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Erneute Probleme durch Werbebanner: Lukas Binder verletzt sich beim Leipzig-Sieg

Essen/Leipzig – Nach dem schmerzhaften Ausscheiden im Pokal vor sechs Wochen haben die Handballer des SC DHfK Leipzig am Freitagabend bei TUSEM Essen mit 35:32 (19:14) gewonnen und wichtige Punkte auswärts eingefahren. Allerdings bangt das Team aus Sachsen nun um seinen Co-Kapitän Lukas Binder (34).

In der 58. Spielminute blieb der 34-Jährige nach einem unglücklichen Ausrutscher auf einem Werbebanner am Boden liegen. Glücklicherweise konnte er nach kurzer Behandlung zwar humpelnd, jedoch eigenständig das Feld verlassen.

Dies ist nicht der erste Vorfall in dieser Saison, bei dem die Werbeaufkleber auf dem Spielfeld zu einer gefährlichen Stolperfalle geworden sind – ein Thema, das in der 1. und 2. Liga zuletzt immer wieder für Diskussionen sorgt.

Wie schwer sich der Leipziger Linksaußen verletzt hat, ist derzeit noch ungewiss. Der Verein teilte am Samstag gegenüber TAG24 mit, dass momentan weder Entwarnung gegeben werden kann noch eine genaue Diagnose vorliegt. Wahrscheinliche Klarheit erwartet man erst zu Beginn der kommenden Woche.

Sportlich lief der Abend für die Sachsen zunächst nach Plan. „Die Revanche ist gelungen“, hieß es nach dem Abpfiff aus dem Leipziger Umfeld.

Doch das Spiel war keineswegs ein Selbstläufer: Die Essener traten gut vorbereitet und hochmotiviert auf und hielten in der Anfangsphase voll dagegen. Erst nach etwa 15 Minuten konnte sich der SC DHfK erstmals mit zwei Toren auf 7:5 absetzen. Von diesem Zeitpunkt an gaben die Grün-Weißen die Führung nicht mehr aus der Hand und gingen mit einem verdienten Fünf-Tore-Vorsprung (19:14) in die Pause.

Der klare Matchwinner der ersten Hälfte war Franz Semper (29), der acht Treffer bei zehn Versuchen erzielte. „Die ganze Mannschaft hat stark gearbeitet, am Ende war ich es, der den entscheidenden Ball bekommen hat“, erklärte Semper nach dem Spiel am Dyn-Mikrofon. „Offenbar hatte ich heute ein glückliches Händchen.“

Auch in der zweiten Halbzeit blieb Leipzig zunächst souverän: Der Vorsprung schwankte konstant zwischen vier und sechs Toren. Als Finn Schroven acht Minuten vor Schluss das 31:26 erzielte, sah es nach einem entspannten Erfolg aus.

Allerdings wurde die Schlussphase noch einmal spannend. Essen wechselte auf eine offensive Verteidigung, störte den Spielaufbau der Leipziger erheblich und kam bis auf 34:32 heran. Erst 25 Sekunden vor dem Ende sorgte Tom Koschek mit dem Treffer zum 35:32 für die Entscheidung.

„Ich hoffe, dass wir es irgendwann schaffen, in den entscheidenden Momenten unsere Chancen zu nutzen, sodass solche Zittersiege wie zuletzt seltener werden“, sagte Semper abschließend.