Malones Aufgabe in Cottbus: Bei Rostock erlernte er das Überleben in der 2. Liga
Cottbus – Ryan Malone (33) ist nicht nur groß und präsent, sondern bringt auch reichlich Erfahrung aus der 2. Bundesliga mit: Als Stammspieler bei Hansa Rostock sicherte er dem Team zweimal den Klassenerhalt. Für Cottbus soll der Verteidiger nun als Trumpf im Abstiegskampf dienen.
„Der Trainer hat bereits von meiner Rolle als Joker gesprochen – ein Spezialist, der mit seinen Einwürfen und seiner Kopfballstärke Akzente setzen kann. Ich sehe mich genau in dieser Funktion. [...] Wenn er mich braucht, bin ich für jede Situation bereit“, äußerte sich Malone im Trainingslager selbstbewusst gegenüber TAG24.
Während viele Spieler noch an ihrer Form oder ihrem Selbstverständnis feilen, geht Malone dank seiner Erfahrung, seiner körperlichen Präsenz und Vielseitigkeit voran.
Im Spiel gegen Boleslav wurde die sonstige Defensivkraft sogar als Stürmer eingesetzt und erzielte kurz nach seiner Einwechslung ein Tor im Stile eines Angreifers. Ist das eine Option für die Liga? „Ich weiß es nicht, wir lassen uns überraschen“, so Malone.
Ob er jedoch jede Woche im Kader stehen wird, ist noch unklar. Das Aufgebot umfasst 28 Spieler, und es könnten noch bis zu fünf Neuzugänge dazukommen. Malones Vorteil ist seine Kenntnis der 2. Bundesliga und wie man in dieser Liga bestehen kann.
„Man braucht einfach die richtige Einstellung – egal gegen wen man spielt, man muss Punkte sammeln. Es wird Phasen geben, in denen man mehrere Spiele in Folge verliert. Aber man braucht diese Mentalität und Klarheit, dass es weitergeht. Immer das nächste Spiel fokussieren und im Hier und Jetzt bleiben“, erklärt Malone.
Als Negativbeispiel führt er die letzte Saison bei Aue an, für die er als Führungsspieler verpflichtet wurde, die jedoch im Desaster und Abstieg endete. Daher war sein Wechsel nach Cottbus innerhalb des Vereinsumfeldes und auch für Malone selbst eine Überraschung.
Habe er nach dieser enttäuschenden Saison mit einem erneuten Engagement in der 2. Liga gerechnet? „Nein, ehrlich gesagt nicht. Aber ich hatte sehr gute Gespräche. Ich bin natürlich sehr zufrieden und glücklich, hier sein zu dürfen und diesen großartigen Verein zu vertreten“, sagte Malone.
In Begegnungen mit Aue, Lok und Ingolstadt stand Malone schon mehrfach in Cottbus auf dem Platz. Über das Stadion meint er:
„Die enorme Atmosphäre hier in Cottbus, die Unterstützung der Fans als quasi zwölfter Spieler – das ist schon etwas Besonderes. Ich habe als gegnerischer Spieler schon einige Male in Cottbus gespielt, das ist immer sehr unangenehm. Umso mehr freue ich mich jetzt, endlich auf der anderen Seite zu stehen und für Cottbus aufzulaufen. Ich bin gespannt auf die Unterstützung in den ersten Heimspielen.“