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Nachgefragt! Weshalb legt ihr das Sportabzeichen ab?

Dresden – Sportabzeichen? Das sei doch nur etwas für Schulkinder, denken viele. Weit gefehlt! Beim jährlich stattfindenden Sportabzeichen-Tag in Dresden zeigt sich immer wieder: Hier zählt weder das Alter noch der gesellschaftliche Status, sondern die eigene Leistungsbereitschaft.

Ab 14 Uhr verwandelte sich am gestrigen Dienstag die Sportanlage an der Bodenbacher Straße in einen beliebten Treffpunkt für alle, die ihre individuellen Fähigkeiten testen wollten. Die Teilnehmer mussten sich in vier Disziplinen beweisen: Kraft, Koordination, Ausdauer und Schnelligkeit. Dabei wurden unter anderem der Ballwurf, Hochsprung, Weitsprung, Seilspringen sowie diverse Laufstrecken absolviert.

Ein treuer Teilnehmer ist Ralf Kasperan (57) aus Prohlis, der bereits zum 13. Mal an den Prüfungen teilnimmt. „Anfangs habe ich nur aus medizinischen Gründen ausgeholfen“, erzählt er.

„Doch schnell wurde mir klar, dass das richtig viel Spaß macht.“ Für ihn steht das Überwinden der eigenen Grenzen im Vordergrund. „Ich bin von Natur aus ehrgeizig“, berichtet der ehemalige Rennkanute. „Und am Ende freut man sich einfach über das, was man erreicht. Natürlich setze ich mir Ziele, aber der Spaß darf nie zu kurz kommen.“

Für Franziska Pimiskern (58) hat der Tag eine besondere Bedeutung erlangt. Sie ist gemeinsam mit ihrem Sohn Max (18) gekommen. „Letztes Jahr hat er nur teilgenommen, dieses Mal machen wir es zusammen.“ Für sie ist gerade das der Reiz: „Es ist einfach schön, das gemeinsam mit meinem Sohn zu erleben.“

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Auch für die 29-jährige Melanie Loos ist es eine Premiere. „Das letzte Mal, dass ich so etwas gemacht habe, war in der Schule, aber ich mag sportliche Herausforderungen.“ Zufällig stieß sie auf den Sportabzeichen-Tag. „Und ich finde Abzeichen irgendwie motivierend. Ich hatte Zeit, also dachte ich, warum nicht?“

Am Ende des Tages steht beim Sportabzeichen-Tag nicht der Wettkampf um Gold, Silber oder Bronze im Mittelpunkt, sondern etwas anderes: die Erfahrung, dass wenige Stunden ausreichen, um sich selbst zu fordern – ganz gleich in welchem Alter.