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St. Paulis neuer Trainer stellt sich vor: Diese Werte will er mit den Kiezkickern vertreten

Hamburg – Am Millerntor gibt es einen neuen Chef an der Seitenlinie: Marcel Rapp (47) stellte sich nach seiner Verpflichtung als neuer Cheftrainer des FC St. Pauli am Montag bei einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.

Der Badener berichtete von „sehr guten Gesprächen“ mit Sportdirektor Andreas Bornemann (54), die ihn letztlich von der Herausforderung beim Kiezklub überzeugen konnten. „Wer einmal bei St. Pauli war, erkennt sofort, dass dieser Verein etwas Besonderes ist“, betonte der 47-Jährige.

Nach seinem Abschied bei Holstein Kiel im Februar und einer „verlängerten Sommerpause“ verspürt er nun große Motivation, seine Arbeit wieder aufzunehmen. Zunächst wolle er sich einen detaillierten Überblick über den aktuellen Kader verschaffen und die Vorbereitung für die Sommerphase planen.

Unabhängig von der Zusammensetzung des Teams möchte er mit seiner Mannschaft vor allem für „intensive Arbeit und Leidenschaft“ stehen. Gleichzeitig strebt er an, das Glück als Erfolgsfaktor möglichst zu reduzieren und den Spielern die Chancen, Tore zu erzielen, so einfach wie möglich zu machen.

Seiner Meinung nach wäre der größte Fehler nach dem Abstieg, daran zu glauben, man sei noch ein Erstligist und spiele auch entsprechend. „In der 2. Liga hat man sonst keine Chance“, unterstrich Rapp. Er machte zudem deutlich, dass das Leistungsniveau in der zweiten Liga deutlich enger beieinander liege als in der Bundesliga.

Im Vergleich zu der Zeit unter dem früheren Trainer Alexander Blessin (53) werde es nur geringe Veränderungen im Trainerstab geben. So wird mit Jens Schuster (49) ein Co-Trainer neu hinzukommen, mit dem Rapp bereits hauptsächlich in der Jugendabteilung der TSG 1899 Hoffenheim zusammengearbeitet hat.

Während er selbst plant, eine Wohnung in Hamburg zu beziehen, werde seine Familie in der nahegelegenen Stadt Kiel bleiben, verriet der neue St.-Pauli-Coach. In der „vielfältigen“ Hansestadt gebe es „viel zu entdecken“, worauf er sich sehr freue, erklärte Rapp.

Dass er bereits jahrelang im Norden Deutschlands gelebt und gearbeitet habe, sieht der 47-Jährige als Vorteil. „Meine Erfahrung ist: Wenn man nicht viel redet, sondern einfach anpackt, schließen einen die Norddeutschen schnell ins Herz.“ Genau das hoffe er auch am Millerntor zu erleben.

Sportdirektor Bornemann lobte den Badener seinerseits überschwänglich und beschrieb ihn als „echten Experten“ und energiegeladene Persönlichkeit. Für den ehemaligen Profi sei Rapp „der passende Mann zur richtigen Zeit“.