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FC St. Pauli: Ricky-Jade Jones beeindruckt mit Traumtor als Bewerbung

Hamburg – Die Kobra ist wieder da! Ricky-Jade Jones (23) hat sich nicht nur mit einer starken Leistung für weitere Einsätze beim FC St. Pauli empfohlen, sondern auch mit einem Anwärter auf das „Tor des Monats“ – samt seinem charakteristischen Jubel.

Jones wurde erst nach etwa 60 Minuten eingewechselt und brauchte nicht lange, um auf sich aufmerksam zu machen. Obwohl er zunächst eine gute Gelegenheit ungenutzt ließ, setzte der Stürmer rund 15 Minuten vor Spielende einen Höhepunkt. Nach einem präzisen Pass von Martijn Kaars (27) schoss Jones aus circa 25 Metern Entfernung direkt aufs Tor und erzielte mit einem sehenswerten Lupfer das Highlight des Spiels.

„Das war eines der besten Tore meiner bisherigen Karriere“, gestand der 23-Jährige nach dem Spiel mit einem breiten Lächeln. „Martijn hat mir einen super Pass gespielt, ich habe kurz nach oben geschaut, wo der Torwart steht, und einfach draufgehalten. Dann landete der Ball im Netz.“

Im Anschluss zeigte Jones seinen bekannten Kobra-Jubel. „Das mache ich seit einigen Jahren so und hoffe, ihn noch oft präsentieren zu können.“

Das Tor und seine Gesamtleistung dürften als eine Art Bewerbung für kommende Einsätze gewertet werden. Obwohl Jones in dieser Saison bisher nur 58 Minuten auf dem Platz stand, erklärte er: „Wir haben gute Angreifer im Team. Ich muss weiter hart an mir arbeiten, denn auch die anderen treffen regelmäßig.“

Allerdings räumte er ein, dass es nicht immer leicht für ihn sei. „Wenn man eine Chance bekommt, muss man sie nutzen“, wusste er. Genau das tat er am Samstag.

Ob Jones mit dieser Leistung seine Position verbessert hat, ließ Trainer Marcel Rapp (47) offen. „Die Möglichkeiten sind für alle gleich. Wer im Training überzeugt, bekommt seine Chance“, stellte er klar. „Es gibt immer schwierige Entscheidungen, denn nur 18 Spieler können mitgenommen werden.“

Dementsprechend schaffte es Jones nicht immer in den Kader. Hauptsächlich hänge das von taktischen Überlegungen des Trainers ab, betonte Rapp. „Wie wollen wir das Spiel angehen? Wie könnte sich das Spiel entwickeln? Wen brauchen wir?“

Insgesamt sei der Coach aber froh, viele talentierte Spieler wie Jones im Team zu haben. „Er kommt rein und schenkt nichts her. Die Zuschauer freuen sich, seine Mitspieler auch. Er hat seine Chance definitiv genutzt“, lobte Rapp, fügte aber hinzu: „Es ist halt erst ein Tor.“

Dennoch dürfte das Selbstvertrauen des Engländers deutlich gewachsen sein. Vielleicht erhält Jones am kommenden Sonntag gegen den Karlsruher SC erneut die Gelegenheit, sein Können zu zeigen.