Keine Rückkehr nach schwerer Verletzung: Ski-Ikone sagt endgültig „uf Wiederluege“
Schweiz – Eine der größten Skifahrerinnen der Schweiz zieht einen Schlussstrich unter ihre Karriere. Lara Gut-Behrami (35) wird nach ihrer schweren Knieverletzung nicht mehr auf die Piste zurückkehren. Die Olympiasiegerin von 2022 beendet ihre Laufbahn endgültig.
In einer Video-Botschaft beim SRF äußerte sich die Schweizerin: „Ich hatte das Glück und die Ehre, eine sehr lange Karriere zu erleben, meine Träume und Wünsche durch den Skisport verwirklichen zu können und diese Reise gemeinsam mit außergewöhnlichen Menschen zu gehen.“
Die Entscheidung kam nicht völlig unerwartet. Bereits zuvor hatte die zweimalige Weltmeisterin und mehrfache Gesamtweltcupsiegerin angekündigt, die Saison 2025/26 mit den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina als ihren Abschied zu bestreiten.
Doch im November 2025 ereignete sich beim Super-G-Training in Colorado ein schwerer Unfall: Sie erlitt einen Kreuzband- und Innenbandriss im linken Knie.
Damit endete ihre Abschiedstour auf eine traurige Art und Weise vorzeitig. Zwar hat sich Gut-Behrami mittlerweile erholt, doch eine Rückkehr möchte die 35-Jährige nicht mehr wagen.
„Trotz fast 20 Jahren im Spitzensport, trotz zahlreicher Stürze und Verletzungen, habe ich keine anhaltenden Schmerzen und möchte das auch so beibehalten“, erklärte sie.
„Deshalb habe ich das Gefühl, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist – jener Moment, an dem ich nicht mehr um jeden Preis meine Grenzen erreichen oder überschreiten muss.“
In ihrer Lieblingsdisziplin Super-G sicherte sich die Skirennläuferin sechs kleine Kristallkugeln im Weltcup und hält damit geschlechterübergreifend den alleinigen Rekord.
Mit ihrem Rücktritt verliert die Schweiz zudem ihre zweiterfolgreichste Skifahrerin aller Zeiten: Mit 48 Weltcupsiegen liegt Gut-Behrami nur hinter Vreni Schneider (61 Siege, davon 55 Weltcupsiege).
Darüber hinaus gewann die Tessinerin neun Medaillen bei Weltmeisterschaften, holte 2016 sowie 2024 den Gesamtweltcup, errang Bronze in der Abfahrt bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi und im Riesenslalom 2022 in Peking, wo sie zudem Gold im Super-G gewann.
Zuletzt war sie im Oktober 2025 beim Riesenslalom in Sölden am Start und sicherte sich dort mit dem dritten Platz einen Platz auf dem Podium.