St. Pauli reist zur früheren Wirkungsstätte von Marcel Rapp: „Ein ganz besonderes Spiel für mich“
Hamburg – Nach dem Unentschieden zum Saisonauftakt gegen Greuther Fürth steht für den FC St. Pauli am kommenden Freitag (18.30 Uhr) schon die nächste Aufgabe an: Es geht zum ehemaligen Verein von Trainer Marcel Rapp (47), Holstein Kiel.
„Für mich ist das natürlich ein ganz besonderes Spiel. Ich habe dort lange gearbeitet und eine sehr erfolgreiche Zeit erlebt – eine Phase, die ich immer in guter Erinnerung behalten werde“, betonte Rapp bei der Pressekonferenz am Mittwoch.
Von Oktober 2021 bis Februar 2024 war der 47-Jährige Cheftrainer der „Störche“ und führte sie in der Saison 2023/24 zum ersten Bundesliga-Aufstieg in der Vereinsgeschichte. Im Frühjahr dieses Jahres wurde die Zusammenarbeit beendet.
Dass der Kieler Fußball noch stark von seinem Einfluss geprägt sei, hält Rapp allerdings für unwahrscheinlich. Grund dafür sei vor allem Trainer Tim Walter (50), dessen klare Spielphilosophie bereits deutlich zu erkennen sei.
„Uns erwartet ein Team, das aktiv Fußball spielen möchte und sich durch Positionswechsel auszeichnet. Gleichzeitig ist es eine Mannschaft, die bei Ballgewinnen schnell zu gefährlichen Situationen kommen kann. Das ist wohl kein Geheimnis“, erklärte Rapp mit Blick auf die offensiven Schwächen im Spiel der Walter-Elf.
Trotz seiner Vergangenheit an der Förde sieht Rapp darin keine besondere Motivation: „Ich spiele grundsätzlich sehr ungern gegen den Ball, das hat nichts mit dem Gegner am Freitag zu tun“, stellte der Coach klar.
Personell muss St. Pauli auf den Neuzugang Gísli Thórdarson (21) verzichten, der mit einer schweren Oberschenkelverletzung längere Zeit ausfällt.
Connor Metcalfe (26) ist zwar wieder ins Training zurückgekehrt, steht aber noch nicht für den Kader zur Verfügung. Sam Klein (22) kann hingegen wieder eingesetzt werden.
2. Bundesliga: Bedeutung der Tabelle
Die Platzierungen in der 2. Bundesliga entscheiden über Auf- und Abstieg: Der Tabellenführer am Saisonende wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte bestreitet eine Aufstiegsrelegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.