René Wagner vom FC wählt seinen Kapitän: „Ich habe einen herausragenden Spieler an meiner Seite!“
Köln – Für FC-Köln-Trainer René Wagner (38) ist es die erste Sommer-Vorbereitung, die er als Cheftrainer einer Bundesliga-Mannschaft verantwortet. Eine wichtige Entscheidung traf er dabei ausgerechnet an seinem 38. Geburtstag.
Am vergangenen Freitag gab der Übungsleiter bekannt, wer in der bevorstehenden Saison die Mannschaft als Kapitän anführen wird – eine Überraschung blieb dabei aus: Wie bereits im Vorjahr übernimmt Torwart Marvin Schwäbe (31) das Amt des Spielführers für die Domstädter in den kommenden 34 Begegnungen. Sein Stellvertreter bleibt weiterhin Ersatzkeeper Ron-Robert Zieler (36).
Gedanken, Schwäbe oder Zieler von ihren Kapitänsaufgaben zu entbinden, habe es laut Wagner bei der letzten Trainingseinheit der Woche nicht gegeben.
„Marvin kennt den Verein in- und auswendig. Er hat sowohl gute als auch schwierige Phasen miterlebt und ist in der Kabine eine prägende Stimme“, begründete der Trainer seine Entscheidung.
Darüber hinaus pflege er ein gutes Verhältnis zu dem 31-Jährigen, und gegenseitiges Vertrauen sei gegeben. Deshalb ist Wagner überzeugt: „Mit Marvin habe ich einen echten Topmann an meiner Seite, der für uns durchs Feuer gehen wird.“
Wer in der nächsten Saison die Rolle des Ansprechpartners auf dem Platz übernehmen wird, ist hingegen noch offen. Dabei existiert ein klares Anforderungsprofil: Gesucht wird ein Spieler, der keine Scheu davor hat, während des Spiels Verantwortung zu tragen, so Wagner. „Wir werden beobachten, wer sich im Verlauf der Vorbereitung für diese Aufgabe empfiehlt.“
Auf die Einrichtung eines klassischen Mannschaftsrats will der Coach verzichten. Stattdessen setzt er auf eine „Tacheles-Gruppe“, in der sich Spieler gemeinsam mit dem Trainerteam bei Problemen selbst organisieren und wichtige Themen auf Augenhöhe besprechen können.
Wer Teil dieser Runde wird, steht noch nicht fest. „Wir werden sie im Laufe der Vorbereitung zusammenrufen. Zunächst müssen wir sehen, wer sich für eine solche Rolle anbietet. Ich möchte Spieler dabei haben, die Verantwortung übernehmen – egal ob junge Talente, Neuzugänge oder erfahrene Akteure“, betonte Wagner.