Nach der Niederlage im Testspiel: So will Dynamo-Sportchef Gonther das verlorene Momentum zurückerobern
Teplice – Nach dem enttäuschenden 0:2 im 120-minütigen Testspiel in Teplice hat Dynamos Sportdirektor Sören Gonther (39) möglicherweise den wichtigsten Satz ausgesprochen: „Im Sommer nach dem 2:1 gegen Union hat jeder davon geträumt, doch dann sind wir nach Nürnberg gefahren.“
Seine Botschaft war klar: Es handelte sich lediglich um ein Testspiel – zwar kein gelungenes, aber eben nur ein Vorbereitungsspiel.
Gonther betonte: „Ganz gleich, wie das Spiel hier ausgegangen wäre, es hat keinen Einfluss auf die Partie nächste Woche in Osnabrück.“
Dennoch müssen seine Spieler auf dem Feld und das Trainerteam an der Seitenlinie die richtigen Lehren daraus ziehen. Denn im Prinzip lief es wie so oft in dieser Saison:
Der Gegner erhielt nur wenige Chancen, zumindest in den ersten 60 Minuten hatten wir größtenteils die Kontrolle – und dennoch verloren wir.
Der Gegner nutzte seine wenigen Gelegenheiten nach bekanntem Muster konsequent, während Dresden viele Möglichkeiten ungenutzt ließ.
„Hätten wir ihre Effektivität gezeigt, hätten wir das Spiel gewonnen“, analysierte Gonther.
Warum Dynamo aktuell aber nicht so effizient agiert? „Weil es bei dem einen oder anderen momentan etwas schwerer fällt. Natürlich wünscht man sich den Erfolgserlebnis, um sich selbst zu belohnen.“
Doch: „Das wird uns niemand schenken. Wir müssen es uns hart erarbeiten und die kleinen Details besser umsetzen“, erklärte er und fügte hinzu: „Es wird niemand für uns treffen – wir müssen die Tore selbst erzielen.“
Am Ende läuft alles auf den Kopf hinaus, der einfach nicht frei ist. „Es ist klar, dass wir zurzeit nicht vor Selbstvertrauen strotzen“, so der 39-Jährige. Das zeigte sich besonders bei den guten Chancen von Christoph Daferner (29., 30. Minute) und Simon Straudi (50.). Normalerweise hätten diese Situationen zu drei Toren führen müssen – doch die nötige Lockerheit fehlt aktuell.
„Im Fußball, wenn man das Momentum hat, gehen solche Chancen rein. Aber dieses Momentum müssen wir uns erst wieder erarbeiten. Uns wird nichts geschenkt, das müssen wir in der Trainingswoche schaffen“, betont der Sportchef. Vielleicht gelingt genau diese kleine Verbesserung ja schon in Osnabrück.
Und möglicherweise kehrt sich die Situation im Vergleich zum Juli und dem Spiel gegen Union um: Dann könnte der VfL das Momentum auf Dynamo-Seite haben – und nicht mehr nur im Testspiel.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Zweitliga-Meister und steigt in die Bundesliga auf. Dasselbe gilt auch für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.