Derby-Niederlage: Dessau-Roßlau schlägt Leipzig trotz Torflaute
Dessau-Roßlau – Am Samstagnachmittag musste sich der SC DHfK Leipzig beim Auswärtsspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 mit 33:36 (17:20) geschlagen geben.
Im Leipziger Tor begann Tomas Mrkva, während der Rückraum anfangs mit Blaer Hinriksson, Dean Bombac und Franz Semper besetzt war. Moritz Preuss agierte am Kreis, Tom Koschek sowie Staffan Peter nahmen die Außenpositionen ein.
Von Beginn an geriet Leipzig enorm unter Druck. Bereits in der neunten Minute zog Trainer Frank Carstens bei einem Rückstand von 1:6 das frühe Timeout: „Ihr müsst vorne mehr investieren! Wir lassen zu viele Chancen ungenutzt und gehen nur halbherzig in die Zweikämpfe!“, kritisierte er seine Mannschaft deutlich.
Im Gegensatz dazu agierte der DRHV stark, spielte mit viel Tempo aus der eigenen Hälfte und zeigte in der Defensive kaum Schwächen.
In der 12. Minute gelang den Gastgebern sogar eine sieben-Tore-Führung (10:3). Daraufhin reagierte Carstens und brachte Anadin Suljakovic ins Tor sowie den wieder genesenen Co-Kapitän Lukas Binder auf der Außenposition, der prompt seinen ersten Treffer erzielte.
Leipzig fand danach immer besser ins Spiel, verteidigte geschickt und konnte den Rückstand bis zur 25. Minute auf zwei Tore verkürzen, nachdem Bombac per Kempa-Trick zum 14:16 traf. Mit dem Stand von 17:20 für den DRHV ertönte schließlich der Halbzeitpfiff.
Mit viel Elan kehrte Leipzig aus der Kabine zurück und erzielte durch Bombac in der 38. Minute den verdienten Ausgleich (20:20).
Die Dessau-Roßlauer hatten zunächst Schwierigkeiten, an die starke erste Halbzeit anzuknüpfen: Erst in der 40. Minute beendete Alen Hadzimuhamedovic mit einem Siebenmeter die knapp zehnminütige Torflaute der Gastgeber (20:21). Dennoch zeigten sich die Hausherren kämpferisch und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem der DRHV mit 29:27 in die entscheidende Schlussphase ging.
In der 56. Minute sah Leipzigs Preuss nach einem Foul an Marcel Nowak die rote Karte.
Aufgrund der Unterzahl und der starken Torwartleistung des Gegners gelang es dem SC DHfK Leipzig nicht mehr, das Spiel zu drehen, sodass das Ostderby mit 33:36 an den Dessau-Roßlauer HV ging.