein für sich entschieden. Zwischenzeitlich war der Ausgleich durch Maximilian Stöckmann erzielt worden.
„Als Verein positionieren wir uns klar und ohne Abstriche gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung“, betont der zukünftige Sachsenpokal-Gegner des 1. FC Lok Leipzig in seiner Stellungnahme. „Gerade deshalb fordern wir einen verantwortungsvollen Umgang mit solchen Anschuldigungen, denn sie können für die beschuldigte Person weitreichende persönliche, sportliche und gesellschaftliche Konsequenzen haben.“ Ohne eine belastbare Grundlage könne dem Betroffenen nur Schaden zugefügt werden, weshalb Rassismus ein „zu ernstes Thema“ sei, um derartige Vorwürfe unbegründet in den Raum zu stellen.
Weder der Sächsische Fußballverband noch die beiden Vereine haben sich auf Anfrage von TAG24 bislang öffentlich zu dem Vorfall geäußert.