Der Gegner spielt für ihn keine Rolle: Dynamo-Kämpfer will drei Punkte holen
Dresden – So früh in einem Spiel hat Dynamos Robert Wagner (23) bisher noch keine Gelbe Karte gesehen. Gerade einmal 17 Sekunden waren in Braunschweig gespielt, als Schiedsrichter Lars Erbst (31) die Verwarnung zeigte. Ob das ein Rekord ist? Für diese Saison ja, insgesamt jedoch nicht. Den hält seit 2017 Andreas Geipl (34), der damals im Trikot von Jahn Regensburg nach nur sieben Sekunden die erste Gelbe Karte erhielt.
Wagner verfehlte den Rekord um zehn Sekunden – und kann damit gut leben.
Im Nachhinein bezeichnet der Mittelfeldspieler die Situation als „unglücklichen Zwischenfall“. „Ich kam zu spät zum Ball. Die Gelbe Karte hat mein Spiel auf keinen Fall leichter gemacht“, erklärt Wagner.
„Ich habe den Schiedsrichter noch einmal gefragt, warum er so entschieden hat. Er meinte, er habe keine andere Wahl gehabt. Das habe ich akzeptiert“, erzählt Wagner mit einem schelmischen Grinsen.
Gerade er, der für seinen kompromisslosen Einsatz bekannt ist und keine Zweikämpfe scheut, musste nun vorsichtiger agieren. Er konnte nicht mehr mit voller Härte in die Duelle gehen und musste auf das volle Risiko verzichten.
Das wirkte sich negativ auf das gesamte Spiel von Dynamo aus.
In der 31. Minute folgte dann ein Foul des Mittelfeldspielers. „Um ehrlich zu sein, war ich froh, dass ich nicht vom Platz gestellt wurde“, gesteht der zentrale Akteur im Mittelfeld.
Zur Pause übernahm Trainer Thomas Stamm (43) das Ruder. „Von außen zuzusehen ist nicht so einfach wie mittendrin zu sein. Ich habe die Jungs motiviert und alle Emotionen rausgelassen“, berichtet er. Das half zumindest, am Ende konnte ein Punkt eingefahren werden.
Im nächsten Spiel gegen Spitzenreiter Hertha Berlin soll nun ein Sieg her. Die Berliner haben alle fünf bisherigen Begegnungen gewonnen – eine überraschende Bilanz.
„In der 2. Liga kann jeder jeden schlagen, das sieht man Woche für Woche. Deshalb ist es egal, ob Hertha kommt oder nicht. Wir wollen das Spiel gewinnen“, stellt der Rotschopf klar.
Dabei kommt es nicht nur auf die Stärke im Mittelfeld an, sondern auch auf Effektivität in Angriff und Abwehr.
„Die Gegentore, die wir aktuell kassieren, sind oft unnötige Geschenke. Wenn wir konsequenter verteidigen, hätten wir auch mehr Punkte auf dem Konto“, so Wagner.
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2. Bundesliga Tabelle
Die Rangliste der 2. Bundesliga bedeutet Folgendes: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der Zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse auszuspielen.