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Finanzielle Probleme in der HBL2: Nordhorn verliert sechs Punkte, auch Eulen Ludwigshafen in Schwierigkeiten

Nordhorn – In der 2. Handball-Bundesliga stehen finanzielle Herausforderungen an: Der HSG Nordhorn-Lingen werden für die kommende Spielzeit sechs Punkte abgezogen. Auch bei den Eulen Ludwigshafen, einem weiteren Zweitligisten, gibt es bereits Anzeichen von Krisen.

Als Grund für die Sanktion gab die HBL an, dass „erhebliche Abweichungen gegenüber den Angaben, die vom HSG Nordhorn e. V. im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2026/27 im Frühjahr 2026 gemacht wurden, festgestellt wurden“.

Der Punkteabzug erfolgt nach Abschluss des 34. und letzten Spieltages der Saison 2026/27.

Im April hatte der Verein aus dem westlichen Niedersachsen, der 2002 deutscher Vizemeister und 2008 EHF-Pokalsieger wurde, die Lizenz für die neue Spielzeit noch ohne Auflagen erhalten.

Im Juli machte der Club dann wirtschaftliche Schwierigkeiten öffentlich. Daraufhin verpflichtete die HBL den Zweitligisten am 22. Juli unter anderem dazu, kurzfristig den Nachweis für die Abdeckung der ermittelten Liquiditätslücke zu erbringen.

Die Eulen Ludwigshafen (ehemals TSG Friesenheim) haben turbulente Zeiten hinter sich und mussten viele interne Konflikte bewältigen.

Zahlreiche Wechsel in der Geschäftsführung sowie ein Streit um Abfindungen mit der früheren Chefin Lisa Heßler prägten die Situation. Zudem gab es Veränderungen in der Gesellschafterstruktur.

All diese Kosten wirken sich nun negativ auf das Budget für die Saison 2026/27 aus. Der neue Geschäftsführer Andreas Olbert (55) sprach bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz in Ludwigshafen offen Klartext.

Olbert erklärte, dass der Verein im Januar 2027 mit „einem Liquiditätsproblem“ rechnen müsse. Er kündigte Verhandlungen mit bestehenden Sponsoren an, um abzuschätzen, „ob noch zusätzliche Unterstützung möglich ist“.

Ohne diese Hilfe werde die Lage laut der Vereins-Homepage „eng“. Bereits jetzt sind einige Spieler auf der Suche nach neuen Clubs.