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SGD verliert in Teplice: Frühes Gegentor, medizinischer Notfall und Dunkelheit

Teplice – Ein teurer Ausflug ohne Erfolg. So lässt sich die Reise von Dynamo nach Teplice wohl am besten zusammenfassen. Der Zweitligist unterlag vor 6741 Zuschauern dem tschechischen Erstligisten nach einer äußerst schwachen Vorstellung über zweimal 60 Minuten mit 0:2 (0:1). Enttäuschend!

Wie fielen die Tore?

Nach einer Ecke konnte Lennart Grill den Ball nicht weit genug wegfausten. Matej Naprstek zog aus der Strafraumgrenze ab, und Matej Federle (1. Spielminute) lenkte den Ball unglücklich ab. Beim zweiten Gegentor (78.) reichte ein langer Pass bei einem Konter, um Jaroslav Harustak in Szene zu setzen, der aus 16 Metern traf. Ein Gegentreffer nach einem Standard und einer nach einem Konter – die altbekannten Probleme von Dynamo bleiben bestehen und wurden nicht behoben.

Warum gab es zwei Spielunterbrechungen?

Direkt nach dem 0:1 gab es einen medizinischen Notfall bei einem Dynamo-Spieler. Der Mannschaftsarzt des FK, Rettungskräfte, Feuerwehr und Ordner kümmerten sich um die betroffene Person, die später bei stabilem Zustand – das wichtigste an diesem Abend – unter großem Applaus der Zuschauer auf einer Trage aus dem Stadion gebracht wurde. Gute Besserung! In der zweiten Halbzeit fiel nach 70 Minuten die Hälfte der Flutlichtanlage aus. Trotzdem wurde das Spiel fortgesetzt, was in den Minuten an eine Bolzplatzstimmung erinnerte.

Wie präsentierte sich Dynamo?

Die ersten 30 Minuten waren von Dresden kaum etwas zu sehen, danach übernahmen sie das Spielgeschehen. Heraus sprang jedoch wenig. Zwei Chancen von Christoph Daferner (29./30. Minute) und eine von Simon Straudi (50.) waren die bemerkenswerten Szenen im ersten Durchgang. Das Team wirkte insgesamt gehemmt und im Angriff verkrampft. Die Leichtigkeit fehlte bei fast allen Spielern. Nach 60 Minuten nahm Trainer Thomas Stamm einen kompletten Wechsel vor, doch dies verbesserte die Lage nicht – im Gegenteil, es blieb schwach.

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Was gab es Besonderes?

Lennart Grill feierte nach zehn Monaten Pause wegen eines Patellasehnenrisses sein Comeback bei den Profis. Abgesehen von der Szene beim 0:1 blieb er jedoch weitgehend beschäftigungslos. Die Spielminuten werden ihm dennoch guttun.

Wer zeichnete sich aus?

Bei den wenigen Offensivaktionen in den ersten 60 Minuten war Ben Bobzien stets involviert. Er legte viele Wege zurück und holte sich die Bälle oft im Mittelfeld. Zusammen mit – wenn auch mit Abstrichen – Patrice Covic brachte er ein wenig Leichtigkeit ins Spiel. Nicolai Rapp überzeugte in der Innenverteidigung mehr als auf der Sechser-Position. Auch Simon Straudi, der diesmal in der rechten Viererkette agierte, machte eine ordentliche Partie.

Wer fehlte?

Tim Schreiber und Daniel Mesenhöler verfolgten die Partie nur als Zuschauer. Niklas Hauptmann wurde aus Gründen der Belastungssteuerung geschont, Friedrich Müller war mit der U20-Nationalmannschaft in Spanien unterwegs. Thomas Keller erholt sich weiterhin von einer Gehirnerschütterung. Brooklyn Ezeh und Alexander Rossipal waren krankheitsbedingt nicht dabei.

Was gibt Anlass zur Hoffnung?

Dass mit Schreiber, Hauptmann, Keller, Müller und Rossipal gleich fünf Stammspieler fehlten und das Team dennoch mithielt.