St.-Pauli-Coach nach Testspiel gegen Gladbach zufrieden mit Konkurrenzkampf
Hamburg – Marcel Rapp (47) zeigte sich nach dem 1:1 im Testspiel seines FC St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach deutlich zufrieden. Seine Mannschaft präsentierte sich dem Bundesligisten mindestens ebenbürtig, was ihm in Hinblick auf die bevorstehenden Begegnungen Mut machte.
Zu Beginn hatten die Kiezkicker gegen die lebhaften Gladbacher noch Schwierigkeiten, vor allem das technisch starke Mittelfeld der Fohlen bereitete ihnen Probleme. „Ab Mitte der ersten Halbzeit kamen wir besser ins Spiel und übernahmen zunehmend die Kontrolle“, erklärte Rapp.
Zu diesem Zeitpunkt lag sein Team jedoch bereits 0:1 zurück, nachdem Tim Kleindienst nach einer Ecke per Kopf zum Führungstreffer für Gladbach einköpfte. Rapp schob die Verantwortung mit einem Schmunzeln sofort an Torwarttrainer Sven Van Der Jeugt (46) weiter, der für die Defensivstandards zuständig sei.
Im weiteren Verlauf wurde St. Pauli stärker und erkämpfte sich durch einen sehenswerten Treffer von Ricky-Jade Jones (23) noch den Ausgleich. „Die zweite Halbzeit gehörte klar uns, deshalb bin ich sehr zufrieden“, fasste der Coach zusammen.
Obwohl sowohl seine Mannschaft als auch Gladbach auf einige Profis verzichten mussten, lief das Zusammenspiel gut. „Wir haben immer betont, dass wir mehr als elf Spieler sind. Einige fehlen jetzt, aber die anderen rücken nach und machen ihre Sache gut“, zeigte sich der 47-Jährige erfreut über die gezeigte Leistung und den Auftritt seines Teams.
Aufgrund der personellen Situation stellte Rapp im Vergleich zu den vorherigen zwei Liga-Spielen wieder auf eine Fünferkette um. Ob er diese Taktik auch im kommenden Duell gegen den KSC beibehalten werde, wollte er nicht verraten.
Er betonte jedoch, dass das Spiel der Kiezkicker nicht nur vom Gegner abhänge, sondern auch von Eric Smith (29). Der Schwede ist flexibel einsetzbar, sowohl als Innenverteidiger in einer Dreierkette als auch als Sechser, von wo aus er das Spiel lenken kann.
Aus seiner Sicht waren erneut auch die eingewechselten Spieler eine positive Erscheinung. „Ich habe von Beginn an gesagt, dass ich mit der Mannschaft insgesamt sehr zufrieden bin“, unterstrich Rapp, räumte aber ein, dass bisher nur wenige Neuzugänge Einsatzzeiten bekommen hätten. „Die meisten sind leider verletzt“, fügte er hinzu.
Den Profis sei jedoch bewusst, dass es kein Anrecht auf Einsätze gibt. „Unser Ziel ist es, unter den Top 25 zu bleiben“, verwies der Trainer auf die Ambitionen des Vereins und darauf, dass der eine oder andere Spieler anderswo sicherlich Stammplatzgarant wäre.
Genau deshalb sei es wichtig, solche Themen im Gespräch zu klären. „Die Jungs nehmen das wahr und schätzen es, wenn man ihnen die Situation erklärt“, so Rapp weiter. Letztlich liege es an jedem Einzelnen, ihn durch gute Leistungen zu überzeugen und so eine Chance zu erhalten.