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St.-Pauli-Blog: Entscheidung zur Kapitänsrolle weiterhin offen – Jackson Irvine fehlt beim Training

Hamburg – Nach zwei Jahren in der Bundesliga steht der FC St. Pauli kurz vor dem Auftakt der neuen Zweitliga-Saison.

Bereits am Samstag wurde die Spielzeit am Millerntor mit einem Testspiel gegen Deportivo de A Coruña (2:2) offiziell eingeläutet. Am Sonntag starten die Kiezkicker dann mit dem Heimspiel gegen Greuther Fürth (13:30 Uhr) in die neue Saison.

In unserem St.-Pauli-Blog halten wir euch stets über alle aktuellen Entwicklungen rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und sonstige Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.

Was könnte das bedeuten? Jackson Irvine (33) fehlte am Dienstag beim Teamtraining an der Kollaustraße.

Auf Nachfrage erklärten sowohl der Verein als auch Trainer Marcel Rapp, dass der Australier ein individuelles Trainingsprogramm außerhalb der Mannschaft absolviere.

Das erste Pflichtspiel der Saison gegen Greuther Fürth steht unmittelbar bevor, doch die Frage nach dem Kapitän ist bislang ungeklärt. Es bleibt abzuwarten, ob Irvine seine frühere Rolle wieder einnimmt oder ob Rapp einen neuen Spieler als Führungspersönlichkeit bestimmt.

Ein Rückschlag für den FC St. Pauli: Rawley St. John (21) wird dem Team vorerst nicht zur Verfügung stehen. Dies gab der Verein am Montag bekannt.

Der junge Australier hat sich im Testspiel am Samstag gegen Deportivo de A Coruña eine Meniskusverletzung im rechten Knie zugezogen.

Der Mittelfeldspieler wird voraussichtlich mehrere Wochen, möglicherweise sogar länger, ausfallen.

Das Freundschaftsspiel gegen Deportivo A Coruña am vergangenen Samstagabend endete mit einem 2:2-Unentschieden. Einer der Höhepunkte war ein Traumtor von Martijn Kaars.

Der Stürmer bezeichnete diesen Treffer als sein persönliches Highlight der Begegnung. Das Tor entstand nach einem Zuspiel von Joel Fujita, wobei sich Branimir Hrgota und Kaars sehenswert durch die Abwehrkombinierten und dem Niederländer den Raum für den Abschluss eröffneten.

Unter Trainer Marcel Rapp zeigt der FC St. Pauli insgesamt wieder eine offensivere Spielweise, was auch Kaars zugutekommt, wie er berichtete. „So ist es leichter, Tore zu erzielen.“

Das war bereits sein zweiter Distanztreffer in der laufenden Vorbereitung. Am Samstag traf er aus etwa 19 Metern genau in den rechten Winkel. In seiner Zeit bei Magdeburg sei das noch anders gewesen, erklärte er: „Meine Tore dort fielen alle aus dem Strafraum.“ Ursache für den Wandel sei seine neue Position als Zehner in Hamburg. Seine Devise lautet daher: „20 Meter oder näher am Tor? Immer schießen!“

Auch Trainer Rapp zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung und meinte augenzwinkernd: „Er hat einen starken Abschluss. Wenn er frei zum Schuss kommt, darf man schon mal aufspringen und jubeln.“

Transfer-News bei den Kiezkickern: Eine Woche vor Saisonbeginn hat der FC St. Pauli seinen Kader noch einmal verstärkt. Der 22-jährige rechte Außenverteidiger Rony Jansson wechselt vom schwedischen Erstligisten Kalmar FF in die Hansestadt.

Der gebürtige Finne wurde bei Kalmar ausgebildet und schaffte dort den Sprung in die Profimannschaft, für die er insgesamt 69 Einsätze absolvierte. Im Juni feierte Jansson zudem sein Debüt in der finnischen A-Nationalmannschaft.

Sportdirektor Andreas Bornemann lobte den Neuzugang: „Rony ist ein dynamischer Spieler mit hoher Aufmerksamkeit im Umschaltspiel. Da die Saison in Schweden bereits läuft, kommt er in Topform zu uns und kann sofort voll durchstarten.“

Cheftrainer Marcel Rapp ist überzeugt: „Rony bringt sehr gute körperliche Voraussetzungen mit und erledigt seine defensiven Aufgaben zuverlässig. Dank seines Tempos und der Qualität seiner Flanken ist er auch offensiv eine Gefahr und findet immer wieder dank seines guten Timings in aussichtsreiche Positionen.“

Am späten Montagabend verkündete der St.-Pauli-Kapitän auf seinem Instagram-Account erfreuliche Neuigkeiten. Gemeinsam mit seiner Frau teilte er ein Bild mit Ultraschallaufnahme und Babybauch.

Die beiden kommentierten nur kurz mit „Oh, Baby!“. Für diese frohe Botschaft erhielten sie zahlreiche Glückwünsche in den Kommentaren.

Irvine, der aufgrund der Weltmeisterschaft zuletzt noch Urlaub hatte, wird in den kommenden Tagen wieder zum Team stoßen. Ob er weiterhin als Kapitän fungiert, bleibt abzuwarten.

Er bleibt in Deutschland: Nach seinem Abschied vom FC St. Pauli hat Verteidiger Karol Mets (33) einen neuen Verein gefunden. Künftig läuft er für den VfL Bochum in der 2. Bundesliga auf.

„Mit ihm holen wir einen echten Führungsspieler, der unserer Defensive mit seiner Präsenz sofort mehr Stabilität verleiht. Karol ist international erfahren und bringt genau die Qualität, Ruhe und Mentalität mit, die wir uns für diese Position gewünscht haben“, erklärte VfL-Sportdirektor Simon Zoller (35), der selbst mit Mets beim FC St. Pauli zusammengespielt hatte.

Der 33-Jährige sagte: „Simon Zoller hat mir viel Positives über den VfL erzählt, das Stadion gefällt mir sehr: eng, kompakt und die Fans sind nah an der Mannschaft. Ich freue mich schon auf die Spiele hier. Zuvor gilt es aber, hart zu trainieren, denn die 2. Bundesliga ist eine harte Liga“ – und dort trifft Mets nun auch auf seinen ehemaligen Klub.

Für die Fans gibt es Planungssicherheit: Die DFL hat am Mittwoch die zeitgenauen Ansetzungen der Spieltage 3 bis 6 veröffentlicht. Darunter befindet sich auch das Spitzenspiel am Samstagabend, wenn St. Pauli den VfL Wolfsburg empfängt.

Darüber hinaus müssen die Kiezkicker am Abend noch zweimal an einem Sonntag ran.

Die Partien in der Übersicht:

Ein neuer Lebensabschnitt: Nach dem Abschied von St. Pauli scheint Torhüter Nikola Vasilj (30) einen neuen Klub gefunden zu haben. Laut einheitlichen Medienberichten wechselt er nach Saudi-Arabien zum Verein Al Diriyah.

Demnach hat der 30-Jährige bereits seinen Medizincheck absolviert und einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben.

Für St. Pauli absolvierte der bosnische Nationaltorwart in fünf Jahren 167 Pflichtspiele. 2024 stieg er mit den Kiezkickern in die Bundesliga auf, in der letzten Saison erfolgte wieder der Abstieg. Anschließend gab er seinen Abschied bekannt.

Das nächste Testspiel ist ebenfalls fixiert: Am 19. Juli tritt der FC St. Pauli im Rahmen des Trainingslagers in Flachau (17. bis 25. Juli) gegen den kroatischen Erstligisten HNK Gorica an.

Die Partie im Gartengestaltung Winkelhofer Stadion in Grödig beginnt um 16 Uhr, teilten die Kiezkicker am Freitag mit.

Damit bestreiten die Braun-Weißen in Österreich zwei Testspiele, das zweite folgt am 24. Juli gegen den AFC Bournemouth.

Transfer-Neuigkeiten bei St. Pauli! Der schwedische Offensivspieler Branimir Hrgota (33) verstärkt die Mannschaft für die kommende Saison.

Der gebürtige Bosnier war zuletzt vereinslos und wechselt nun ablösefrei ans Millerntor. Hrgota bringt 14 Jahre Erfahrung im deutschen Profifußball mit. 2012 wechselte er zur Bundesliga-Mannschaft Borussia Mönchengladbach, vier Jahre später ging es zu Eintracht Frankfurt und 2019 schließlich zur Spielvereinigung Fürth, wo er sieben Saisons spielte und sechs davon als Kapitän fungierte.

Sportchef Andreas Bornemann (54) zeigt sich erfreut über die Verpflichtung und bezeichnet Hrgota als flexiblen Spieler, der das Offensivspiel der Kiezkicker bereichert. Auch Hrgota, der bereits mehrfach als Gast am Millerntor aufgetreten ist, freut sich auf seine neue Aufgabe in Hamburg.

Trainer Marcel Rapp (47) ist überzeugt: „Branimir weiß genau, worauf es in der Liga ankommt. Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der Räume erkennt und auch unter Druck Lösungen findet, den Abschluss sucht oder seine Mitspieler einsetzt. Eine weitere Stärke von ihm ist seine Qualität bei ruhenden Bällen.“

Von null auf hundert: Der FC St. Pauli startet mit einer kurzen Vorbereitungswoche in die neue Zweitliga-Saison. Am Dienstag gab die DFL die exakten Ansetzungen der ersten beiden Spieltage bekannt.

Die Saison beginnt für St. Pauli am Sonntag, den 9. August, um 13:30 Uhr mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Bereits fünf Tage später, am Freitag, den 14. August, steht das Auswärtsspiel bei Holstein Kiel auf dem Programm (18:30 Uhr).

Die Termine für die Spieltage 3 bis 6 werden laut DFL in der kommenden Woche präzise festgelegt.

„Das ist ein unfassbarer politischer Eingriff“, kritisierte St.-Pauli-Präsident und DFB-Vize Oke Göttlich (50) in einem Interview mit dem NDR die Entscheidung von Donald Trump (70) und der FIFA, die Rote Karte gegen den US-Stürmer Fabian Balogun (35) nachträglich zurückzunehmen.

„Autokraten beeinflussen hier maßgeblich die Unabhängigkeit des Fußballs, was schlichtweg unerträglich ist“, so Göttlich weiter. In Bezug auf die Seriosität der FIFA und insbesondere Präsident Gianni Infantino (56) bezeichnete er die Situation als „Desaster“. „Der Fußball verliert an Glaubwürdigkeit. Das ist ein Einschnitt, den man nicht akzeptieren kann. Deshalb muss gehandelt werden!“

Zweiter Sieg im zweiten Testspiel: Nach dem 6:2-Erfolg gegen Altona 93 am Samstag gewann der FC St. Pauli mit 3:1 bei Kickers Emden.

Vor 3500 Zuschauern im Ostfriesland-Stadion brachte Luc Ihorst die Gastgeber in der 13. Minute in Führung, ehe die Kiezkicker das Spiel durch Tore von Taichi Hara (28.), U23-Offensivspieler Haron Sabah (46.) und Martijn Kaars (75.) drehten.

So lief die Aufstellung des FC St. Pauli auf:

Erste Halbzeit: Voll – St. John, Mathisen, Nemeth – Saliakas (30. Schmitz), Fujita, Klein, Oppie – Jones (30. Sabah), Hara, Banks

Zweite Halbzeit: Voll – Westphal, Andō, Ritzka – Pyrka, Rasmussen, Schmidt, Schmitz (60. Schmidt), Ahlstrand – Kaars, Ceesay

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Bedeutung der Tabelle in der 2. Bundesliga ist wie folgt: Wer am Ende der Saison den ersten Platz belegt, wird Meister der 2. Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.