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St.-Pauli-Blog: Wie Torwart Ben Voll auf die Lobpreisungen reagiert

Hamburg – Nach zwei Jahren in der Bundesliga begann der FC St. Pauli am Sonntag mit einem 1:1-Unentschieden gegen Greuther Fürth die neue Saison in der 2. Bundesliga.

In unserem St.-Pauli-Blog halten wir euch stets über alle Neuigkeiten rund um das Team, mögliche Transfers und aktuelle Geschehnisse im Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.

Der eindeutige Matchwinner des Spiels gegen Greuther Fürth am vergangenen Sonntag (2:2) war ohne Frage Ben Voll. Der Torwart verhinderte mit mehreren starken Paraden Großchancen der Gäste und sicherte seinem Team somit das Unentschieden.

Nach dem Spiel lobte Martijn Kaars den 25-Jährigen sogar als besten Torhüter der Liga – und das bereits nach nur einer Partie. Mathias Rasmussen ging noch weiter und bezeichnete ihn als „Weltklasse“. Voll nahm die Anerkennung zwar dankbar an, blieb jedoch bescheiden. „Ich möchte erst noch ein paar Spiele absolvieren. Es freut mich einfach, gut in die Saison gestartet zu sein und dem Team geholfen zu haben“, sagte er am Montag.

Außerdem betonte Voll, dass sein größter Antrieb an diesem Auftaktsonntag das Millerntor-Stadion selbst gewesen sei. „Die Vorfreude war enorm. Die Atmosphäre gibt mir unglaublich viel Energie, die Fans haben mich richtig mitgerissen.“

Am Sonntag feierte David Nemeth sein Debüt als Kapitän des FC St. Pauli im Millerntor-Stadion. Nach dem 1:1 gegen Greuther Fürth zeigte er sich zufrieden mit dem Saisonstart, räumte aber auch Verbesserungsmöglichkeiten ein.

Zunächst sei es für ihn „eine große Ehre“, die Kapitänsbinde des Kiezklubs tragen zu dürfen. „Es ist etwas ganz Besonderes, Kapitän bei einem solchen Verein zu sein. Dennoch heißt das auch, hart zu arbeiten und sich zu beweisen. Ich versuche einfach, mit positiver Einstellung der Mannschaft zu helfen“, erklärte Nemeth.

Seine erste Einschätzung als Führungsspieler lautete: „Vor allem in der Restverteidigung müssen wir besser werden. Die Gegner wurden gefährlich, weil sie nach Balleroberungen hinter unsere Abwehrreihe gespielt haben. Das gilt es auf jeden Fall zu verhindern. Insgesamt haben wir aber gut gekämpft.“

Weitere Verstärkung: Der FC St. Pauli hat den defensiven Mittelfeldspieler Gísli Thórdarson (21) verpflichtet. Dies gab der Verein am Freitag bekannt.

Der isländische Nationalspieler kommt auf Leihbasis vom polnischen Erstligisten Lech Posen ans Millerntor. Dem FC St. Pauli wurde nach eigenen Angaben zudem eine Kaufoption eingeräumt.

Sportdirektor Andreas Bornemann (54) beschrieb Thórdarson als „körperlich starken Mittelfeldspieler mit klugem Raumgefühl, der sowohl im Spiel mit als auch gegen den Ball strukturiert agiert. Außerdem sehen wir bei ihm noch weiteres Potenzial zur Entwicklung.“

Der Spieler selbst äußerte sich: „Ich freue mich sehr auf den FC St. Pauli und die neue Herausforderung in Deutschland. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich überzeugt. Zudem habe ich mich bei Spielern informiert, die bereits in Deutschland spielten, und viele positive Rückmeldungen über den Club und die Stimmung im Stadion erhalten.“

Mit bewegenden Worten verabschiedete sich Jackson Irvine (33) am Freitag persönlich von St. Pauli, seinem Leben in Hamburg und den Fans.

„Ich werde nie in Worte fassen können, was diese Jahre für mich und uns bedeutet haben“, begann der ehemalige Kapitän der Kiezkicker seine Abschiedsbotschaft auf Instagram. Neben seiner Zeit beim Verein empfand der Australier auch seine Nachbarschaft im Stadtteil als etwas Besonderes. „Danke an Freunde und alle Menschen, die uns hier in jeder Hinsicht herzlich aufgenommen haben.“

Er erinnerte sich zurück: „Ob die Musik im Molotow, Mojo oder die Festivals im Knust, auf der Reeperbahn und beim Dockville, Hähnchen vom Mini-Grill, Pizza von Tazzi oder Bier bei Schnalke – das war echtes Leben!“ Zum Abschluss erklärte er: „Der Kiez wird immer ein Teil meines Lebens bleiben. Vielen Dank an alle, die mich als Teil von sich angenommen haben.“

Jetzt ist es offiziell: „Abwehrspieler David Nemeth (25) wird in der Saison 2026/27 die Kapitänsrolle bei unserem Team übernehmen“, teilte der FC St. Pauli am Donnerstagvormittag mit.

Der 25-jährige Österreicher wechselte vor fünf Jahren vom 1. FSV Mainz 05 zum FC St. Pauli.

Seine Stellvertreter sind zwei Neuzugänge: Der Verteidiger Marcus Mathisen (30), der vom 1. FC Magdeburg kommt, sowie Offensiv-Allrounder Branimir Hrgota (33), zuletzt bei der SpVgg Greuther Fürth. Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass Jackson Irvine (33) zum japanischen Erstligisten Cerezo Osaka wechselt.

Was das für die Mannschaft bedeutet? Irvine fehlte bereits am Dienstag beim Training an der Kollaustraße.

Verein und Trainer Marcel Rapp bestätigten auf Nachfrage, dass der Australier derzeit individuell trainiert und nicht mit der Mannschaft.

Das erste Pflichtspiel der Saison gegen Greuther Fürth steht kurz bevor, doch die Kapitänsfrage ist noch offen. Es bleibt abzuwarten, ob Irvine in seine frühere Rolle zurückkehrt oder Rapp einen neuen Spielführer bestimmt.

Leider eine Hiobsbotschaft: Rawley St. John (21) wird dem FC St. Pauli vorerst nicht zur Verfügung stehen. Dies gab der Klub am Montag bekannt.

Demnach zog sich der Australier im Testspiel gegen Deportivo am Samstag eine Meniskusverletzung am rechten Knie zu.

Der 21-Jährige wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen, möglicherweise sogar länger.

Das Freundschaftsspiel gegen Deportivo A Coruña endete am Samstagabend mit einem 2:2-Unentschieden. Eines der Tore erzielte Martijn Kaars, was für ihn der Höhepunkt der Partie war, wie der Stürmer nach dem Spiel erklärte. Nicht nur der Abschluss, sondern auch die Kombination zum Tor war sehenswert: Nach einem Pass von Joel Fujita kombinierten sich Branimir Hrgota und Kaars geschickt durch und schufen dem Niederländer den Raum für den Schuss.

Unter Trainer Marcel Rapp setzt der FC St. Pauli wieder verstärkt auf offensive Spielzüge, was Kaars zugutekommt. „So fällt es etwas leichter, Tore zu erzielen“, berichtete er.

Es war bereits sein zweiter Distanztreffer in der Vorbereitung. Am Samstag traf er aus etwa 19 Metern genau in den rechten Winkel. In seiner Zeit in Magdeburg sah das anders aus, sagte er: „Meine Tore dort fielen alle im Strafraum.“ Der Grund für die Veränderung: In Hamburg spielt er häufiger als zentraler Offensivspieler. Deshalb lautet seine neue Devise: „20 Meter oder näher am Tor? Immer schießen!“

Auch sein Trainer freut sich über die gute Entwicklung. Mit einem Augenzwinkern meinte Rapp: „Er hat einen starken Abschluss. Wenn er frei zum Schuss kommt, kann man schon mal aufspringen und jubeln.“

Transfer-Update bei den Kiezkickern: Kurz vor Saisonbeginn hat der FC St. Pauli seinen Kader noch einmal verstärkt. Der rechte Außenverteidiger Rony Jansson (22) wechselt vom schwedischen Erstligisten Kalmar FF nach Hamburg.

Der in Finnland geborene Jansson wurde bei Kalmar ausgebildet und schaffte den Sprung in die Profimannschaft, für die er 69 Spiele absolvierte. Außerdem gab er im Juni sein Debüt für die finnische A-Nationalmannschaft.

Sportdirektor Andreas Bornemann lobte den Neuzugang: „Rony ist dynamisch und sehr aufmerksam im Umschaltspiel. Da die Saison in Schweden bereits läuft, bringt er eine hervorragende körperliche Verfassung mit und kann sofort voll einsteigen.“

Cheftrainer Marcel Rapp ist überzeugt: „Rony verfügt über optimale körperliche Voraussetzungen und erledigt seine defensiven Aufgaben zuverlässig. Dank seiner Schnelligkeit und der Qualität seiner Flanken ist er auch offensiv gefährlich und bringt sich durch sein gutes Timing immer wieder in gute Positionen.“

Am späten Montagabend teilte der Kapitän des FC St. Pauli die freudige Nachricht auf Instagram. Zusammen mit seiner Frau postete er ein Bild mit Ultraschallfoto und Babybauch.

Sie kommentierten nur mit „Oh, Baby!“. In den Kommentaren fanden sich zahlreiche Glückwünsche.

Irvine, der wegen der Weltmeisterschaft noch Urlaub hatte, wird in den nächsten Tagen wieder zum Team stoßen. Ob er weiterhin Kapitän bleibt, ist noch offen.

Er bleibt in Deutschland: Nach seinem Abschied vom FC St. Pauli hat Verteidiger Karol Mets (33) einen neuen Verein gefunden. Künftig spielt er für den VfL Bochum in der 2. Bundesliga.

„Mit ihm holen wir einen echten Führungsspieler, der unserer Abwehr durch seine Präsenz sofort mehr Stabilität verleiht. Karol ist international erfahren und bringt genau die Qualität, Ruhe und Mentalität mit, die wir uns für diese Position wünschen“, sagte VfL-Sportdirektor Simon Zoller (35), der bereits mit Mets beim FC St. Pauli zusammenarbeitete.

Der 33-Jährige selbst fügte hinzu: „Simon Zoller hat mir viel Gutes über den VfL erzählt. Das Stadion entspricht ganz meinem Geschmack: kompakt und eng, die Fans stehen nah am Team – ich freue mich schon auf die Spiele hier. Zuvor gilt es aber, hart zu trainieren, denn die 2. Bundesliga ist ein anspruchsvoller Wettbewerb.“ Dort trifft Mets künftig auch auf seinen ehemaligen Klub.

Fans können sich auf die Spieltage einstellen: Die DFL hat am Mittwoch die zeitgenauen Ansetzungen der Spieltage 3 bis 6 in der 2. Bundesliga veröffentlicht. Unter anderem empfängt der FC St. Pauli am Samstagabend den VfL Wolfsburg zum Spitzenspiel.

Zudem müssen die Kiezkicker an zwei Sonntagnachmittagen sowie einmal an einem Abend spielen.

Hier die Übersicht der Termine:

Ein neuer Abschnitt: Nach seinem Abschied vom FC St. Pauli hat Torwart Nikola Vasilj (30) offenbar einen neuen Klub gefunden. Wie verschiedene Medien berichten, wechselt der Schlussmann nach Saudi-Arabien zu Al Diriyah.

Demnach hat der 30-Jährige bereits den Medizincheck bestanden und einen Vertrag über zwei Jahre unterzeichnet.

Für St. Pauli absolvierte der bosnische Nationalkeeper in fünf Jahren 167 Pflichtspiele. 2024 stieg er mit den Kiezkickern in die Bundesliga auf, ein Jahr später erfolgte der Abstieg. Anschließend gab er seinen Abschied bekannt.

Das nächste Testspiel ist ebenfalls fix: Der FC St. Pauli trifft am 19. Juli während des Trainingslagers in Flachau (17. bis 25. Juli) auf den kroatischen Erstligisten HNK Gorica.

Die Partie im Gartengestaltung Winkelhofer Stadion in Grödig beginnt um 16 Uhr, wie der Verein am Freitag mitteilte.

Somit bestreitet die Mannschaft zwei Testspiele in Österreich. Das zweite Duell gegen den AFC Bournemouth ist für den 24. Juli angesetzt.

Weitere Transfer-News: Der schwedische Offensivspieler Branimir Hrgota (33) verstärkt den FC St. Pauli zur neuen Saison.

Der in Bosnien geborene Angreifer war zuletzt vereinslos und wechselt ablösefrei zum Millerntor. Hrgota bringt 14 Jahre Erfahrung im deutschen Profifußball mit. 2012 wechselte er zur Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga, vier Jahre später ging er zu Eintracht Frankfurt, ehe er 2019 zur Spielvereinigung Greuther Fürth wechselte, für die er sieben Saisons absolvierte – sechs davon als Kapitän.

Sportchef Andreas Bornemann zeigt sich erfreut über den Neuzugang und bezeichnet ihn als vielseitigen Spieler, der die Offensivmöglichkeiten der Kiezkicker erweitert. Auch Hrgota freut sich auf seine neue Aufgabe in Hamburg, wo er bereits häufig als Gast spielte.

Cheftrainer Marcel Rapp ist überzeugt: „Der Schwede weiß, worauf es in dieser Liga ankommt. Er ist sehr clever, erkennt Räume und findet auch unter Druck immer wieder Lösungen – sei es der Abschluss oder das Einsetzen seiner Mitspieler. Zudem ist er bei ruhenden Bällen sehr gefährlich.“

Von Null auf Hundert: Der FC St. Pauli startet mit einer kurzen Vorbereitungsphase in die neue Zweitliga-Saison. Am Dienstag veröffentlichte die DFL die genauen Termine der ersten beiden Spieltage.

Die Saison beginnt für den FC St. Pauli am Sonntag, den 9. August, um 13:30 Uhr mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Bereits fünf Tage später, am Freitag, den 14. August, geht es um 18:30 Uhr zum Auswärtsspiel bei Holstein Kiel.

Die zeitgenauen Ansetzungen der Spieltage 3 bis 6 werden laut DFL in der kommenden Woche bekanntgegeben.

Tabelle 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende auf dem ersten Platz steht, ist Meister der 2. Bundesliga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Gleiches gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.