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Zentraler Mittelfeldspieler erzielt überraschend viele Tore und avanciert zum Torjäger des Nordostens

Halle (Saale) – Die Regionalliga Nordost startet mit einem neuen Spitzen-Torjäger in die englische Woche: Nach dem Abschluss des achten Spieltages thront Mittelfeldspieler Niclas Stierlin (26) an der Spitze der Torschützenliste.

Der eigentlich als defensiver Mittelfeldspieler ausgebildete Akteur hat in acht Partien beeindruckende fünf Treffer erzielt und teilt sich damit gemeinsam mit Greifswalds Nachwuchstalent Colin Kroll-Thiel (19) die Rolle als gefährlichster Schütze im Nordosten!

Dieser ungewöhnliche Umstand ist zum einen auf die bislang unerkannte Abschlussstärke des HFC-Spielers zurückzuführen, zum anderen auf die derzeit schwächelnde Konkurrenz.

So hakt es beispielsweise bei Altglienickes Jonas Nietfeld (32), dem letztjährigen Torschützenkönig, der seit fünf Spielen ohne Torerfolg ist und lediglich auf drei Saisontreffer kommt.

Auch Stierlins neuer Teamkollege Stanley Ratifo (31), der in der Vorsaison noch 17 Treffer für Chemie erzielte, wartet bisher vergeblich auf einen eigenen Torerfolg. Umso mehr sticht Stierlin mit seinen Toren heraus!

Schon in der vergangenen Saison erzielte er acht Tore, aktuell ist er dabei, diesen persönlichen Bestwert deutlich zu übertreffen – der Pokalerfolg gegen Bundesligist Schalke ist hierbei noch gar nicht mitgerechnet.

Sein Torrausch ist auch auf seine Positionierung und Aufmerksamkeit bei Standardsituationen zurückzuführen, viele seiner Treffer fielen nach ruhenden Bällen.

Zudem agiert der robuste Mittelfeldspieler mittlerweile seltener als klassischer Sechser, sondern eher als Box-to-Box-Spieler und sucht häufiger den Weg in den Strafraum.

Ohne Stierlins Tore hätte der HFC bislang lediglich fünf Treffer auf dem Konto – ein eher enttäuschendes Ergebnis für die Angreifer seiner Mannschaft. Nach dem 1:1 in Babelsberg ließ Trainer Robert Schröder (38) seinem Ärger freien Lauf:

„Was mich wirklich stört, ist der nachlässige und sorglose Umgang mit den Chancen. [...] Am Ende muss eben ein Ball ins Tor, genau dafür haben wir die Spieler geholt. Das ist keine Schuldzuweisung, aber Fakt ist, dass wir uns zu sehr auf die Qualität und den Torerfolg verlassen haben, die wir aktuell nicht in der gewünschten Form liefern.“

Umso wichtiger ist es, dass derzeit anstelle von Ratifo, Benyamina, Ehrlich und Atilgan der Mittelfeldspieler Stierlin einspringt.

Regionalliga Nordost Tabelle

Der diesjährige Meister der Regionalliga Nordost steigt direkt in die 3. Liga auf.