zurück

Wird Diomande plötzlich zum Problemfall für RB Leipzig?

Leipzig – Am Dienstagabend tritt Yan Diomande (19) mit der Elfenbeinküste gegen Norwegen (19 Uhr) an, um sich bei der WM 2026 für die nächste Runde zu qualifizieren. Alles, was bei seinem Verein RB Leipzig passiert, scheint ihm derzeit eigentlich fern zu sein. Dennoch schürt der Ivorer immer wieder Spekulationen über seine berufliche Zukunft.

Nachdem zuletzt der FC Liverpool mit einem Angebot von rund 100 Millionen Euro bei den Sachsen abgeblitzt ist, soll nun Paris Saint-Germain ernst machen.

Es heißt, dass mit dem Nationalspieler der Elfenbeinküste bereits eine mündliche Einigung erzielt wurde. „Nur“ die Verhandlungen mit RB Leipzig stünden noch aus.

Sportdirektor Marcel Schäfer (41) stellte sich daraufhin klar gegen einen Transfer. „Wenn Yan so weitermacht, wird der Zeitpunkt kommen, an dem wir ihm den nächsten Schritt ermöglichen – aber nicht in diesem Jahr“, machte er deutlich.

Dank seines bis 2030 laufenden Vertrags ohne Ausstiegsklausel haben die Leipziger die Kontrolle über die Situation.

Dennoch schürt Diomande am Rande der WM weiterhin Abschiedsgedanken. „Ich gehe natürlich davon aus, dass ich den Verein verlassen werde. Ich habe einen Agenten, der sich um alles Weitere kümmert“, erklärte der 19-Jährige. Das könnte für die Sachsen zum Problem werden.

Aus dem jungen, selbstbewussten Spieler, der erst vor wenigen Monaten betonte, wie stolz er sei, für einen Klub wie RB Leipzig zu spielen und keine Zweifel hatte, als der Verein ihn umworben hat, droht nun ein unzufriedenes Talent zu werden, das eigentlich bleiben soll.

Wie bereits erwähnt, besitzen die Rasenballer die volle Entscheidungsgewalt. Selbst bei einem exorbitanten Angebot würde es keine finanzielle Schmerzgrenze geben, zumal PSG wohl kaum bereit sein wird, eine derart hohe Ablösesumme zu zahlen.

Diomande soll unter Trainer Martín Demichelis (45) eine zentrale Rolle einnehmen und erhalten bleiben.

Welche Auswirkungen dies jedoch auf die offenkundigen Pläne des jungen Talents haben wird, bleibt abzuwarten. In der Fußballgeschichte kam es nicht selten vor, dass Spieler mit Streikaktionen ihren Wechsel zu Wunschvereinen durchsetzen wollten.

In Leipzig würde man vor möglichen Konsequenzen sicherlich nicht zurückschrecken, selbst wenn das bedeuten würde, Diomande auf die Bank zu setzen. Doch stellt sich die Frage, ob dies wirklich die bessere Alternative wäre – statt eine Ablösesumme in dreistelliger Millionenhöhe zu erzielen?