zurück

Das Ende einer Ära: Leipzig verabschiedet sich mit emotionalem Abschied und startet Neuanfang

Leipzig – Am Sonntag hat sich der SC DHfK Leipzig mit einem knappen, jedoch äußerst packenden 26:25-Sieg gegen Minden aus der Handball-Bundesliga verabschiedet. Obwohl den Sachsen der Abstieg bereits vor dem Spiel sicher war, zogen sie durch ihren Erfolg die Gäste aus Ostwestfalen mit in die 2. Liga. Kurz nach dem Schlusspfiff rückte das Ergebnis in der Quarterback Immobilien Arena jedoch schnell in den Hintergrund.

Nach elf Jahren in der höchsten Spielklasse steht für Leipzig nun ein grundlegender Umbruch an: Mit Nils Greilich (21), Ahmed Khairi (31), Adam Lönn (34), Tomas Piroch (26), William Bogojevic (28), Domenico Ebner (32), Simon Ernst (32), Marko Mamic (32) und Lucas Krzikalla (32) verabschiedete der SC DHfK insgesamt neun Spieler – so viele wie nie zuvor in der Vereinsgeschichte der Bundesliga.

Jeder einzelne von ihnen bekam noch einmal seine große Bühne und wurde mit tosenden Applaus verabschiedet, wobei kaum jemand seine Emotionen verbergen konnte.

„Wenn alle nach drei Jahren im Verein denken, du gehörst schon ewig zum Inventar, dann hast du etwas richtig gemacht“, sagte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther beim Abschied von Torwart Domenico Ebner, der mit seiner starken Leistung maßgeblich zum Sieg seines Teams beitrug.

„Als kleiner Junge habe ich davon geträumt, in der Bundesliga zu spielen“, erklärte „Ebo“ mit brüchiger Stimme. „Diese Saison hat unglaublich viel Kraft gekostet. Es tut mir sehr leid, die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz zurückzulassen. Auch ich habe in diesem Jahr einiges nicht geschafft.“

Mit Simon Ernst, der wegen eines Kreuzbandrisses die gesamte Saison pausieren musste, verlässt eine weitere Identifikationsfigur die Sachsen. Ebenso wird Marko Mamic den Weg in die 2. Liga nicht mitgehen. „Leipzig war eine großartige Zeit und wird immer einen besonderen Platz in unseren Herzen haben“, betonte der Abwehrspezialist.

Der emotionale Höhepunkt der Feierlichkeiten war zweifellos der letzte Auftritt von Lucas Krzikalla nach 15 Jahren im Trikot der Grün-Weißen. Schon beim Verlassen des Spielertunnels schallte ein lautes „Einmal Leipzig, immer Leipzig“ durch die Arena – pure Gänsehaut.

„Ich bin glücklich und stolz, Teil dieser Geschichte gewesen zu sein“, sagte der Rechtsaußen. „Ich bin mir sicher, dass hier schon im nächsten Jahr wieder eine Aufstiegsfeier gefeiert wird – und ich werde auf jeden Fall dabei sein.“

Kurz darauf wurde ein überdimensionales Trikot mit der Nummer „8“ unter dem Hallendach entfaltet und Lucas Krzikalla feierlich in die „Hall of Fame“ aufgenommen.