Leipzig nimmt Abschied mit erhobenem Haupt und zieht Minden in den Abstiegskampf
Leipzig – Zum letzten Spiel in der 1. Handball-Bundesliga sicherte sich der SC DHfK Leipzig am Sonntagnachmittag einen knappen 26:25-Sieg (18:14) gegen GWD Minden. Vor 6000 Zuschauern verabschiedeten sich die Sachsen damit würdevoll aus der höchsten Spielklasse, während Minden durch die Niederlage ebenfalls den Gang in die zweite Liga antreten muss.
Im Tor der Leipziger stand Ebner, während im Rückraum Bombac, Hinriksson und Semper begannen. Auf den Außenpositionen spielten zunächst Krzikalla und Binder, ergänzt durch Preuss am Kreis.
Das erste Tor der Gastgeber erzielte, wie könnte es passender sein, Krzikalla, der nach 16 Jahren Vereinszugehörigkeit heute zum letzten Mal das grün-weiße Trikot trug.
Von Beginn an war klar, dass die Mannschaft des SC DHfK sich mit Stolz aus der Liga verabschieden wollte. Doch auch die Mindener zeigten sich kämpferisch, da sie im Fernduell mit Wetzlar um den Klassenerhalt kämpften.
In den ersten 15 Minuten neutralisierten sich beide Teams in einem körperbetonten und temporeichen Spiel nahezu komplett (10:9). In der 24. Minute gelang Leipzig dann dank dreier erfolgreicher Tempogegenstöße binnen kürzester Zeit eine 17:12-Führung. Grundlage dafür war neben einer engagierten Abwehr auch ein überragender Ebner im Leipziger Tor.
Die Verunsicherung bei den Gästen aus Minden zeigte sich zunehmend durch eine wachsende Zahl technischer Fehler. Mit 18:14 ging es in die Kabine. Gleichzeitig stand es im Parallelspiel zwischen Magdeburg und Wetzlar 17:17 – bei diesem Ergebnis wäre Minden als zweiter Absteiger besiegelt.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste aus Nordrhein-Westfalen das Tempo und gaben alles, um ihre Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.
Die Emotionen kochten auf und neben dem Spielfeld immer mehr hoch. Leipzigs Trainer Frank Carstens erhielt in der 40. Minute beim Spielstand von 21:19 die Gelbe Karte, nachdem er sich lautstark über die teils unklare Linie der Schiedsrichter beschwerte.
In der 45. Minute gelang Minden schließlich der Ausgleich zum 22:22. Doch Ebner hielt seinen Kasten weiterhin dicht und hielt sein Team in dieser entscheidenden Phase im Spiel.
Die Schlussphase entwickelte sich zum Nervenspiel: Drei Minuten vor dem Ende traf Leipzigs Gauer zum 25:23, doch Minden blieb dran. 20 Sekunden vor Spielende hatten die Gäste beim Stand von 26:25 nochmals den Ball, scheiterten jedoch erneut an Ebner.