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St.-Pauli-Coach Marcel Rapp warnt vor den energiegeladenen Fohlen: „Jeder möchte sich beweisen“

Hamburg – Ein anspruchsvoller Prüfstein steht bevor! Am Samstag um 15:30 Uhr empfängt der FC St. Pauli den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Trainer Marcel Rapp (47) setzt dabei auf seine stärkste Formation und freut sich zugleich auf ein Wiedersehen mit einem vertrauten Gegner.

Am Freitagmittag zeigte sich der 47-Jährige gut gelaunt und fast im Wettstreit mit der Sonne, als er Fragen zum Testspiel gegen die Gladbacher beantwortete. Wie seine Spieler verbrachte auch er die letzte freie Woche im Kreise seiner Familie. „Es tat gut, eine kleine Pause einzulegen“, erklärte der FCSP-Trainer, der jedoch schnell wieder den Fokus auf den sportlichen Teil lenkte.

Am Samstag wartet mit Gladbach eine Mannschaft, die er trotz des Ligamunterschieds als durchaus greifbar einschätzt. „Sie haben einen neuen Trainer, daher wird jeder Spieler alles geben wollen, um sich zu empfehlen“, blickte der 47-Jährige auf den Gegner voraus. „Wir werden an unsere Grenzen gebracht – und genau das wollen wir.“

Bis auf die noch im Einsatz befindlichen Nationalspieler sowie die verletzten Akteure treten die Kiezkicker folglich in Bestbesetzung an.

„Grundsätzlich stellen wir die vermeintlich stärkste Mannschaft, dennoch bekommen auch einige Spieler Einsätze, die bislang weniger Spielzeit hatten“, erläuterte er, nannte dabei zum Beispiel Adam Dzwigala (31). „Das haben sie sich verdient.“

Das Testspiel bietet zudem ein Wiedersehen mit Alexander Blessin (53), Rapps Vorgänger. Die beiden kennen sich bestens: Sie spielten zwei Jahre gemeinsam beim SC Pfullendorf in der Regionalliga und standen 60 Mal zusammen auf dem Feld.

„Er war mein Sitznachbar in der Kabine“, erinnerte sich Rapp. „Wir verstehen uns gut.“ Zugleich räumte er ein, dass sie keine engen Freunde seien, sich aber dennoch über das Treffen freuen würden.

„Wenn wir uns mal zwei Jahre nicht sehen, ist das eben so“, beschrieb er das Verhältnis zwischen dem Badener Blessin und sich als Schwabe weiter.

Zuletzt hatten sie sogar Kontakt, worum es dabei genau ging, behielt der 47-Jährige für sich. Am Samstag bleibt vielleicht etwas Zeit, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen.