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St.-Pauli-Blog: Aufstiegscoach Hürzeler im Blickfeld eines ehemaligen Champions-League-Siegers

Hamburg – Auch nach der ausgedehnten Länderspielpause setzt der FC St. Pauli seinen positiven Lauf fort und sicherte sich mit einem 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC weitere drei Punkte. Am kommenden Samstag steht nun das Spitzenspiel bei Hannover 96 auf dem Programm.

Während Marcus Mathisen nach seinen Problemen mit der Ferse wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, absolvierte Eric Smith ein individuelles Trainingsprogramm. Zudem plant der Verein, die Frist für die Wahl einer neuen Stadion-Hymne zu verlängern.

In unserem St.-Pauli-Blog bleiben Sie stets auf dem neuesten Stand zu allen Themen rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und weitere Geschehnisse am Millerntor.

Fabian Hürzeler (33) sorgt in dieser Spielzeit mit Brighton & Hove Albion für Furore in der Premier League. Nach sechs Spieltagen belegt die Mannschaft der „Seagulls“ den dritten Platz und fegte dabei unter anderem den amtierenden Meister Arsenal London mit 3:0 vom Feld. Zudem wurde der 33-Jährige zum „besten Teammanager des Monats September“ gekürt.

Dieser Erfolg hat natürlich Begehrlichkeiten geweckt. Hürzeler stand bereits im Sommer bei mehreren Klubs – darunter Bayer Leverkusen – auf der Wunschliste. Nun soll laut „The Sun“ auch Manchester United Interesse an dem Aufstiegscoach von St. Pauli zeigen, falls die „Red Devils“ sich von Michael Carrick (45) trennen sollten.

Hürzeler ist vertraglich noch bis 2029 an Brighton gebunden. Ob er angesichts der aktuellen Situation überhaupt an einen Wechsel zu Manchester United denkt, ist fraglich. Fest steht aber, dass eine hohe Ablösesumme fällig werden würde.

Brighton-Besitzer Tony Bloom (56) hatte bereits angedeutet, für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Die Saison ist erst sieben Spieltage alt, doch bereits tauchen die ersten Transfergerüchte auf. Nach Angaben von „Gamfoot Transfers“ muss der FC St. Pauli um seinen Top-Stürmer Abdoulie Ceesay (22) bangen.

Demnach hat die TSG 1899 Hoffenheim den Angreifer ins Visier genommen und ihn mehrfach beobachtet. Ob die Kraichgauer tatsächlich ein Angebot für den gambischen Nationalspieler abgeben werden, bleibt jedoch abzuwarten.

Aus Sicht von St. Pauli wäre man nicht unbedingt gewillt, seinen besten Torjäger kampflos ziehen zu lassen.

Felix Prigan (27) wird am Samstagabend das Spitzenspiel zwischen Hannover 96 und dem FC St. Pauli leiten. Unter seiner Leitung konnten bislang weder die eine noch die andere Mannschaft einen Sieg erringen.

So pfiff Prigan den 2:2-Unentschieden der Kiezkicker am vierten Spieltag in Bielefeld, während Hannover in der ersten DFB-Pokalrunde unter seiner Regie mit 0:1 bei Energie Cottbus unterlag.

Am Mittwochvormittag nahm der FC St. Pauli die Vorbereitung auf das bevorstehende Topspiel in Hannover auf.

Während Marcus Mathisen (30) wieder vollständig ins Training eingestiegen ist, absolvierte Eric Smith (29) ein individuelles Belastungsprogramm. Rony Jansson (22) verließ nach dem Aufwärmen die Gruppe und trainierte separat, ebenso gesellte sich später Louis Oppie (24) zu ihm.

Der Verein sucht derzeit nach einer neuen Stadionhymne und hat dafür einen Wettbewerb gestartet. Die große Resonanz mit rund 3000 Einsendungen überraschte selbst die Verantwortlichen.

Markenchef Martin Drust erklärte dem Hamburger Abendblatt, man habe lediglich mit einer hohen zweistelligen Anzahl gerechnet. Auch wenn viele Vorschläge mehrfach eingereicht wurden, bemühe man sich, möglichst viele zu berücksichtigen und die Abstimmung deshalb zu verschieben.

Im Sinne der Fans findet die Wahl der Hymne nicht wie geplant vom 23. bis 25. Oktober, sondern erst am darauffolgenden Wochenende statt. Einsendeschluss für Liedvorschläge ist der kommende Donnerstag um 23:59 Uhr.

Sportlich hat Gísli Thórdarson (22) beim FC St. Pauli bisher noch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Leihspieler vom polnischen Klub Lech Posen verletzte sich vor dem Saisonstart und fällt seitdem aus. Ob er in diesem Jahr noch zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Privat läuft es für den Isländer dagegen besser: Wie er auf Instagram bekanntgab, erwarten er und seine Freundin Andrea Marý Nachwuchs. Zu einem Ultraschallbild schrieb er: „Die drei von uns 2027🤍“

Lars Ritzka (28) ist kein Mann vieler Worte, doch nach dem 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC und seinem Tor stand er Rede und Antwort.

„Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte der Linksfuß, der für den gesperrten Tomoya Ando (28) von Beginn an als linker Innenverteidiger auflief. Trainer Marcel Rapp (47) setzte ihn bewusst auf dieser Position ein, um auch spielerisch neue Impulse zu setzen.

„Als Außenverteidiger habe ich lange nicht mehr gespielt, da weiß ich gar nicht mehr, wie sich das anfühlt“, erzählte Ritzka augenzwinkernd und berichtete eine kleine Anekdote: „Ben Voll meinte zu mir, er habe das Gefühl, dass ich treffen werde.“

Und er sollte Recht behalten: In der 52. Minute erzielte Ritzka das 2:0. „Es ist gut, dass wir auch mal durch einen Standard getroffen haben und nicht nur welche hinnehmen mussten.“ Darüber hinaus sorgte der 28-Jährige dafür, dass hinten die Null stand – und vielleicht darf er gegen Hannover 96 erneut ran. Der Konkurrenzkampf ist jedenfalls eröffnet.

Abdoulie Ceesay (22) wird für den FC St. Pauli immer bedeutender. Während er zu Beginn noch mit ungestümen Aktionen auffiel, überzeugt der Gambier mittlerweile mit Toren und klaren Entscheidungen.

„Ich arbeite in jedem Training an meinem Abschluss und es wird täglich besser“, erklärte der Angreifer. In der aktuellen Saison gelangen ihm in fünf Einsätzen bereits drei Treffer. Dabei sei auch das Vertrauen von Trainer Marcel Rapp (47) wichtig.

Rapp lobte seinen torgefährlichsten Spieler: „Bei Ceesay passiert immer etwas, bei jedem Zweikampf. Entweder pfeift der Schiedsrichter für uns, oder wir erobern den Ball. Das ist eine große Qualität.“ Der Coach hob nicht nur seinen „brutalen Abschluss“, sondern auch sein gutes Spielverständnis hervor. „Er ist nicht nur ein Umschaltspieler, sondern beteiligt sich aktiv am Spiel.“

Saisonübergreifend kommt Ceesay nun auf sechs Tore in acht Partien – eine beeindruckende Quote!

Personell kann Marcel Rapp (47) im Duell mit dem Karlsruher SC auf fast alle Spieler zurückgreifen. Neben den Langzeitverletzten fällt am Sonntag nur Marcus Mathisen (30) aus, der unter Problemen an der Fußsohle leidet.

Die zuletzt angeschlagenen Akteure sowie die Nationalspieler, die kürzlich von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt sind, stehen alle zur Verfügung. Auf den gesperrten Tomoya Ando (27) muss der Trainer jedoch verzichten.

Lukas Benen (34) wird am Sonntag erstmals eine Partie von St. Pauli pfeifen. Bisher war er nur bei der U23 der Kiezkicker im Einsatz.

Spiele des KSC leitete er bereits zweimal – beide Male gewannen die Karlsruher. Ein gutes Omen?

Marco Knoop (48) gehörte zwei Jahre lang zum Trainerstab des FC St. Pauli und formte unter anderem Nikola Vasilj (30) zu einem erstklassigen Torhüter. Nach dem Aufstieg 2024 wechselte er zusammen mit Fabian Hürzeler (33) zu Brighton, wo er allerdings nur eine Saison blieb.

Nach einer kurzen Station bei Nottingham Forest beendete Knoop im Sommer seinen Vertrag, hat aber nun einen neuen Klub gefunden. Der 48-Jährige unterschrieb bei Trabzonspor in der Türkei, wo er künftig mit Stars wie Mohamed Salah (34) trainieren wird.

Der FC St. Pauli startete in die Trainingswoche vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den KSC. Mit dabei waren auch Tomoya Ando (27), der allerdings gesperrt ist, Branimir Hrgota (33), Rony Jansson (24) sowie Connor Metcalfe (26), der jedoch nach kurzer Zeit die Einheit abbrechen und Runden um den Platz absolvieren musste.

Nach etwa einer Stunde kehrten Metcalfe und Marcus Mathisen (30), der ebenfalls seine Runden gedreht hatte, in die Kabine zurück.

Die beiden Nationalspieler Eric Smith (29) und Dimitar Mitov (29) fehlten noch auf dem Platz. Ebenso fehlen Scott Banks (25) und Taichi Hara (27), die sich bereits am Sonntag krank gemeldet hatten. Zudem sind Mathias Rasmussen (28, krank), Abdoulie Ceesay (22/krank), Ricky-Jade Jones (23) und Erik Ahlstrand (24) weiterhin nicht einsatzfähig.

Eric Smith (29) wird mit einem besonderen Gefühl nach Hamburg zurückkehren. Der Profi des FC St. Pauli wurde zuletzt nachnominiert und kam für Schweden in zwei Länderspielen zum Einsatz.

Nach knapp 60 Minuten Einsatz am Freitag stand Smith am Montag gegen Rumänien in der Startelf. Dank eines Treffers des ehemaligen Kiezkickers Victor Gyökeres gewann Schweden mit 1:0 und verteidigte die Tabellenführung.

Für Smith war es ein besonderes Erlebnis: Zum ersten Mal stand er über die volle Spielzeit für sein Land auf dem Platz.

Sam Klein (22) spielte bei St. Pauli bisher nur eine untergeordnete Rolle, doch der australische Neuzugang zeigte gegen Gladbach, warum man ihn verpflichtet hat.

„Er tut der Mannschaft gut“, lobte Trainer Marcel Rapp (47) nach dem Spiel. „Er ist groß, überbrückt Räume, läuft viel – ein guter Transfer.“

Klein selbst sprach von einem „guten Test“ gegen Gladbach und war sichtlich zufrieden, endlich länger auf dem Feld gestanden zu haben. „Ich liebe es zu spielen und gebe immer alles“, erklärte er.

Besonders das Zusammenspiel mit Joel Chima Fujita (24) funktionierte gut. „Er ist ein guter Spieler, wir haben uns gut ergänzt. Unser Verständnis ist stark, darauf können wir aufbauen“, so Klein. Vielleicht bereits im nächsten Spiel gegen den KSC.

Alexander Blessin (53) musste bei einem Besuch am Millerntor schmunzeln. Zwei Jahre lang war er gewohnt, die Heimkabine von St. Pauli zu nutzen. Nun war er erstmals als Gast da – und prompt passierte ihm ein Missgeschick.

„Ganz ehrlich, aber erzählt es nicht weiter“, begann er seine amüsante Geschichte, „in der Halbzeit bin ich in die falsche Kabine gegangen.“ Er bemerkte schnell seinen Fehler. „Ich war total im Tunnel und hoffe, dass es keiner mitbekommen hat.“ Ein oder zwei seiner Spieler hätten es aber wohl gesehen, meinte er schmunzelnd.

Neben der lustigen Episode freute sich der 53-Jährige über den herzlichen Empfang durch die St.-Pauli-Fans. „Man denkt schon darüber nach“, gab er zu. „Zum Glück war es schön und herzlich.“

Auch die Begegnungen mit seinen ehemaligen Spielern und dem Team verliefen „super“ – so, wie er es sich wohl vorgestellt hatte.

Beim Betreten des Millerntor-Stadions wurde Alexander Blessin mit herzlichem Applaus begrüßt, ebenso bei der Nennung der Aufstellung der Gäste aus Gladbach.

Vor dem Spiel stand er, nachdem er sich mit einigen ehemaligen Kollegen unterhalten hatte, wie gewohnt mit verschränkten Armen an der Seitenlinie und beobachtete das Aufwärmen seiner Mannschaft.

Am Mittwoch wurde Eric Smith (29) nachnominiert und stand bereits am Freitag für rund eine Stunde für Schweden auf dem Platz.

Beim 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina wurde er nach 30 Minuten für Carl Starfelt (31) eingewechselt und kam so zu seinem dritten Länderspieleinsatz. Den Führungstreffer für die Skandinavier erzielte in der 61. Minute der Ex-Kiezkicker Victor Gyökeres (28).

Mit dem Remis verteidigte Schweden die Tabellenführung, während Bosnien mit dem ehemaligen FCSP-Torwart Nikola Vasilj (30) auf der Bank blieb.

Scott Banks (25) und Erik Ahlstrand (24) haben nach ihrer Rückkehr zum FC St. Pauli weiterhin Schwierigkeiten, Spielzeiten zu erhalten. Beide kamen in dieser Saison erst einmal zum Einsatz und erreichten zusammen lediglich 15 Minuten auf dem Platz. Eine rasche Änderung ist nicht in Sicht.

„Grundsätzlich sind sie engagiert im Training und machen einen guten Job“, sagte Trainer Marcel Rapp (47). Allerdings herrscht große Konkurrenz, und die anderen Spieler machen ebenfalls eine gute Figur. „Es ist schwierig.“

Rapp stellte jedoch klar, dass er kein Problem hätte, Banks und Ahlstrand einzusetzen. Schließlich hätten die Einwechselspieler gezeigt, dass die Mannschaft durch Wechsel nicht schwächer geworden sei. Nur das Duo hatte bislang kaum Möglichkeiten, sich zu beweisen.

Im Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach muss der FC St. Pauli auf einige Profis verzichten. Neben den Nationalspielern und Langzeitverletzten fallen auch drei weitere Akteure aus.

Branimir Hrgota (33) nahm am Freitag wieder teilweise am Mannschaftstraining teil, wird aber nicht spielen können. „Das reicht bis zum Spiel nicht mehr“, machte Trainer Marcel Rapp (47) deutlich. Auch Marcus Mathisen (30), der unter Fußproblemen leidet, steht nicht zur Verfügung. Beide sollen in der kommenden Woche wieder komplett ins Training einsteigen.

Tomoya Ando (28), der Rückenprobleme hat, drehte bereits seine Runden. „Man hätte gedacht, sein Rücken geht komplett kaputt, aber so schlimm ist es nicht“, erklärte Rapp. „Er sollte nächste Woche wieder fit sein.“

Wie steht es um die Langzeitverletzten? Mathias Pereira Lage (29) läuft laut Trainer wieder, aber „es ist noch ein weiter Weg“. Bei Rony Jansson (22) sieht es besser aus, er soll bald wieder einsteigen.

Anders sieht es bei Gísli Thórdarson (22) aus: „Er ist noch weit entfernt, es wird dieses Jahr wahrscheinlich schwierig“, gestand Rapp ein. So hatte man sich seine Leihe nicht vorgestellt.

Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Während Eric Smith (29) bei der schwedischen Nationalmannschaft weilt, ist Branimir Hrgota (33) ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, wenn auch nur teilweise. Der Offensivspieler hatte zuletzt mit Fußproblemen zu kämpfen.

Weiterhin fehlen Rony Jansson (22), Gísli Thórdarson (22) sowie Marcus Mathisen (30), der mit Beschwerden an der Fußsohle kämpft. Tomoya Ando (27) ist von der Nationalmannschaft zurück, absolvierte jedoch nur seine Runden auf dem Platz wegen Rückenproblemen.

Ein Tor, an das sich Connor Metcalfe (26) lange erinnern wird: Der St.-Pauli-Profi erzielte am Dienstag das zwischenzeitliche 2:1 gegen Brasilien (Endstand 2:4). „Das war eines der schönsten Tore meiner Karriere“, sagte er im Interview mit dem australischen Verband. „Mama und Papa werden sehr stolz sein.“

Als er die Aufnahmen seines Treffers sah, konnte er die Situation kaum noch beschreiben: „Ich habe den Ball mit einem Kontakt angenommen und dann voll getroffen. Als ich hochschaute, lag der Ball schon im oberen Eck.“

Trotz des sehenswerten Tores verzichtete der 26-Jährige auf großen Jubel: „Ich hatte nicht mehr die Kraft, zur Eckfahne zu laufen und einen Backflip oder Ähnliches zu machen.“

Metcalfe verriet zudem, dass das Tor kein Zufall war: „Der Trainer sagte vor dem Spiel, wenn wir in die Halbräume kommen, sollen wir einfach schießen.“ Da er keine Anspielstation sah, zog er mit seinem „passablen linken Fuß“ einfach ab. „Ich habe es versucht, und es ist lustig, dass es geklappt hat.“

In seinem 42. Länderspiel war es sein drittes Tor – eines, an das er sich noch lange erinnern wird.

Große Freude bei Eric Smith (29)! Der defensivstarke Spieler vom FC St. Pauli wurde aufgrund mehrerer Krankheitsfälle in der schwedischen Nationalmannschaft nachnominiert, wie der Verband mitteilte.

Für Smith und Schweden stehen in den kommenden Tagen zwei Partien auf dem Plan: Am Freitag (20:45 Uhr) trifft man zunächst auf Bosnien-Herzegowina. Für den 29-Jährigen wird es dabei auch ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Kiezkicker Nikola Vasilj (30) geben. Am Montag (5. Oktober, 20:45 Uhr) folgt dann das Duell gegen Rumänien.

Smith kam bislang zweimal für Schweden zum Einsatz, war trotz Nominierung aber bei der WM im Sommer ohne Einsatz geblieben.

Mit „nur“ 676,2 gelaufenen Kilometern belegt der FC St. Pauli in dieser Statistik den letzten Platz der 2. Bundesliga. Für Louis Oppie (24) kam das überraschend. „Vom Gefühl her nicht“, meinte er und verwies auf die Laufdaten. „Ich weiß nicht, wie das zustande kommt.“

Die Statistik könnte jedoch auch anders interpretiert werden: Vielleicht läuft St. Pauli zwar weniger, dafür aber effizient und clever. „Es gibt Spieler, die machen nicht 30 Sprints, sondern vielleicht nur fünf, aber die sind extrem gefährlich“, erklärte der 24-Jährige, der selbst in den meisten Laufstatistiken unter den Top 20 rangiert – ebenso wie sein Teamkollege Arkadiusz Pyrka (24).

„Das ist unser Spiel: die Linie rauf und runter zu laufen“, machte Oppie deutlich. Für die kommenden Wochen hat sich der Linksfuß einen Scorerpunkt als Ziel gesetzt. „Mein Anspruch ist, aus defensiver Stabilität noch mehr Gefahr nach vorne zu entwickeln. Vor allem meine Flanken müssen noch präziser werden.“

Abdoulie Ceesay (22) und Gambia erzielten in der Qualifikation zum Afrika Cup eine kleine Sensation. In Ghana gewann das Team mit 4:2, womit die „Skorpions“ nach zwei Siegen aus zwei Spielen große Chancen aufs Weiterkommen haben. Einziger Wermutstropfen: Ceesay saß 90 Minuten auf der Bank.

Ein ähnliches Schicksal ereilte erneut Dimitar Mitov (29). Beim torlosen Remis zwischen Bulgarien und Estland blieb der Torwart nur Ersatz. Ex-Kiezkicker Karol Mets (33) stand hingegen über die volle Spielzeit auf dem Feld.

Diesen Tag wird Connor Metcalfe (26) nicht so schnell vergessen: Obwohl der St.-Pauli-Profi mit Australien das zweite Testspiel gegen Brasilien verlor, konnte er zumindest einen Treffer erzielen.

Beim Stand von 1:1 erhielt er in der 33. Minute den Ball am Strafraum, zog ab und traf sehenswert ins rechte Eck zum 2:1. Trotz der Führung verloren die Socceroos am Ende mit 2:4. Metcalfe wurde nach 69 Minuten ausgewechselt. Es war sein drittes Tor im 45. Länderspiel.

Mit gemischten Gefühlen wird er also zurück nach Hamburg fliegen.

Nach einer trainingsfreien Woche kehrte der FC St. Pauli wieder auf den Rasen zurück.

Während sich die Mannschaft mit lockeren Übungen aufwärmte, absolvierte Branimir Hrgota (33) seine Runden um das Spielfeld. Seine Fersenprobleme sind offenbar noch nicht vollständig ausgeheilt.

Neben den verletzten Rony Jansson (22) und Gísli Thórdarson (22) fehlte auch Marcus Mathisen (30).

Wie beim FC St. Pauli saß Torwart Dimitar Mitov (29) auch bei der bulgarischen Nationalmannschaft nur auf der Ersatzbank. Dort erlebte er trotz Führung eine 1:2-Niederlage gegen Luxemburg zum Auftakt der Nations League.

Auf der anderen Seite stand Ex-Kiezkicker Danel Sinani (29) in der Startelf, musste aber bereits zur Pause verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Nationaltrainer Jeff Strasser (51) teilte nach dem Spiel mit, dass Sinani für die nächsten Begegnungen ausfallen wird. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Abdoulie Ceesay (22) ist einer von vier St.-Pauli-Profis, die derzeit für ihre Nationalmannschaften aktiv sind. Für ihn und Gambia begann am Freitagabend die Qualifikation zum Afrika Cup.

Ceesay stand im Auftaktspiel gegen Somalia in der Startelf, wurde nach 77 Minuten beim Stand von 1:1 ausgewechselt. Kurz darauf durfte er dennoch jubeln, denn sein Team gewann mit 2:1. Am Dienstag steht das zweite Gruppenspiel gegen Ghana an.

Wie ärgerlich! Connor Metcalfe (26) schnupperte mit der australischen Nationalmannschaft lange an einem Sieg gegen Brasilien, doch die Südamerikaner schlugen spät zurück.

Metcalfe stand gemeinsam mit Jackson Irvine (33) in der Startaufstellung und hatte Glück, dass ein Treffer von Estêvão (19) kurz vor der Pause aberkannt wurde. Im zweiten Durchgang sorgte der Ex-Bayern-Spieler Nestory Irankunda (20) mit einem Traumfreistoßtor für die Führung.

Diese Führung hielt bis in die Nachspielzeit, doch dann erzielte Rayan (20) in der 90.+5 Minute den Ausgleich. Metcalfe war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselt (84.). Am Dienstag treffen beide Teams erneut aufeinander.

Tomoya Ando (27) kam am Donnerstag beim 3:1-Sieg Japans gegen Uruguay nicht zum Einsatz.

Alexander Blessin (53) wurde am Mittwoch offiziell als neuer Trainer von Borussia Mönchengladbach vorgestellt. Dabei kamen auch Fragen zu seiner Zeit beim FC St. Pauli auf.

„Ihr werdet nie erleben, dass ich schlecht über Vergangenes spreche“, erklärte der 53-Jährige und bezeichnete seine Zeit am Millerntor als insgesamt positiv. „Das erste Jahr war sehr erfolgreich, das zweite nicht ganz so. Wir hatten Höhen und Tiefen, zwei positive und zwei negative Phasen, die letztlich zu lang waren und den Abstieg zur Folge hatten.“

Trotz des bitteren Endes zog er viel Positives aus der Zeit in Hamburg. „Das hat mich als Trainer weitergebracht. Man lernt ja nie aus, und ich weiß auch nicht alles. St. Pauli ist ein großartiger Klub.“

Am 3. Oktober trifft er mit Gladbach bereits im Rahmen eines Testspiels wieder auf seinen Ex-Verein.

Seit Dienstag ist es offiziell: Alexander Blessin (53) wird als neuer Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach an der Seitenlinie stehen.

Medien berichten, dass der Stuttgarter einen Zweijahresvertrag bei den „Fohlen“ unterschrieben hat. Mit St. Pauli war er in der vergangenen Saison abgestiegen und verließ anschließend den Klub.

Der FC St. Pauli wird der erste deutsche Profiverein, der Mitglied der „Union of European Clubs“ (UEC) wird. Damit will der Verein die Arbeit der UEC für mehr sportliche Ausgeglichenheit, finanzielle Nachhaltigkeit und bessere Governance im europäischen Fußball unterstützen, teilte der Klub am Montagnachmittag mit.

Für St. Pauli ist der Beitritt ein weiterer Schritt, sich für fairere Rahmenbedingungen im europäischen Fußball starkzumachen. Dazu zählen aus Sicht des Vereins neben einem ausgewogeneren Wettbewerb und nachhaltigen wirtschaftlichen Strukturen auch transparente und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse.

Die Union of European Clubs versteht sich als Interessenvertretung professioneller Vereine unterschiedlicher Größe und aus diversen Ligen. Ziel ist es, auch kleineren Clubs eine stärkere Stimme in der europäischen Fußballpolitik zu verschaffen, die bislang nur begrenzt in Entscheidungsprozesse eingebunden sind.

Nach dem Abstieg im Sommer musste Alexander Blessin (53) nach zwei Jahren seinen Trainerposten bei St. Pauli räumen. Nun könnte er bald zurückkehren.

Medienberichten zufolge ist der 53-Jährige der Top-Favorit auf die vakante Trainerstelle bei Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Genau gegen diesen Gegner testen die Kiezkicker am 3. Oktober während der XXL-Länderspielpause.

Es wird spannend sein zu beobachten, wie die Fans auf eine mögliche Rückkehr Blessins reagieren würden.

Der FC St. Pauli nutzt die zweiwöchige Länderspielpause Ende September/Anfang Oktober für ein Testspiel. Am 3. Oktober (15:30 Uhr) empfangen die Kiezkicker den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am Millerntor.

Die Begegnung soll regulär über zweimal 45 Minuten ausgetragen werden. Informationen zu Tickets werden die Hamburger zeitnah bekanntgeben.

St.-Pauli-Anhänger aufgepasst! Am Donnerstag wurden die exakten Ansetzungen der Zweitliga-Spieltage 7 bis 13 veröffentlicht. Die Kiezkicker werden dabei unter anderem dreimal abends spielen.

Hier die Übersicht der Spiele:

Tabelle 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Meister der Liga (Platz 1) steigt direkt in die 1. Bundesliga auf – ebenso wie der Zweitplatzierte. Der Drittplatzierte bestreitet eine Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.