Leipzig empfängt Bayer Dormagen: Neuzugang trifft auf ehemaligen Verein
Leipzig – Am Sonntag empfängt der SC DHfK Leipzig um 17 Uhr den TSV Bayer Dormagen. Für einen Neuzugang der Grün-Weißen wird das dritte Heimspiel der laufenden Saison zugleich ein Wiedersehen mit seinem früheren Klub.
Finn Schroven (23) ist erst seit knapp zehn Wochen in Leipzig zu Hause: „Ich habe mich hier sehr gut eingelebt, was auch an der Mannschaft liegt, die mir den Start sehr erleichtert hat“, erklärte der 23-Jährige bei der Pressekonferenz am Freitag. „Die Stadt ist wirklich wunderschön.“
Während der SC DHfK einen hervorragenden Saisonstart hingelegt hat und weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze steht, hat Dormagen, Schrovens ehemaliger Verein, seine ersten drei Spiele verloren und konnte erst am vergangenen Wochenende gegen TuSEM Essen den ersten Sieg in dieser Spielzeit feiern.
Leipzigs Cheftrainer Frank Carstens (54) erläuterte: „Finn ist genau der Spieler, der die Lücke füllt, die durch den Weggang von Thomas Piroch entstanden ist.“
Carstens fuhr fort: „Wir haben unsere Qualität deutlich verbessert. Franz Semper und Thomas hatten viele Gemeinsamkeiten in ihrem Spielstil. Mit Finn gewinnen wir jetzt einen Spieler, der stärker auf das Durchbrechen ausgerichtet ist und ein ausgeprägtes Entscheidungsverhalten besitzt – genau das, was uns gefehlt hat. Außerdem bringt er Erfahrung aus der 2. Liga mit, was für uns von großem Wert ist und es auch bleiben wird.“
Schroven kann bereits eine beeindruckende Statistik vorweisen: Er erzielte 14 Tore und bereitete 10 weitere vor – dieselben Werte, die aktuell auch Nationalspieler Franz Semper vorzuweisen hat.
Auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub freut sich Schroven: „Das Spiel ist für mich etwas ganz Besonderes. Dormagen ist eine junge, talentierte Mannschaft, die gerne schnell spielt und starke Eins-gegen-Eins-Qualitäten mitbringt.“
Diese Einschätzung teilt auch Carstens, der sein Team zu voller Konzentration mahnt: „Es wird entscheidend sein, dass wir im Rückzug gut organisiert sind und vor allem unsere Chancen effizient nutzen. Ballverluste im Bereich zwischen sechs und neun Metern sind absolut zu vermeiden! Defensiv müssen wir im Vergleich zum Ende der Partie in Dresden noch eine Schippe drauflegen.“
Eine zusätzliche Herausforderung stellt die defensive Flexibilität der Gäste dar: „Dormagen kann auf zwei unterschiedliche Abwehrsysteme zurückgreifen – eine 6:0- und eine 5:1-Deckung, die sie erst in dieser Saison eingeführt haben“, warnte der DHfK-Trainer.