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St.-Pauli-Coach Marcel Rapp lässt sich vom schwachen Saisonstart von Hannover 96 nicht irritieren: „Wir verfügen über ein starkes Team“

Hamburg – Hält die Erfolgsserie an? Am Samstagabend (20.30 Uhr) möchte der FC St. Pauli seine Serie von mittlerweile vier Partien ohne Niederlage beim Auswärtsspiel gegen Hannover 96 weiter ausbauen. Besonders der intensive Konkurrenzkampf im Kader soll dabei von Vorteil sein.

Trainer Marcel Rapp (47) musste im Gegensatz zu früheren Pressegesprächen kaum über die Mannschaftsaufstellung sprechen. Abgesehen von den Langzeitverletzten Mathias Pereira Lage (29), Gisli Thordasson (22) und Rony Jansson (22), für den der Einsatz noch zu früh kommt, stehen alle Spieler zur Verfügung.

„Wir analysieren aktuell vor allem die Trainingsleistungen und überlegen, wie wir taktisch auftreten wollen“, erläuterte Rapp die Entscheidungsfindung für die Startelf. Die große Auswahl an Optionen erschwere es zudem dem Gegner, sich einzustellen.

Der Fokus liegt allerdings klar auf dem eigenen Team. Zwar übernahm Sandro Wagner (38) erst vor wenigen Wochen das Traineramt bei Hannover, dennoch ist Rapp sich bewusst: „Sie verfügen zweifellos über eine gute Mannschaft.“ Die Niedersachsen seien mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet und wollen nach der 0:3-Niederlage in Magdeburg Wiedergutmachung leisten.

Deshalb rechnet der 47-Jährige in der ausverkauften Heinz von Heiden Arena mit einem intensiven Duell. „Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet und können flexibel reagieren“, betonte Rapp.

Die Kiezkicker reisen selbstbewusst an den Maschsee, schließlich sind sie seit vier Begegnungen ungeschlagen. Dennoch zeigt sich der Trainer noch nicht vollkommen zufrieden.

„Defensiv stehen wir meiner Meinung nach solide“, gab er zu, „auch wenn Glück und Pech manchmal eine Rolle spielen.“ Teilweise seien die Abwehrleistungen zu Beginn der Saison besser gewesen als zuletzt.

Offensiv sieht Rapp noch deutliches Verbesserungspotenzial. „Dennoch haben wir auch hier Fortschritte gemacht“, betonte er. „Wir sind torgefährlich und können auch gegen tiefstehende Gegner erfolgreich agieren.“

Ob Hannover allerdings so defensiv auftreten wird, bleibt abzuwarten. Wagner kündigte zumindest an, „alles oder nichts“ spielen zu wollen – was auch immer das genau bedeutet.