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Kapitänsrolle verloren, nur noch Ersatzspieler: So äußert sich Bayer-Star Andrich zu seiner aktuellen Lage

Von Jana Glose

Leverkusen – Robert Andrich (31) sieht keinen Anlass darin, den Wechsel auf der Kapitänsposition bei Bayer Leverkusen überzubewerten.

„Für mich ist das keineswegs so negativ, wie es manchmal dargestellt wird“, erklärte der ehemalige Kapitän nach seinem 200. Pflichtspiel für die Werkself beim 4:0-Erfolg gegen Union Berlin im Gespräch mit Sky.

Vor Beginn der Saison hatte sich der neue Trainer von Leverkusen, Carles Martínez, für Edmond Tapsoba (27) als neuen Mannschaftsführer entschieden.

„Ich finde, ein Kapitän sollte überwiegend auf dem Platz stehen. Wenn der Coach der Ansicht ist, dass ich in dieser Saison etwas weniger Spielzeit bekomme als im letzten Jahr, dann akzeptiere ich das vollkommen“, betonte Andrich.

Neben dem Verlust der Kapitänsbinde wurde dem 19-maligen Nationalspieler auch ein möglicher Vereinswechsel nahegelegt, da sich seine Einsatzzeiten verringern könnten.

„Mit meinen sportlichen Ambitionen ist es natürlich nicht leicht, wenn man hört, dass man vorerst eine Nebenrolle einnimmt“, gab der 31-Jährige zu.

„Aber wie man sieht, bin ich weiterhin bei Leverkusen und werde nicht einfach resignieren und sagen: ‚Dann ist es eben so.‘ Ich bin nach wie vor verärgert, wenn ich nicht spiele.“

Für ihn war dies „die unruhigste Vorbereitung auf eine Saison, die ich je erlebt habe“, betonte er weiter.

Gleichzeitig räumte Andrich ein, dass die Kommunikation mit Martínez noch ausbaufähig sei. Er machte jedoch auch deutlich: „Ich finde, wir sollten langsam davon wegkommen, dass nur über mich gesprochen wird – sowohl mit dem Trainer als auch allgemein.“

Auf die Unterstützung der Fans kann sich Andrich jederzeit verlassen. Bei seiner Einwechslung in der 70. Minute wurde der Mittelfeldspieler in der BayArena mit großem Applaus begrüßt.

1. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein auf Platz 1 am Saisonende ist Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte, also Rang 16, darf in der sogenannten Relegation um den Klassenverbleib spielen. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.