Super-Joker Deniz Undav führt Deutschland bei der WM mit zwei Treffern zum Sieg und ins Achtelfinale
Toronto (Kanada) – Was für ein phänomenaler Auftritt! Deniz Undav vom VfB Stuttgart erzielte als Einwechselspieler zwei entscheidende Tore und brachte die deutsche Nationalmannschaft damit ins Sechzehntelfinale der WM 2026. Dank seiner beiden Treffer setzte sich die DFB-Auswahl in Toronto mit 2:1 (0:1) gegen die Elfenbeinküste durch.
Zu Beginn brachte der Ivorer Franck Kessié sein Team in der 30. Minute mit 1:0 in Führung. Die erste Halbzeit verlief für Deutschland bitter, auch weil zwei Treffer der DFB-Elf, die zurecht aberkannt wurden, nicht zählten. Zudem musste Nico Schlotterbeck zur Pause verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn rückte Antonio Rüdiger in die Innenverteidigung.
In Durchgang zwei tat sich das deutsche Team zunächst schwer. Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte und brachte mit Deniz Undav, Nadiem Amiri und Jamie Leweling drei frische Kräfte ins Spiel. Die drei Einwechselspieler sorgten für neuen Schwung, und Undav bewies erneut seine unglaubliche Torjägerqualitäten, indem er die Partie mit zwei Treffern drehte.
Trotz des Erfolgs bleibt bei der DFB-Elf noch Luft nach oben, doch dieser späte Sieg stärkt den Teamgeist und das Selbstvertrauen enorm. Sollte Ecuador gegen Curaçao nicht gewinnen, wäre Deutschland sogar schon als Gruppensieger gesetzt.
Endstand:
Deutschland – Elfenbeinküste 2:1
0:1 Franck Kessié (30.), 1:1 Deniz Undav (68.), 2:1 Deniz Undav (90.+4)
Unser Liveticker hat Euch live durch die Partie begleitet und steht hier zum Nachlesen bereit.
Kein Wunder, dass Deniz Undav zum „Man of the Match“ gekürt wurde. Er erhielt den Pokal von Deutschland-Eishockeystar Leon Draisaitl, der ebenfalls im Stadion anwesend war.
Deniz Undav sagte nach dem Spiel: „Das Wichtigste war der Sieg. Nach dem Gegentor haben wir eine Schippe draufgelegt und vor allem in der zweiten Halbzeit viel Druck entwickelt. Es war klar, dass irgendwann der Ausgleich fallen würde. Für mich war es klar, dass ich, wenn ich eingewechselt werde, den Ball bekommen werde und diesen direkt nutzen muss. Dass es mit meiner ersten Aktion geklappt hat, hat das Momentum gedreht. Danach haben wir konstant Druck gemacht. Die Elfenbeinküste ist stark in Umschaltsituationen, da mussten wir einige Male hart zupacken, hatten manchmal Glück, dass sie den Ball nicht richtig trafen, und am Ende passte das 2:1 perfekt.“
Über Nadiem Amiri, mit dem er vor dem Spiel seinen Treffer besprochen hatte, sagte Undav: „Ich habe ihm bereits vor dem Spiel gesagt, dass wir ihn heute brauchen. Er hat es sofort gezeigt mit der Flanke, die zum 1:1 geführt hat. Momentan läuft vieles bei uns, ich genieße den Flow und die Unterstützung der Mannschaft und des Trainerteams sehr.“
Zur eigenen Rolle als Joker meinte Undav: „Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel. Wenn das so gut funktioniert, ist das super. Der Bundestrainer trifft die Entscheidungen, und es ist wichtig, dass jeder Spieler, der eingewechselt wird, Akzente setzen und das Spiel verändern kann. Das haben wir heute bewiesen – ich, Nadiem, Toni und Jamie, die alle eine starke Leistung gebracht haben. Wir brauchen jeden Einzelnen.“
Zur Bedeutung des Sieges sagte Undav: „Das gibt uns definitiv mehr Selbstbewusstsein für die kommenden Spiele. Solche Partien zu gewinnen ist sehr wichtig für das Gefühl im Team, und ich hoffe, dass wir dieses gute Gefühl mitnehmen können.“
Auf die Frage nach einer kulinarischen Belohnung antwortete der Döner-Fan humorvoll: „Leider nicht, ich weiß noch nicht, was es zu essen gibt. Wahrscheinlich Nudeln, da muss ich jetzt durch.“
Julian Nagelsmann äußerte sich nach dem Spiel zufrieden: „Wir sind gut mit den Rückschlägen umgegangen. Die ersten fünf Minuten haben wir gebraucht, um ins Spiel zu finden, danach waren wir eigentlich gut drin. Nur im Strafraum hat der letzte Punch gefehlt. Dann kassieren wir das Gegentor nach einer relativ einfachen Aktion, obwohl wir die Mitte eigentlich gut zugemacht hatten. In der zweiten Halbzeit wurden wir immer besser. Ich bin sehr stolz auf die eingewechselten Spieler – nicht nur Deniz, der super gespielt hat, sondern auch Nadiem mit der Flanke und Jamie, der in einer entscheidenden Situation verteidigt hat. Alle haben ihre Aufgaben hervorragend erfüllt.“
Zum Einsatz von Leroy Sané meinte Nagelsmann: „Er hat viel probiert und war auch defensiv in der ersten Halbzeit sehr engagiert, gewann viele Laufduelle. Wir haben uns entschieden, Jamie für mehr Frische zu bringen, weil das Spiel offener wurde und beide Teams gewinnen wollten.“
Zur Jokerrolle von Deniz Undav sagte der Bundestrainer: „Das ist für ihn natürlich perfekt, gerade bei einer WM mehr Spielentscheider zu sein, geht kaum.“
Mit drei Toren und zwei Assists übertrifft Undav sogar Lionel Messi und ist derzeit der Top-Scorer der WM 2026.
Jonathan Tah kommentierte das Spiel: „Siegermentalität und Teamgeist sind genau das, was man in einem Turnier braucht. Wir haben nicht aufgegeben und wussten, dass wir den Gegner irgendwann ermüden würden. Deniz muss man heute besonders hervorheben, wie er reingekommen ist – einfach überragend. Er lässt sich nicht ablenken, sondern fokussiert sich voll auf die Aufgabe. In der Halbzeit pusht er die Mannschaft. Ich würde nicht sagen, dass wir große Probleme hatten. Man darf die Elfenbeinküste nicht unterschätzen, das sind Spieler auf internationalem Top-Niveau.“
0 Uhr: Das Spiel ist beendet. Dank Deniz Undavs Toren zieht Deutschland ins Sechzehntelfinale der WM ein.
90.+4: UNGLAUBLICH! Deniz Undav erzielt das 2:1 und krönt damit seinen starken Joker-Einsatz nach dem Ausgleich. Felix Nmecha spielt den Ball durch die Mitte, Undav nimmt ihn an, dreht sich und trifft sicher.
90.+1: Amiri hat jetzt die große Chance, wird von Undav angespielt, doch der Schuss fehlt der nötige Druck. Die DFB-Elf hat noch fünf Minuten, um den Siegtreffer zu erzielen.
89. Minute: Fast das 2:1 für die Elfenbeinküste! Nathaniel Brown schießt scharf flach, doch Fofana lenkt den Ball knapp am Tor vorbei – Glück für Deutschland.
88. Minute: Tief durchatmen! Nach einem Fehler von Tah läuft Doué mit viel Tempo aufs deutsche Tor zu, spielt quer auf die linke Seite, doch Goretzka kann den Schuss auf Neuer blocken.
86. Minute: Undav versucht es aus der Distanz, doch Fofana fängt den Ball sicher ab.
85. Minute: Wechsel bei beiden Teams. Diomande verlässt den Platz, bei Deutschland kommt Leon Goretzka für Kai Havertz.
82. Minute: Die Elfenbeinküste sucht nach Ballgewinnen immer wieder Diomande, doch die DFB-Abwehr um Florian Wirtz stoppt ihn teilweise auch mit Fouls. Für Singo endet das Spiel.
80. Minute: Julian Nagelsmann ist sichtlich angespannt und steht auf dem Spielfeld. Singo provoziert eine Unterbrechung, indem er den Ball ins Aus spielt und sich dann verletzt fallen lässt. Die Ivorer sind kurzzeitig in Unterzahl.
75. Minute: Das Spiel läuft weiter. Kann die DFB-Elf den Sieg klar machen?
72. Minute: Wieder Trinkpause. Hoffentlich unterbricht das nicht den deutschen Spielfluss.
68. Minute: Was für ein Spieler! Deutschland erzielt den Ausgleich, erneut trifft Deniz Undav. Nach einem Zusammenspiel mit Amiri schießt Undav volley ins Tor.
67. Minute: Eine Ecke von Kimmich landet direkt bei Torwart Fofana, der sich anschließend vor Schmerzen krümmt, aber schnell wieder aufsteht.
66. Minute: Acht Ecken für Deutschland, doch bislang ohne Ertrag.
65. Minute: Leweling zeigt bislang die stärksten Impulse der drei Einwechselspieler, tunnelt seinen Gegner, wird aber von Fofana gestoppt.
63. Minute: Kimmichs Ecke findet Havertz per Kopf, doch der Ball geht knapp am Pfosten vorbei.
63. Minute: Die drei frisch eingewechselten Spieler bringen frischen Wind, Deutschland bekommt eine Ecke.
60. Minute: Dreifachwechsel bei Deutschland: Sané, Musiala und Pavlovic müssen raus, dafür kommen Leweling, Undav und Amiri.
59. Minute: Pavlovic versucht einen Spielaufbau über außen, Sané verliert im Dribbling den Ball, Wirtz holt eine Ecke heraus, die Kimmich direkt zu Fofana schießt.
57. Minute: Deutschland findet nicht richtig ins Spiel. An der Seitenlinie bereitet Nagelsmann einen Dreifachwechsel vor.
51. Minute: Die Elfenbeinküste hat die nächste Chance, doch der Schuss von Inao Oulai geht knapp über das Tor.
50. Minute: Momentan verliert Deutschland zu schnell den Ball, die Ivorer kombinieren gefährlich, aber Neuer hält.
23.08 Uhr: Die zweite Halbzeit hat begonnen.
23.07 Uhr: Bitter für Deutschland: Nico Schlotterbeck kann nicht weitermachen, Antonio Rüdiger ersetzt ihn.
22.58 Uhr: Das Team muss sich deutlich steigern, denn die Elfenbeinküste ist körperlich und in der Geschwindigkeit überlegen. Zwei nicht anerkannte Tore und Schlotterbecks Verletzung machen die Lage zusätzlich schwierig. Nach dem Rückstand wirkte das Team zunächst geschockt, drückte dann auf den Ausgleich.
22.52 Uhr: Halbzeitpause.
45.+7: Wirtz probiert es im Strafraum, doch sein Schuss ist zu schwach für Fofana.
45.+6: Deutschland versucht es spielerisch, doch die Elfenbeinküste setzt sich immer wieder mit Körpereinsatz durch.
45.+4: Die Schnelligkeit der Ivorer war vor dem Spiel ein Thema, und die DFB-Elf findet aktuell kein Mittel dagegen.
45.+3: Schiedsrichter Benitez sorgt für Unmut bei den Deutschen, die eine mögliche Berührung an Musiala im Strafraum gesehen hätten. Es war jedoch kein Foul.
45.+2: Nmecha versucht es aus der Distanz – der Ball prallt schnell zurück.
45. Minute: Sieben Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte.
44. Minute: Sané versucht in den Strafraum zu dribbeln, wird aber gestoppt.
43. Minute: Nach der Trinkpause und dem Führungstreffer dominieren die Ivorer das Spiel, Deutschland wirkt zunächst geschockt, versucht aber den Ausgleich.
41. Minute: Wirtz’ Schuss geht knapp am linken Pfosten vorbei, Folge-Ecke bleibt ohne Erfolg.
41. Minute: Kimmich tritt einen Freistoß in den Strafraum, Schlotterbeck kann den Ball nicht kontrollieren.
39. Minute: Erneut ein Treffer der Deutschen, doch Musiala foult, sodass der Schiedsrichter erst abpfeift, nachdem Havertz getroffen hat – die richtige Entscheidung.
38. Minute: Nach einem Foul an Pavlovic spielt der Schiedsrichter weiter, Bonny läuft allein auf Neuer zu, doch dieser pariert großartig.
37. Minute: Die Elfenbeinküste tauscht fünf Spieler im Vergleich zum Auftaktsieg, was dem Spiel keinen Abbruch tut.
35. Minute: Die deutsche Mannschaft muss sich nach dem Rückstand erst wieder sortieren, und die Verletzung von Schlotterbeck sowie nicht anerkannte Treffer belasten.
30. Minute: Kessié erzielt das frühe 1:0 für die Ivorer nach einer unglücklichen Abwehrsituation für Deutschland.
29. Minute: Schlotterbecks Einsatz ist fraglich, Rüdiger bereitet sich an der Seitenlinie vor.
28. Minute: Das Spiel wird fortgesetzt, die Nachspielzeit beträgt mindestens drei Minuten.
22.24 Uhr/25. Minute: Trinkpause bei einem intensiven Spiel, bei dem Deutschland mehr Spielanteile gewinnt und bereits eine nicht anerkannte Führung hatte.
24. Minute: Schlotterbeck scheint etwas besser zu gehen und wurde wohl behandelt.
21. Minute: Deutschland hat die erste Ecke, ein Treffer zählt aber nicht, weil Pavlovic den Torwart behindert haben soll.
18. Minute: Jamal Musiala kommt mit einer Einzelaktion zum Abschluss, der Ball geht knapp vorbei.
17. Minute: Nathaniel Brown setzt sich auf der linken Seite durch, doch die Elfenbeinküste kann den Ball abfangen.
16. Minute: Schlotterbeck steht wieder und versucht trotz Schmerzen weiterzuspielen.
14. Minute: Schlotterbeck verletzt sich am linken Sprunggelenk nach einem Zweikampf und wird behandelt.
11. Minute: Schlotterbeck wirkt angeschlagen, Rüdiger und Anton wärmen sich auf.
10. Minute: Die erste große Chance für Deutschland durch Havertz nach einer Flanke von Kimmich, doch Torwart Fofana hält.
8. Minute: Deutschland kontrolliert das Spiel im Mittelfeld, während die Ivorer mit Schnelligkeit kontern wollen.
6. Minute: Die Elfenbeinküste steht defensiv gut, Deutschland sucht noch nach Lösungen.
3. Minute: Erste gefährliche Aktion der Ivorer über einen Konter, doch die DFB-Abwehr klärt im Strafraum.
2. Minute: Die deutschen Fans sind zahlenmäßig überlegen und machen lautstark Stimmung.
1. Minute: Das Spiel beginnt schnell, Deutschland kommt über Wirtz zu einer ersten Annäherung, Havertz verfehlt knapp das Tor.
Jetzt rollt der Ball im zweiten WM-Spiel für Deutschland.
21.55 Uhr: Die Nationalhymne der Elfenbeinküste erklingt.
21.53 Uhr: Zuerst ertönt die deutsche Nationalhymne – und alle singen mit.
21.52 Uhr: Zu Shakiras offiziellem WM-Song „Dai Dai“ betreten Deutschland und die Elfenbeinküste das Spielfeld. Joshua Kimmich führt die DFB-Mannschaft als Kapitän aufs Feld.
Nur noch wenige Minuten bis zum Anpfiff. Nach Spielbeginn wird Manuel Neuer zum Rekordtorhüter der WM gekürt, da er mit seinem 21. Einsatz die meisten WM-Spiele eines Torhüters erreicht hat.
Neuer hat damit den bisherigen Rekord des Franzosen Hugo Lloris eingestellt und übertroffen.
Auch der ehemalige DFB-Manager Oliver Bierhoff (58) ist in Toronto zugegen. Nach seinem vorzeitigen Abschied vom DFB vor vier Jahren ist er seit 2023 als Berater bei den New England Patriots in der NBA tätig.
„Rational habe ich es verarbeitet, emotional noch nicht“, sagte er bei Magenta TV über sein Aus beim DFB, fügte aber hinzu: „Ich blicke dankbar zurück und habe meinen Frieden gefunden.“
Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich bei Magenta TV unter anderem zu...
... Yan Diomande von RB Leipzig: „Wir konzentrieren uns nicht auf einzelne Spieler, aber er ist definitiv sehr gefährlich. Die Jungs kennen ihn aus der Bundesliga. Es gibt aber noch weitere gute Spieler im Team der Elfenbeinküste.“
... seiner ersten WM: „Sehr spannend. Es ist ungewöhnlich, dass man bei der Nationalmannschaft eine Woche Zeit zum Training hat. Das ist selten. Wir konnten uns regenerieren und Dinge anpassen nach dem Spiel gegen Curaçao. Heute sind einige Aufgaben ähnlich, andere etwas anders, sodass wir optimieren mussten.“
... der Atmosphäre: „Die Stimmung in Toronto ist etwas ganz Besonderes, man hört sie schon aus dem Hotel.“
... der Bedeutung eines möglichen Gruppensieges: „Wichtig ist, den nächsten Schritt zu machen. Heute gegen die Elfenbeinküste wollen wir gewinnen. Sie sind ein gefährlicher Gegner. Wir wollen unseren Fußball spielen und dabei ein gutes Gleichgewicht finden.“
... der Aufstellung: „Wir haben entschieden, bei voller Fitness mit der gleichen Elf wie im ersten Spiel zu starten. Es geht um Belohnung, um Rhythmus und die Umsetzung gegenüber einem anderen Gegner.“
... der Entscheidung, Deniz Undav zunächst nicht zu bringen: „Es ist immer schwer, bei so vielen guten Spielern. Deniz ist ein Finisher mit besonderen Fähigkeiten im letzten Drittel, das haben wir schon gegen Curaçao gesehen.“
... Manuel Neuer: „Er hatte im ersten Spiel kaum Arbeit, bringt aber viel Ruhe ins Training und teilt seine Erfahrung mit den jüngeren Spielern.“
... der Begeisterung der Fans und dem Teamzusammenhalt: „Ich habe als Nationaltrainer nie eine Kluft zwischen Fans und Mannschaft erlebt. Gemeinsam sind wir stärker, die Fans geben uns Rückhalt und wir spüren die Unterstützung von zu Hause.“
Bei der Elfenbeinküste gab es im Vergleich zum 1:0-Auftaktsieg gegen Ecuador gleich fünf Änderungen: Doué, Fofana, Touré, Pepé und Wahi wurden ersetzt durch Koussounou, Sangaré, Ina Oulai, Amad und Bonny.
Aufstellung Elfenbeinküste: Y. Fofana – Singo, Koussounou, Agbadou, Konan – Kessié, I. Sangaré – Amad, Inao Oulai, Diomande – Bonny
Der deutsche Kapitän Joshua Kimmich erklärte im Interview: „Ich habe das Gefühl, dass sich jeder auf das Spiel freut. Wir wollen nachlegen. Die Elfenbeinküste ist sehr stark im Umschaltspiel und auf den Außen sehr schnell.“
Die deutsche Startformation bleibt im Vergleich zum Auftakt unverändert. Nagelsmann vertraut der gleichen Elf.
Aufstellung Deutschland: Neuer – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Brown – Nmecha, Pavlovic – Sané, Musiala, Wirtz – Havertz
Die DFB-Elf ist im Toronto Stadium angekommen und inspiziert den Rasen, der sich in gutem Zustand zeigt. Bei angenehmen 23 Grad und Sonnenschein sind die Bedingungen ideal.
Deutschland kann heute wieder auf die Unterstützung der Fans aus dem eigenen Land und der in Kanada lebenden Deutschen zählen, die bereits im Vorfeld mit einem Fanmarsch zum Stadion ihre Mannschaft anfeuerten.
Die Begegnung wird von Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay geleitet, der von Eduardo Cardozo und Miliciades Saldivar unterstützt wird. Vierter Offizieller ist Khalid Saleh Al-Turais aus Saudi-Arabien, die Videoschiedsrichter sind Antonio Garcia (Uruguay) und Guillermo Pacheco (Mexiko).
Eine Stunde und 41 Minuten vor Anpfiff traf das deutsche Team im Stadion ein.
Für Innenverteidiger Jonathan Tah wird die Partie eine besondere Herausforderung, da sein Vater von der Elfenbeinküste stammt. Tah spricht teils fließend Französisch und bezeichnete das Spiel als „ganz besonders“ für ihn.
Er hat im Team die Rolle des Abwehrchefs von Antonio Rüdiger übernommen, der ihm großes Lob aussprach: „Er ist der neue Chef.“ Tah fühlte sich geehrt und betonte, wie sehr ihn die Unterstützung seines Vorgängers motivierte.
Das zweite Gruppenspiel zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste wird live im Free-TV beim ZDF sowie bei Magenta TV übertragen.
Moderator Jochen Breyer begleitet das Spiel im ZDF mit Experten wie Christoph Kramer, Per Mertesacker, Christian Streich und Fritzy Kromp. Kommentiert wird von Oliver Schmidt.
Bei Magenta TV moderiert Laura Wontorra mit den Experten Mats Hummels und Thomas Müller; kommentiert wird von Wolff Fuss und Robert Andrich.
Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste wäre Deutschland sicher im K.-o.-Runde. Da auch die acht besten Gruppendritten weiterkommen, könnten sechs Punkte vorzeitig die Qualifikation sichern.
Sollte Ecuador das Spiel gegen Curaçao nicht gewinnen, wäre Deutschland sogar Gruppenerster, da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt und Deutschland mit dem 7:1-Kantersieg eine ausgezeichnete Bilanz vorweist.
Vor dem Spiel gab es viel Aufregung beim ivorischen Team, insbesondere um Stürmer Elye Wahi von Eintracht Frankfurt, dessen Einreise zunächst von kanadischen Behörden blockiert wurde. Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts auf Sportbetrug und Geldwäsche in Frankreich.
Wahi wurde im Mai in Marseille zeitweise festgenommen, stand aber später wieder auf freiem Fuß. Es besteht der Verdacht, dass er absichtlich eine Gelbe Karte provoziert haben soll, was bei Sportwetten für Aufsehen sorgte.
Bislang liegen dem ivorischen Verband keine belastbaren Informationen vor, und inzwischen wurde Wahi die Einreise nach Kanada gestattet, sodass er heute einsatzbereit ist.
Die Elfenbeinküste hatte zum WM-Auftakt durch ein spätes Tor von Joker Amad Diallo Traoré gegen Ecuador mit 1:0 gewonnen, nachdem viele Aluminiumtreffer gefallen waren.
Die Ivorer sind offensiv stark, defensiv aber anfällig und im Abschluss manchmal zu unkonzentriert. Das wurde am ersten Spieltag deutlich.
Im Toronto Stadium wurde die Kapazität extra für die WM von 28.000 auf 45.000 Zuschauer erhöht. Dafür wurden zusätzliche Stahltribünen errichtet, von denen eine über das Dach hinausragt. Einige Bereiche sind nicht überdacht, und bei starkem Wind vom nahegelegenen Lake Ontario schwankt die Konstruktion merklich.
Das Stadion wurde 2007 für die U20-WM gebaut und ist Heimat des Toronto FC in der MLS. Für die WM 2026 wurden rund 98 Millionen Euro investiert, um es aufzurüsten.
Beim Abflug von Winston-Salem nach Toronto sorgte ein Security-Check am Flugfeld für Aufsehen, bei dem die Spieler unter anderem mit Scannern kontrolliert und zum Sitzen aufgefordert wurden.
Das bisher einzige Duell zwischen der deutschen Nationalmannschaft und der Elfenbeinküste fand am 18. November 2009 statt – wenige Tage nach dem tragischen Tod von Torwart Robert Enke.
Der damalige Test gegen Chile wurde abgesagt, aber das Spiel gegen die Ivorer fand statt und stand im Zeichen des Gedenkens an Enke. Die Elfenbeinküste zeigte beim Aufwärmen Respekt mit Gedenkshirts, und auf der deutschen Bank lag Enkes Trikot. Nach einer Schweigeminute traten beide Mannschaften in Trauerflor an.
Das 2:2-Unentschieden traten an diesem Abend in den Hintergrund. Podolski und Neuer waren an den Toren beteiligt. Seitdem gab es kein Aufeinandertreffen mehr. Ein geplantes Testspiel vor der WM wurde aufgrund der Gruppenauslosung abgesagt.
Alle Spieler sind fit und haben den Auftakt gegen Curaçao gut überstanden. Seit Mittwoch trainiert das Team im WM-Camp in Winston-Salem konzentriert auf die zweite Gruppenpartie.
Der Auftakt mit dem 7:1 gegen Curaçao hat die Vorfreude auf das Turnier enorm gesteigert.
Gleichwohl ist allen bewusst, dass die Partie gegen die stark besetzte Elfenbeinküste deutlich anspruchsvoller wird, vor allem wegen Stars wie Yan Diomande von RB Leipzig.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zur WM-Partie zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste im kanadischen Toronto. Für beide Teams ist es das zweite Gruppenspiel in Gruppe E, und ein Sieg sichert jeweils das Weiterkommen ins Achtelfinale.
Wir versorgen Euch hier mit allen wichtigen Nachrichten und Infos rund um die Partie.