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Einige Spieler fehlten: Deutliche Wechsel-Hinweise bei RB Leipzigs großem Sieg

Leipzig – Am Samstagvormittag stand für RB Leipzig vor der Abreise ins Trainingslager nach Saalfelden in Österreich noch ein umfangreiches Testspiel gegen den SC Verl auf dem Programm. Nach insgesamt zwei Mal 60 Minuten gewann der Favorit aus Sachsen mit 4:0 (1:0). Bereits vor Spielbeginn sorgte die Aufstellung für Gesprächsstoff.

Wie erwartet verzichtete der Bundesligist bewusst auf einige seiner Topspieler, die möglicherweise kurz vor einem Wechsel zu einem anderen Verein stehen.

Torwart Peter Gulacsi wird sehr wahrscheinlich zum FC Villarreal wechseln. Um kein Risiko einzugehen, wurde der Ungar gar nicht erst im Spielkader berücksichtigt.

Ähnlich verhielt es sich bei Yan Diomande, der offiziell aufgrund einer Erkrankung fehlte. Allerdings wird der Ivorer mit einem Transfer zu Real Madrid in Verbindung gebracht und könnte womöglich der teuerste Neuzugang der Leipziger Vereinsgeschichte werden – auch deshalb wollte man auf Nummer sicher gehen.

Verteidiger Willi Orban fehlte hingegen aufgrund einer Rippenprellung, was nichts mit den Spekulationen um einen möglichen Wechsel zu einem Klub aus Saudi-Arabien zu tun hat.

Um 11:30 Uhr erfolgte dann der Anstoß. Die erste Hälfte kann schnell zusammengefasst werden: RB Leipzig dominierte das Spiel, doch der Drittligist aus Verl setzte immer wieder gefährliche Akzente. Bei den Gastgebern stachen vor allem Johan Bakayoko und Andrija Maksimović hervor. Das einzige Tor vor der Pause erzielte Lukas Klostermann kurz vor dem Seitenwechsel nach einer Ecke (60.+1).

Im zweiten Durchgang wechselten die Roten Bullen bis auf eine Position komplett durch. Das Bild auf dem Spielfeld blieb jedoch unverändert. Teilweise ließ Leipzig zahlreiche gute Chancen ungenutzt.

Ridle Baku beendete schließlich den Torfluch und erzielte in der 71. Minute mit einem präzisen Schuss ins linke untere Eck das 2:0.

Allerdings öffnete die Abwehrreihe der Sachsen weiterhin immer wieder Lücken. Die Gäste, die in der kommenden Woche gegen Aachen in die Saison starten, konnten diese jedoch nicht konsequent nutzen.

So zogen die Minuten bei kaltem und unangenehmem Wetter in Leipzig langsam vorbei. Verl ließ allmählich etwas nach, was die frische Mannschaft von RB natürlich zu ihrem Vorteil nutzte. Ezechiel Banzuzi erzielte schließlich das 3:0, das schon als vorentscheidend gelten durfte (84.).

Die letzten Spielminuten des umfangreichen Tests verliefen eher unspektakulär. Die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis schien sich mit dem Ergebnis zufrieden zu geben. In der letzten Spielminute wurde jedoch Conrad Harder im Strafraum gefoult – Elfmeter für Leipzig! Der Däne trat selbst an und verwandelte sicher zum 4:0-Endstand (120.).