Spieler geraten beim Freundschaftsspiel aneinander – Schiedsrichterin verletzt sich!
Forbach (Frankreich) – Von einem lockeren Testspiel konnte am Sonntag beim Aufeinandertreffen des französischen Zweitligisten FC Metz mit dem niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard keine Rede sein. Eine Massenschlägerei sorgte dafür, dass die Schiedsrichterin medizinische Hilfe benötigte.
Mathilde Demoncay (26) war als Unparteiische im Stade du Schlossberg in der Grenzstadt Forbach im Einsatz, die nur rund zwölf Kilometer von Saarbrücken entfernt liegt.
In der 39. Spielminute pfiff sie ein Foul, nachdem ein Spieler von Metz seinen Gegenspieler am Trikot festgehalten hatte.
Doch der Pfiff beendete die Situation nicht, denn der gefoulte Akteur von Fortuna Sittard geriet daraufhin mit gleich zwei Spielern der „Grenats“ heftig aneinander. Weitere Beteiligte stürmten hinzu, sodass sich schnell ein großes Handgemenge entwickelte.
Demoncay versuchte umgehend einzugreifen, stürmte in die Spielergruppe und wollte die Auseinandersetzung beruhigen. Dabei wurde sie jedoch nicht nur missachtet, sondern zu Boden gestoßen, wobei sie mit Rücken und Kopf hart aufschlug.
Ihr Assistent und ein Spieler von Fortuna bemerkten, dass die Schiedsrichterin nach dem Sturz offenbar verletzt liegen blieb, und forderten umgehend medizinische Unterstützung, während sich der Tumult allmählich auflöste.
Daraufhin musste die 26-Jährige mehrere Minuten lang von Sanitätern versorgt werden.
Obwohl Demoncay wieder aufstehen konnte, wirkte sie sichtlich benommen. Nach Rücksprache mit ihrem Team brach sie den Einsatz ab und verließ das Spielfeld, ihr Assistent übernahm die Leitung der Partie.
Wie die „Daily Mail“ berichtete, erlitt die Schiedsrichterin bei dem Vorfall eine leichte Gehirnerschütterung.
Bisher äußerten sich die beteiligten Vereine kaum oder gar nicht zu dem völlig unnötigen Zwischenfall.
Der FC Metz, der das Spiel letztlich mit 3:1 für sich entschied, verschwieg den Vorfall in seinen Live-Berichten und auf den sozialen Netzwerken, während Fortuna Sittard im Spielbericht lediglich von einem „bemerkenswerten Moment“ sprach.