„Versuchter Mord“: Sohn einer Legende schickt Gegner mit rüdem Foul ins Krankenhaus – darf aber weiterspielen!
Amsterdam (Niederlande) – Beim Spitzenspiel der niederländischen Eredivisie zwischen Ajax Amsterdam und PSV Eindhoven sorgte ein brutales Foul von Ruben van Bommel (22) an Aaron Bouwman (19) für Aufsehen. Der Sohn der holländischen Fußballlegende Mark van Bommel (49) konnte jedoch weiterspielen, während sein Gegenspieler ins Krankenhaus gebracht werden musste.
In der 80. Spielminute, als PSV mit 2:1 führte, verlor der 22-jährige Flügelstürmer offenbar die Kontrolle oder schätzte die Situation völlig falsch ein. Mit voller Geschwindigkeit prallte er in den hochgestiegenen Ajax-Verteidiger, der gerade einen Kopfball ansetzte.
Bouwman fiel sofort schreiend zu Boden, während die wütenden Spieler von Ajax, allen voran Youri Baas (23), sofort auf van Bommel losgingen.
Unterdessen kümmerte sich Marc-André ter Stegen (34), Deutschlands Nationaltorwart und Leihgabe von Barça, um den verletzten Spieler und erkannte schnell, dass eine medizinische Behandlung erforderlich war.
Am Sonntag gab der niederländische Rekordmeister bekannt, dass der 19-Jährige unter anderem an einer Lungenprellung sowie einer Prellung am Brustbein leidet und vorerst ausfallen wird.
Zur Überraschung aller Beteiligten entschied Schiedsrichter Sander van der Eijk (35) lediglich auf Gelb und ließ van Bommel auf dem Feld.
„Das war ein Versuch, jemanden zu töten“, kommentierte ESPN-Experte Hugo Borst die Szene in der Live-Übertragung. „Ich empfehle van Bommel dringend, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.“
Ähnlich äußerte sich auch Ex-Werder-Profi und Ajax-Kapitän Davy Klaassen (33) am ESPN-Mikrofon: „Für mich ist das ganz klar Rot“, so Klaassen. „Der Schiedsrichter nannte es ‚unglücklich‘ – wie kann man das nur sagen?“
Später räumte sogar der Chef von Schiedsrichter van der Eijk gegenüber der Zeitung „Algemeen Dagblad“ ein, dass es sich um eine Fehlentscheidung handelte.
„Van Bommel geht mit solcher Wucht und Geschwindigkeit in den Luftzweikampf, dass er die Sicherheit seines Gegners massiv gefährdet. Das ist in jedem Fall eine Rote Karte. Es geht hier nicht um einen Ellbogenschlag oder ähnliches – sein Körper war die Waffe“, erklärte Raymond van Meenen (51) die Szene.
Van Bommel zeigte während der restlichen Spielzeit und besonders nach dem Spiel deutlich Reue. Trotz des 3:1-Siegs im „Klassieker“ lastete der Vorfall deutlich auf dem jungen Stürmer.
„Ruben war sichtlich betroffen in der Kabine, er war der Einzige, der nicht mitgefeiert hat. Das war absolut nicht seine Absicht“, berichtete PSV-Trainer Peter Bosz (62) anschließend.
Auch Vater Mark van Bommel, der ebenfalls im Stadion anwesend war, verteidigte seinen Sohn und kritisierte die Kommentare im ESPN-Studio: „Ich habe gehört, dass einige Leute bei euch im Studio sehr seltsame Dinge gesagt haben“, so der ehemalige Bayern-Profi.