St.-Pauli-Blog: Kiezkicker präsentieren neuen Zugang
Hamburg – Nach zwei Jahren in der Bundesliga steht der FC St. Pauli kurz vor dem Beginn der neuen Saison in der 2. Bundesliga.
Am Sonntag um 13:30 Uhr starten die Kiezkicker mit dem Heimspiel gegen Greuther Fürth in die neue Zweitligarunde.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch jederzeit über alle Neuigkeiten zum Team, aktuelle Transfers und alles rund um das Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.
Neuzugang Nummer eins: Der FC St. Pauli hat den defensiven Mittelfeldspieler Gísli Thórdarson (21) verpflichtet. Dies gab der Verein am vergangenen Freitag bekannt.
Der isländische Nationalspieler kommt per Leihe vom polnischen Erstligisten Lech Posen an die Elbe. Laut Angaben des Clubs besteht für den FC St. Pauli zudem eine Kaufoption.
Sportlicher Leiter Andreas Bornemann (54) erklärte dazu: „Gísli hat trotz seines jungen Alters bereits internationale Erfahrung gesammelt. Er ist ein körperlich starker Mittelfeldspieler, der Räume gut erkennt und sowohl im Ballbesitz als auch in der Defensive strukturiert agiert. Außerdem sehen wir bei ihm weiteres Entwicklungspotenzial.“
Thórdarson selbst äußerte sich wie folgt: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung beim FC St. Pauli und in Deutschland. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren für mich sehr überzeugend. Außerdem habe ich mich bei ehemaligen Spielern, die hier aktiv waren, über den Club informiert und viel Positives über den Verein und die Atmosphäre im Stadion gehört.“
Mit bewegenden Worten verabschiedete sich Jackson Irvine (33) am Freitag persönlich von St. Pauli, seiner Zeit in Hamburg und den Fans.
„Ich werde niemals in Worte fassen können, was diese Jahre für mich und für uns alle bedeutet haben“, begann der ehemalige Kapitän der Kiezkicker seine Abschiedsbotschaft auf Instagram. Neben seiner Zeit beim Verein empfand der Australier auch seine Nachbarschaft im Stadtteil als besonders. „Danke an alle Freunde und Menschen, die uns hier in jeder Hinsicht herzlich aufgenommen haben.“
Er schwelgte in Erinnerungen: „Ob die Musik in Molotow, Mojo oder die Festivals im Knust, auf der Reeperbahn und beim Dockville, Hähnchen vom Mini-Grill, Pizza bei Tazzi oder ein Bier bei Schnalke – das war echtes Leben!“ Der Kiez werde immer ein wichtiger Teil seines Lebens bleiben, so Irvine zum Abschluss. „Danke an alle, die mich zu einem Teil von Euch gemacht haben.“
Nun ist es offiziell: „Abwehrspieler David Nemeth (25) wird in der Saison 2026/27 das Team als Kapitän anführen“, gab der FC St. Pauli am Donnerstagvormittag bekannt.
Der 25-jährige Österreicher war vor fünf Jahren vom 1. FSV Mainz 05 zum FC St. Pauli gewechselt.
Seine Stellvertreter werden zwei neue Spieler sein: Verteidiger Marcus Mathisen (30), der vom 1. FC Magdeburg kam, sowie Offensiv-Allrounder Branimir Hrgota (33), zuletzt bei Greuther Fürth aktiv. Am Donnerstag war zudem bekannt geworden, dass Jackson Irvine zum japanischen Erstligisten Cerezo Osaka wechselt.
Welche Auswirkungen das hat? Am Dienstag fehlte Jackson Irvine (33) beim Mannschaftstraining an der Kollaustraße.
Auf Nachfrage bestätigten sowohl der Verein als auch Trainer Marcel Rapp, dass der Australier individuell außerhalb der Mannschaftseinheit trainiere.
Das erste Pflichtspiel der Saison gegen Greuther Fürth steht unmittelbar bevor, doch die Kapitänsfrage ist weiterhin offen. Es bleibt abzuwarten, ob Irvine in seine alte Rolle zurückkehrt oder ob Rapp einen neuen Spielführer ernennt.
Eine schlechte Nachricht gibt es zudem: Rawley St. John (21) wird dem FC St. Pauli vorerst nicht zur Verfügung stehen, teilte der Verein am Montag mit.
Der Australier hat sich im Testspiel gegen Deportivo am Samstag eine Meniskusverletzung im rechten Knie zugezogen.
Sein Ausfall wird voraussichtlich mehrere Wochen, möglicherweise sogar länger dauern.
Das Freundschaftsspiel gegen Deportivo A Coruña am vergangenen Samstag endete mit einem 2:2-Unentschieden. Ein spektakuläres Tor steuerte Martijn Kaars bei.
Der Angreifer bezeichnete diesen Treffer als das Highlight der Partie. Nicht nur der Abschluss, auch die Entstehung war sehenswert: Nach einem Zuspiel von Joel Fujita kombinierten sich Branimir Hrgota und Kaars gekonnt durch die Abwehr, wodurch der Niederländer eine gute Abschlussmöglichkeit erhielt.
Generell agiert der FC St. Pauli unter Trainer Marcel Rapp wieder etwas offensiver, was Kaars zugutekommt: „Dann ist es einfacher, Tore zu erzielen“, berichtete der Stürmer.
Es war bereits sein zweiter Distanzschuss in der laufenden Vorbereitung: Am Samstag traf er aus etwa 19 Metern genau in den rechten Winkel. In Magdeburg hatte er das anders erlebt, so Kaars: „Dort schoss ich meine Tore meist aus dem Strafraum.“ Der Grund für den Wandel: In Hamburg spielt er häufiger als Zehner. Seine neue Devise lautet daher: „20 Meter oder näher am Tor? Immer schießen!“
Auch Trainer Rapp freut sich über die starke Leistung: „Er hat einen guten Abschluss. Wenn er frei zum Schuss kommt, darf man schon mal aufspringen und jubeln“, sagte er mit einem Augenzwinkern.
Transfernews bei den Kiezkickern: Kurz vor Saisonstart hat der FC St. Pauli seinen Kader noch einmal verstärkt. Der rechte Außenverteidiger Rony Jansson (22) wechselt vom schwedischen Erstligisten Kalmar FF nach Hamburg.
Der gebürtige Finne wurde bei Kalmar ausgebildet und schaffte es in die Profimannschaft, für die er bisher 69 Spiele absolvierte. Im Juni feierte Jansson zudem sein Debüt in der finnischen A-Nationalmannschaft.
Sportdirektor Andreas Bornemann sagte: „Rony ist dynamisch und sehr wach im Umschaltspiel. Da die schwedische Saison bereits läuft, kommt er in sehr guter körperlicher Verfassung zu uns und kann sofort voll durchstarten.“
Cheftrainer Marcel Rapp zeigte sich überzeugt: „Rony bringt hervorragende körperliche Voraussetzungen mit und erledigt seine Defensivaufgaben zuverlässig. Dank seines Tempos und seiner präzisen Flanken ist er auch offensiv gefährlich und findet dank seines guten Timings immer wieder gute Positionen.“
Am späten Montagabend verkündete der St.-Pauli-Kapitän auf seinem Instagram-Account freudige Neuigkeiten. Gemeinsam mit seiner Frau postete er ein Bild mit Ultraschallaufnahme und Babybauch.
Sie schrieben lediglich „Oh, Baby!“ dazu und erhielten daraufhin zahlreiche Glückwünsche in den Kommentaren.
Irvine, der wegen der Weltmeisterschaft zuletzt Urlaub hatte, wird in den kommenden Tagen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ob er weiterhin Kapitän bleibt, ist noch offen.
Er bleibt in Deutschland: Nach seinem Abschied vom FC St. Pauli hat Abwehrspieler Karol Mets (33) einen neuen Klub gefunden und wird künftig für den VfL Bochum in der 2. Bundesliga spielen.
„Mit ihm holen wir einen echten Führungsspieler, der unserer Defensive durch seine Präsenz sofort Stabilität verleiht. Karol ist international erfahren und bringt genau die Qualität, Ruhe und Mentalität mit, die wir uns für diese Position gewünscht haben“, sagte VfL-Sportdirektor Simon Zoller (35), der selbst schon mit Mets beim FC St. Pauli zusammengespielt hat.
Der 33-Jährige fügte hinzu: „Simon Zoller hat mir viel Gutes über den VfL erzählt. Das Stadion gefällt mir sehr: eng, kompakt und die Fans sind nah an der Mannschaft – ich freue mich schon auf die Spiele hier. Vorher gilt es aber, hart zu trainieren, denn die 2. Bundesliga ist ein anspruchsvoller Wettbewerb.“ In der Liga trifft Mets nun auch auf seinen ehemaligen Club.
Fans können ihre Termine planen: Die DFL hat am Mittwoch die Ansetzungen der Spieltage 3 bis 6 der 2. Bundesliga zeitgenau festgelegt. Darunter auch das Topspiel, wenn der FC St. Pauli am Samstagabend den VfL Wolfsburg empfängt.
Außerdem bestreiten die Kiezkicker an zwei weiteren Sonntagnachmittagen sowie an einem weiteren Abendspiel ihre Partien.
Die Ansetzungen im Überblick:
Ein neuer Abschnitt: Nach dem Abschied vom FC St. Pauli scheint Torwart Nikola Vasilj (30) einen neuen Verein gefunden zu haben. Wie mehrere Medien berichten, wechselt der bosnische Nationalkeeper nach Saudi-Arabien zum Klub Al Diriyah.
Demnach hat der 30-Jährige bereits den Medizincheck bestanden und einen Zweijahresvertrag unterschrieben.
Für St. Pauli absolvierte Vasilj in fünf Jahren 167 Pflichtspiele. 2024 stieg er mit den Braun-Weißen in die Bundesliga auf, ehe man in der vergangenen Saison wieder abstieg. Anschließend hatte er seinen Abschied bekannt gegeben.
Und das nächste Freundschaftsspiel steht fest: Am 19. Juli trifft der FC St. Pauli im Rahmen des Trainingslagers in Flachau (17. bis 25. Juli) auf den kroatischen Erstligisten HNK Gorica.
Die Partie im Winkelhofer Stadion in Grödig wird um 16 Uhr angepfiffen, wie die Kiezkicker am Freitag mitteilten.
Damit bestreiten die Braun-Weißen während des Aufenthalts in Österreich zwei Testspiele. Das zweite Spiel ist für den 24. Juli gegen den AFC Bournemouth angesetzt.
Transfer-News beim FC St. Pauli: Der schwedische Offensivspieler Branimir Hrgota (33) verstärkt die Kiezkicker zur neuen Saison.
Der gebürtige Bosnier war zuletzt vereinslos und wechselt daher ablösefrei an die Elbe. Hrgota bringt 14 Jahre Erfahrung im deutschen Profifußball mit. 2012 wechselte er zu Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga, vier Jahre später zog er zu Eintracht Frankfurt weiter und 2019 schließlich zur SpVgg Greuther Fürth. Dort spielte er sieben Saisons, davon sechs als Kapitän.
Sportchef Andreas Bornemann freut sich über die Verpflichtung und bezeichnet Hrgota als flexiblen Spieler, der die Offensivoptionen der Kiezkicker erweitert. Auch Hrgota, der schon oft als Gast am Millerntor war, blickt voller Vorfreude auf seine neue Aufgabe in Hamburg.
Cheftrainer Marcel Rapp ist überzeugt: „Er weiß genau, worauf es in der Liga ankommt. Hrgota ist ein sehr intelligenter Spieler, der Räume erkennt und dank seiner Technik auch unter Druck immer wieder Lösungen findet, selbst den Abschluss sucht oder seine Mitspieler einsetzt. Zudem hat er eine starke Qualität bei Standardsituationen.“
Von null auf hundert: Der FC St. Pauli startet mit einem engen Zeitplan in die neue Zweitliga-Saison. Am Dienstag veröffentlichte die DFL die exakten Termine für die ersten beiden Spieltage.
Die Saison beginnt für die Kiezkicker am Sonntag, 9. August, um 13:30 Uhr mit dem Heimspiel gegen Greuther Fürth. Bereits fünf Tage später, am Freitag, 14. August, steht um 18:30 Uhr das Auswärtsspiel bei Holstein Kiel auf dem Programm.
Die zeitgenauen Ansetzungen der Spieltage 3 bis 6 werden laut DFL in der kommenden Woche bekanntgegeben.
Tabelle 2. Bundesliga
Die Bedeutung der Tabelle in der 2. Bundesliga ist wie folgt: Der Tabellenführer am Saisonende ist Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt gleichermaßen für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte trifft in einer Relegation auf den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.