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Sturmprobleme bei Hertha? „Kein Grund, jetzt große Wellen zu schlagen“

Berlin – Wird gegen Arminia Bielefeld endlich der Knoten im Angriff platzen? Trotz eines beeindruckenden Saisonstarts von Hertha BSC und der drittbesten Offensive der Liga wirkt es fast unwahrscheinlich, doch tatsächlich hadern die Berliner mit ihrer Sturmreihe: Seit dem zweiten Spieltag warten sie auf ein Tor eines Angreifers.

„Wir sollten daraus keine große Sache machen, sondern vielmehr hinter die Mannschaft stellen“, erklärte Stefan Leitl (49) während der Pressekonferenz. „Nicht immer müssen ausschließlich die Stürmer treffen. Auch andere Spieler können Tore erzielen. Wir gewinnen gemeinsam, wir verlieren gemeinsam, wir spielen gemeinsam unentschieden – das ist der Punkt.“

Die Debatte um die Offensive gewann nach dem torlosen Remis in Kiel wieder an Schwung. WM-Teilnehmer Gustaf Nilsson (29), der seit seinem Wechsel noch ohne Treffer geblieben ist, wird wegen Oberschenkelbeschwerden auch gegen Bielefeld ausfallen. Erfolgreichster Angreifer bleibt Sebastian Grönning mit zwei Toren. Der Däne erzielte auch das bislang letzte Stürmertor – Anfang August beim 4:1 gegen Heidenheim.

Auch Luca Schuler (27), der wie Grönning in Kiel eine gute Chance vergab, wartet noch auf seinen ersten Treffer. „Ich finde es nicht fair, die ganze Verantwortung nur auf die Stürmer zu schieben, weil wir in Kiel nicht gewonnen haben. Fußball ist immer eine Mannschaftssache“, verteidigt der Cheftrainer seine Offensivspieler.

Das Toreschießen übernehmen aktuell andere Akteure. Kapitän Josip Brekalo (28) führt mit vier Treffern die interne Torjägerliste an. Ihm folgen Oluwaseun Adewumi (21) und Jon Dagur Thorsteinsson (27) mit jeweils drei Toren. Damit die Stürmer bald wieder erfolgreich sind, könnte das Torschusstraining unter Torwarttrainer Andreas Menger (54) den entscheidenden Unterschied ausmachen.

„Das gezielte Spiel auf das Tor ist ein zentraler Bestandteil unseres Trainings. Das galt vor dem Spiel in Kiel und gilt auch diese Woche“, betonte Leitl.

Neben Nilsson muss der Coach am Samstag (13 Uhr/Sky) weiterhin auf die verletzten Marton Dardai (24) und Boris Mamuzah Lum (19) verzichten. Niklas Kolbe (29), der zuletzt krank ausgefallen war, scheint rechtzeitig wieder fit zu sein.