RB Leipzigs Rückkehrer Nkunku: Warum es bei Chelsea und Milan nicht funktioniert hat
Como (Italien) – Christopher Nkunku (28) steht kurz vor seinem 32. Einsatz in der Champions League. Nach elf Treffern und sechs Assists möchte er seine Erfolgsbilanz weiter ausbauen – diesmal wieder im Trikot von RB Leipzig, wohin er nach herausfordernden Stationen in England und Italien zurückgekehrt ist.
„Ich habe das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, erklärte der Franzose vor dem Spiel gegen den Champions-League-Neuling Como 1907.
Im Jahr 2023 wechselte er zu Chelsea, erlitt jedoch kurz vor Saisonbeginn eine Knieverletzung und fand sich anschließend beim Londoner Klub nicht mehr zurecht. Verein und Spieler hatten unterschiedliche Vorstellungen vom Spielstil. „Danach gefiel mir meine Rolle einfach nicht mehr“, berichtete Nkunku, der zwei Jahre später zu AC Mailand wechselte.
Dort war er zwar physisch fit und verletzungsfrei, doch auch beim italienischen Spitzenklub entsprach die Spielweise nicht seinen Erwartungen. Er wurde aus dem Team ausgeschlossen und spielte kaum noch eine Rolle. Vor zwei Wochen kehrte er schließlich zu RB Leipzig zurück.
„Ich möchte in Leipzig wieder Spaß am Fußball haben und meinen Stil aufs Feld bringen“, begründete der 28-Jährige sein Comeback.
Wenn RB am Donnerstagabend (21 Uhr/DAZN) am malerischen Comer See antritt, trifft Martin Demichelis (45) auf seinen einstigen Kontrahenten Cesc Fàbregas (39), der bei Como zunächst als Gesellschafter und später als Co-Trainer tätig war. Nach dem Aufstieg in die Serie A im Juli 2024 übernimmt Fàbregas das Amt des Cheftrainers.
In der vergangenen Spielzeit hatte sich der Klub erstmals in seiner Historie für die Champions League qualifiziert. Nun feiern die Blau-Weißen ihr Debüt in diesem Wettbewerb – ausgerechnet gegen RB Leipzig.
Demichelis kennt die Qualitäten von Fàbregas und zeigte sich beeindruckt: „Es überrascht mich nicht, dass er ein hervorragender Trainer ist – schon als Spieler war er sehr intelligent.“ Der 110-malige spanische Nationalspieler habe es in kurzer Zeit geschafft, seiner Mannschaft eine beeindruckende Identität zu verleihen – „Respekt!“
Die Partie wird von Schiedsrichter Serdar Gözübüyük (40) geleitet, der vor fünf Jahren das denkwürdige 3:6-Spektakel zwischen Leipzig und Manchester City gepfiffen hatte.