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Für immer an den Rollstuhl gefesselt? Ex-Skispringer nach Alkoholverursachtem Unfall weiterhin gehunfähig

Ljubljana (Slowenien) – Robert Kranjec (44) wird seinen Fehler wohl noch lange, möglicherweise ein Leben lang, bereuen. Nach einem Fahrradunfall unter Alkoholeinfluss erholt sich der ehemalige Skispringer und Skiflug-Weltmeister von 2012 nur sehr langsam. Es besteht die Möglichkeit, dass er dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen bleibt.

Wie die slowenische Sportzeitung „Ekipa“ berichtet, sind die Ärzte zwar weiterhin zuversichtlich, dass Kranjec sich komplett von seinen Verletzungen erholen könnte. Allerdings gestaltet sich die Rehabilitation weitaus schwieriger als ursprünglich angenommen, sodass unklar bleibt, ob der frühere Wintersportler jemals wieder richtig laufen kann.

Mitte April war Kranjec mit seinem Fahrrad in seinem Heimatort Spodnja Lipnica auf die Gegenfahrbahn geraten, prallte gegen den Bordstein und stürzte. Dabei zog er sich schwere Wirbelsäulenverletzungen zu. Die Behörden bestätigten später einen Blutalkoholwert von 2,5 Promille bei dem ehemaligen Skispringer.

Der Olympiadritte von 2002 wurde zunächst ins Krankenhaus nach Jesenice gebracht und anschließend in die Universitätsklinik in Ljubljana verlegt, wo mehrere operative Eingriffe notwendig waren.

Wie „Ekipa“ berichtet, sind insbesondere der sechste und siebte Halswirbel betroffen. Zwar kann Kranjec seine Beine fühlen und bewegen, allerdings sind seine Füße taub.

Um dies zu verbessern, durchläuft der Slowene seit etwa einem Monat eine intensive Rehabilitationsmaßnahme in Soča. Trotz dieser Bemühungen bleiben seine Fortschritte begrenzt: Er ist weiterhin nicht in der Lage, selbstständig zu gehen und ist auf einen Rollstuhl angewiesen.

Spätestens im Herbst soll Kranjec trotzdem wieder nach Hause zurückkehren und dort weitere Betreuung erhalten.

Über viele Jahre gehörte Kranjec zur Weltspitze im Skispringen, errang insgesamt sieben Einzelsiege im Weltcup, acht Siege im Team sowie 14 nationale Meistertitel. Seine Karriere beendete er im Jahr 2019.