Pokalduell gegen Wetzlar: SCM will nach Liga-Pleite zurück in die Erfolgsspur
Magdeburg – Nach einer beeindruckenden Serie von 17 Siegen in Folge, die sich über mehrere Spielzeiten erstreckte, musste der SC Magdeburg am vergangenen Wochenende erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen. Trotz der Enttäuschung stehen in dieser Woche bereits zwei Partien auf dem Programm, darunter auch ein Pokalspiel. In einer Pressekonferenz sprach SCM-Coach Bennet Wiegert (44) über die bevorstehenden Herausforderungen.
„Wenn man lange verwöhnt wurde, fällt die Enttäuschung natürlich umso größer aus“, erklärte Wiegert hinsichtlich der Emotionen nach der Niederlage gegen Melsungen. Seit Februar waren die Elbestädter in der Liga ohne Pleite geblieben. An jenem Spieltag spielten technische Fehler eine Rolle – insgesamt 15 Stück. Doch laut Wiegert waren diese nicht der Hauptgrund für die Niederlage.
„Bei genauerer Betrachtung waren die Ballverluste nicht mehr das größte Problem, sondern vielmehr das, was wir in der Abwehr zugelassen haben. Vor allem konnten wir Eric Balenciaga zu keiner Zeit richtig stoppen [...].“
Der Rückraumspieler der Melsunger erzielte insgesamt neun Treffer – zu viele, um dem SCM eine Aufholjagd zu ermöglichen. „Das ist schon heftig, auswärts 37 Gegentore zu kassieren“, so Wiegert weiter.
Immer wieder betonte der 44-Jährige in der Pressekonferenz seinen Respekt vor der Leistung der MT am vergangenen Wochenende: „Ich finde, Melsungen ist eine erstklassige Mannschaft, und ich möchte einfach Anerkennung dafür aussprechen, was sie dort gezeigt haben.“
In der Liga trifft das Team aus Magdeburg am Samstag (20 Uhr) auf den Aufsteiger Bietigheim, der bislang in dieser Saison erst einen Sieg einfahren konnte.
Vor dem Liga-Duell steht jedoch zunächst die Pokalpartie gegen die HSG Wetzlar an. Die Vorzeichen sind vielversprechend, denn beim letzten Aufeinandertreffen vor neun Tagen konnte der SCM in der heimischen GETEC-Arena mit 38:30 gewinnen. Auch diesmal peilt man ein ähnliches Ergebnis an.
Die größte Stärke der HSG sieht Bennet Wiegert im Bereich der Schnelligkeit: „Ich finde, das Tempospiel von Wetzlar gehört zu den besten der Liga. Wie mutig und konsequent sie ihr Umschaltspiel gestalten, [...] halte ich für sehr modern“, so der Trainer.
Aus diesem Grund haben sich die Grün-Roten in der kurzen Trainingswoche besonders auf das Rückzugsverhalten und die Verteidigung gegen das schnelle Spiel konzentriert. Wiegert ist sich bewusst, dass Wetzlar hochmotiviert in die Partie gehen wird.
„Jeder will uns schlagen, und das ist doch eine tolle Herausforderung. Das ist nichts Neues“, sagte Wiegert mit einem Schmunzeln, wohl wissend, dass es nur wenigen gelungen ist, dem SC Magdeburg wirklich gefährlich zu werden.