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Torflut in der 2. Liga – Dynamos Robert Wagner sucht nach Gründen

Dresden – Nach drei Spieltagen in der 2. Bundesliga lassen sich drei deutliche Entwicklungen erkennen. In den bisherigen 27 Begegnungen fielen insgesamt 96 Tore, was einem Durchschnitt von 3,55 Treffern pro Partie entspricht – so viele wie nie zuvor. Zahlreiche Treffer entstanden dabei nach schnellen Kontern oder Standardsituationen, so auch beim 3:5 von Dynamo in Heidenheim. Liegt es an der Stärke der Offensivreihen oder an mangelnder Stabilität in der Defensive?

Dynamo weist aktuell eine Tordifferenz von 4:8 auf, wobei acht der Gegentore in nur zwei Auswärtsspielen kassiert wurden. Das 0:1 in Nürnberg resultierte aus einem Konter. Auch die Gegentore zwei, drei und fünf beim Spiel in Heidenheim fielen nach schnellen Gegenstößen. Das entscheidende 1:0 im Heimspiel gegen Darmstadt erzielte Dresden ebenfalls durch einen Konter.

In Nürnberg führten zwei Gegentore nach Standardsituationen zur Niederlage, und auf der Ostalb kamen zwei weitere solche Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 und 2:4 hinzu. In diesen Bereichen besteht bei der SGD noch deutlicher Verbesserungsbedarf.

Was beim ersten FCH besonders auffiel: Drei Gegentore nach Kontern fielen, während Dresden in Unterzahl agierte. War die Mannschaft zu offensiv eingestellt oder wollte sie zu viel? „Das ist schwer zu beurteilen“, sagt Robert Wagner (23) und atmet tief durch.

„Ich habe die Videoaufnahmen noch nicht gesehen und kann daher noch keine genaue Einschätzung abgeben. Das müssen wir uns genau analysieren. Unsere Abwehrarbeit bei den Angriffen war zu schwach. So etwas darf nicht noch einmal passieren.“

Die mangelhafte Defensivleistung kostet Dynamo derzeit wertvolle Punkte, besonders wenn man das Spiel in Heidenheim betrachtet. Dresden war in fast allen relevanten Statistiken keineswegs nur leicht überlegen – das Ergebnis auf der Anzeigetafel spiegelt das jedoch nicht wider.

„Da wäre deutlich mehr möglich gewesen, vor allem nach der ersten Halbzeit“, erklärt Wagner, der mit seinem ersten Punktspieltor für die SGD seine Mannschaft in Unterzahl in der 73. Minute mit 2:1 in Führung brachte. „Wir haben uns gute Chancen erarbeitet, aber leider nicht genutzt“, so der 23-Jährige. Ausgenommen davon war nur das 1:0 durch Vincent Vermeij in der 30. Minute nach einer Ecke von Jonas Sterner.

Für Wagner waren die Minuten nach seinem Treffer entscheidend. „Das 2:2 haben wir zu früh hinnehmen müssen. Das war eine äußerst unglückliche Situation, die so vielleicht einmal in 100 Spielen vorkommt“, kommentiert er das Eigentor von Friedrich Müller:

„Das ist sehr ärgerlich, aber der Junge wird das verkraften. Wir haben die Konter und Angriffe der Gegner schlecht verteidigt und uns dadurch ein wenig aus dem Spiel verloren.“

Ein offensichtliches Problem ist die schwache Defensivleistung, ein weiterer Punkt: Dynamo nutzt seine Chancen bislang zu selten effektiv. Bester Scorer nach drei Spieltagen ist Jonas Sterner mit zwei Toren und einer Vorlage – und das als Verteidiger. Die Offensive zeigt sich bisher zu ungefährlich – entgegen dem Trend der gesamten Liga.

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Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle in der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Derjenige, der am Ende der Saison den ersten Platz belegt, wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt auch für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.