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Nach nur drei Monaten ist Dino Toppmöller bei RC Lens bereits wieder weg

Von Michael Evers

Lens – Der ehemalige Eintracht-Trainer Dino Toppmöller (45) muss beim französischen Vizemeister RC Lens nach gerade einmal drei Monaten schon seinen Posten räumen. Hintergrund sollen offenbar Konflikte rund um seinen langjährigen Assistenten sein.

Der nordfranzösische Verein bestätigte, dass der 45-Jährige beim Spiel am Freitag gegen AS Monaco nicht mehr auf der Bank sitzen wird.

Wie es heißt, gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen Toppmöllers langjährigem Co-Trainer Nelson Morgado (39) und dem Klub.

Lens äußerte sich indirekt zu der Situation: „Nach intensiven Gesprächen über die Lage innerhalb des Teams sowie die Arbeitsweise und Struktur des Trainerteams entschied der Racing Club, den Trainerstab neu zu formieren“, hieß es in der Stellungnahme.

„Da Dino Toppmöller die geplanten Veränderungen in der Organisation nicht mittragen wollte, traf der Verein die verantwortungsbewusste Entscheidung, sowohl seine Tätigkeit als auch die seiner beiden Co-Trainer zu beenden.“

Der Abschied erfolgte laut Club im gegenseitigen Einvernehmen, wobei Toppmöllers „aufrichtige Menschlichkeit“ ausdrücklich gewürdigt wurde.

Toppmöller hatte sein Engagement bei RC Lens mit einem Traumstart begonnen: Im französischen Supercup gelang den Nordfranzosen ein überraschender Sieg gegen den klaren Favoriten Paris Saint-Germain, was ihnen gleich zu Saisonbeginn einen Titel einbrachte.

Erst am vergangenen Donnerstag feierte der deutsche Trainer mit Lens einen Last-Minute-Erfolg im Auftaktspiel der neuen Champions-League-Saison gegen Slavia Prag. Dennoch stehen die Franzosen aktuell mit nur einem Sieg, zwei Niederlagen und einem Unentschieden auf dem zehnten Tabellenplatz.

Die Klubverantwortlichen setzen nun auf Yannick Cahuzac (41), der seit Saisonbeginn als Toppmöllers Assistent tätig ist.

Im Januar war der Trainer nach zwei erfolgreichen Jahren bei Eintracht Frankfurt trotz eines bis Sommer 2028 laufenden Vertrags entlassen worden – nach einer schwachen Hinrunde.