St. Pauli absolvierte erstes Training: Neu-Trainer Marcel Rapp will "jetzt Taten sprechen lassen"
Hamburg – An der Kollaustraße rollt der Ball wieder: Am Donnerstag startete der FC St. Pauli mit der ersten Trainingseinheit in die Vorbereitung auf die bevorstehende Spielzeit. 24 Akteure sowie der neue Coach Marcel Rapp (47) zeigten sich erholt und motiviert.
Rund 100 Fans verfolgten, wie die Mannschaft gegen 17.40 Uhr bei sommerlichen Temperaturen den Platz betrat. Trotz der Hitze ließ der seit Anfang Juni amtierende Trainer 21 Feldspieler und drei Torhüter anderthalb Stunden intensiv trainieren.
Auf einige Spieler musste Rapp jedoch verzichten: Die WM-Teilnehmer Jackson Irvine (33), Connor Metcalfe (26) und Eric Smith (29) fehlten ebenso wie Manolis Saliakas (29), dessen Frau kurz vor der Geburt steht. Mathias Pereira Lage (29) fällt aufgrund eines Kreuzbandrisses voraussichtlich bis Jahresende aus. Der bisher einzige Neuzugang Sam Klein (22) war dagegen mit dabei.
Im Fokus der ersten Einheit standen unterschiedliche Passübungen und Spielformen, bei denen besonders der Ballbesitz geübt wurde. Auch Tempoläufe ohne Ball, ein typischer Bestandteil der Vorbereitung, gehörten zum Programm.
In einer anschließenden Presserunde zog Rapp ein positives Resümee der ersten Trainingseinheit und seiner ersten Wochen beim Klub. „Alle bringen viel Energie mit, das ist eine wichtige Grundlage. Nun müssen wir diese Energie in Taten umsetzen“, betonte der ehemalige Holstein-Kiel-Trainer.
Seit seinem Abschied bei den Störchen im Februar habe ihm die tägliche Arbeit auf dem Platz sehr gefehlt, erklärte der 47-Jährige. Umso mehr freue er sich nun, wieder regelmäßig auf dem Rasen zu stehen.
Bereits vor dem Training habe er einen guten Eindruck von seinen neuen Spielern gewinnen können. „Ich habe mit jedem Einzelnen telefoniert und gesprochen. Alle wissen, worum es geht und freuen sich auf die Zusammenarbeit“, sagte Rapp mit einem Lächeln.
Konkrete Zielvorgaben für die Saison, etwa der sofortige Wiederaufstieg, wollte der gebürtige Pforzheimer jedoch noch nicht nennen. Ebenso wenig gab er Auskunft darüber, wo es im Kader noch Verbesserungsbedarf gibt. Man befinde sich aber auf einem „guten Weg“, so seine Einschätzung.
Eine feste Startelf habe er derzeit noch nicht im Kopf, betonte Rapp, weshalb jeder Spieler die gleiche Chance erhalte, sich zu empfehlen. Die Enttäuschung über den Abstieg der vergangenen Saison sei abgehakt. „Mit einem neuen Trainer beginnt eine neue Ära. Die alten Lasten sind passé“, schloss Rapp.